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	<title>Dirk Wagner &#8211; Feierwerk Blog</title>
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		<title>Fritzi Ernst in der Kranhalle: Jo-Jo-Effekt mit humorvoller Melancholie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2025 10:33:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-scaled.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Fritzi Ernst Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-scaled.jpg 2560w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-300x226.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1024x771.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1536x1157.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-2048x1542.jpg 2048w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-175x132.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-450x339.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1170x881.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-768x578.jpg 768w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Fritzi Ernst, Ex-Schnipo-Schranke-Hälfte und Profi im Fach „humorvolle Melancholie“ präsentierte in der Feierwerk Kranhalle am 28. Februar 2025 ihr neues Album. Zu hören waren charmant-minimalistische Songs zwischen Weltschmerz und Augenzwinkern. Ihr neues Album „Jo-Jo“ bringt NDW-Vibes und gute Laune mit Tiefgang. Fritzi Ernst: Am Merch-Stand geht die Sonne auf Natürlich kann man auch in den [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-scaled.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Fritzi Ernst Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-scaled.jpg 2560w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-300x226.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1024x771.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1536x1157.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-2048x1542.jpg 2048w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-175x132.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-450x339.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-1170x881.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner_Aufmacher-768x578.jpg 768w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Fritzi Ernst, Ex-Schnipo-Schranke-Hälfte und Profi im Fach „humorvolle Melancholie“ präsentierte in der Feierwerk Kranhalle am 28. Februar 2025 ihr neues Album. Zu hören waren charmant-minimalistische Songs zwischen Weltschmerz und Augenzwinkern. Ihr neues Album „Jo-Jo“ bringt NDW-Vibes und gute Laune mit Tiefgang.</p>
<h2>Fritzi Ernst: Am Merch-Stand geht die Sonne auf</h2>
<p>Natürlich kann man auch in den großen Buchhandlungen noch das eine oder andere Buch finden. Man muss nur lange genug suchen zwischen den meterlangen Regalen voller Klangschalen, Duftlampen und Schmuckkästchen. Denn solche sogenannten Non-Book-Artikel gelten wegen der Buchpreisbindung und der damit einhergehend geringen Gewinnspanne beim Buchverkauf für die Buch-Händler und -Händlerinnen als deren eigentliche Einnahmequelle. Ähnlich scheint es im Schallplattenhandel zuzugehen, gleichwohl dort keine Preisbindung die Gewinne schmälert. Das übernehmen hier die bekannten Musik-Streaming-Dienste. Also verkaufen Musiker*innen auch auf ihren Konzerten, die dereinst das aktuelle Album bewerben sollten, mehr Band-T-Shirts als Tonträger.</p>
<p>Die in Hamburg lebende Musikerin Fritzi Ernst ergänzte ihre Merchandise-Artikel, die an einem Verkaufsstand während ihrer Konzerte ebenso wie online feilgeboten werden, um eine Tasse, die sie höchsteigenselbst – wie sie auch im Konzert betont – mit einer kleinen Sonne verziert hat. Darüber hinaus gibt es passend zum aktuellen Albumtitel „Jo-Jo“ ein von der ebenfalls in Hamburg lebenden Künstlerin Danika Arndt verziertes Jo-Jo. Denn selbiges hat Danika auch für das Schallplattencover zum neuen Fritzi Ernst-Album mit Acrylfarben gemalt.</p>
<h2>In Begleitung: Vielseitiges Künstler*innen-Team</h2>
<p>Danika ist aber nicht nur als bildende Künstlerin ein festes Mitglied in Fritzi Ernsts Team. Seit Schnipo Schranke aufgelöst wurde, begleitet Danika die studierte Flötistin und Pianistin auf einem weiteren Keyboard.  „Wir sind beide fast um die gleiche Zeit nach Hamburg gezogen und haben uns dann durch gemeinsame Ecken kennengelernt“, sagt Danika. „Und dann haben wir festgestellt: wir mögen uns. Wir wollen gerne häufiger miteinander abhängen.“ Und weil auch Danika in ihrer Kindheit nicht nur Klavierunterricht, sondern auch Gesangsunterricht gehabt hatte, konnte im gemeinsamen Abhängen der beiden Wahlhamburgerinnen auch die musikalische Seite von Danika reaktiviert werden.</p>

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<p>Seitdem steht Danika zusammen mit Fritzi Ernst auf der Bühne, zusammen mit weiteren Musikerinnen und Musikern, die gerade zu Fritzi Ernsts Band zusammenwachsen. Der Kontrabassist und Gitarrist Francis Maheux zum Beispiel, der wie auch Fritzi Ernst in Frankfurt Musik studiert hat. Spannende Musikprojekte durfte er seitdem begleiten, sei es im Tonkünstler Orchester Niederösterreich, in der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder in seinem eher jazzig anmutendem Free-Punk-Ensemble „freee!“, das es allerdings nur einen Konzertabend lang gab.  Mittlerweile lebt Maheux wieder in Frankfurt am Main, wo er unter anderem auch als Bass-Lehrer unterrichtet.</p>
<h2>Fliegender Wechsel: Multitalente Konzert-Besetzung</h2>
<p>Wie auch ihre Schlagzeugerin wechselt Maheux während des Konzerts von Fritzi Ernst in der Kranhalle immer wieder zu einem der beiden Keyboards auf der Bühne, das mitunter sogar sechshändig gespielt wird. Nur die E-Bassistin Julia Förster bleibt konsequent bei ihrem Hauptinstrument. Weil sie aber auch noch eine gute Sängerin ist, ergänzt auch sie Fritzi Ernsts Chor, der sich dann auch schon mal fünfstimmig erhebt.</p>
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<p>Solche oft auch kanonartig funktionierenden Chorgesänge muten besonders ergreifend an in einem Arrangement, das mit einem ganz besonderen Gespür für kleine Nuancen ebenso pointiert wie mitreißend wirkt. Da simuliert zum Beispiel der Gitarrist Synthesizer-ähnliche Klänge, indem er mit einer sogenannten Bottleneck die Saiten seiner E-Gitarre ganz weit oben im Bund fiepen lässt, oder er verziert ein Musikstück gegen Ende mit einer Bassfigur, die er auf seinem Kontrabass nicht zupfend, sondern mit einem Bogen zärtlich über die Saiten ziehend generiert. Die Schlagzeugerin ergänzt ihr Rhythmusinstrument auch mal um eine Triangel. Und wenn Danika und Francis gemeinsam Fritzi auf ihrem Keyboard begleiten, wechseln sie während des Vortrags auch mal im Duett trötend zu Kazoos.</p>
<h2>Jo-Jo-Effekt: Fans feiern das Auf und Ab</h2>
<p>Im permanenten Mittelpunkt des Geschehens steht indes Fritzi Ernst selbst, die dem Anschein nach gerne drauf verzichten würde, im Rampenlicht zu stehen. Eigentlich möchte sie doch nur ihre Musik machen, die so anmutend schön ist, dass sie auch ganz alleine bestehen könnte, wären da nicht noch diese markanten, zum Teil auffällig kindlich-naiv formulierten Songtexte, mit denen Fritzi Ernst seelische Abgründe auftut. Kaum aber blickt man in diese Abgründe, weiß man nicht, ob die schöne Musik um sie herum eine verlockende Falle war oder eine heilende, zumindest aber schützende Salbe. Bisweilen sind ihre Songs nämlich von einer tiefen Traurigkeit durchtränkt, und doch lächeln sie den Zuhörenden geradezu aufheiternd zu.</p>

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<p>Entsprechend euphorisch feiern ihre Fans in der gut besuchten Kranhalle die Melancholie. Zugleich feiern sie allerdings auch Fritzi Ernsts raffinierten Trick,  mit welchem sie jederzeit ihren vermeintlichen Seelenstrip in eine Gesellschaftskritik zu verwandeln weiß. Und plötzlich ist alles Singen über Ängste, Schwächen und Versagen ein einziger Protest, ein zorniges Aufbegehren. Darum entlässt Fritzi Ernst am Ende auch kein trauriges Publikum, sondern ein inspiriertes, das in diesem Konzert Kraft tanken durfte.</p>
<figure id="attachment_15436" aria-describedby="caption-attachment-15436" style="width: 237px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15436" style="letter-spacing: -0.128px;" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2025/04/Fritzi-Ernst-28.2.25-c-Dirk-Wagner-54-226x300.jpg" alt="Fritzi Ernst Feierwerk" width="237" height="315" /><figcaption id="caption-attachment-15436" class="wp-caption-text">Autor Dirk Wagner und Musikerin Fritzi Ernst</figcaption></figure>
<h2>Fritzi Ernst: Gemeinschaft am Merch-Stand</h2>
<p>Dabei sollte man im Übrigen auch nicht diejenige Wirkung des Gemeinschaftserlebens in einem Konzert unterschätzen,  welche gerade in so politisch schwierigen Zeiten wie den jetzigen den nötigen Halt bietet. Und wenn die Band samt Fritzi Ernst im Anschluss noch am Merchandise-Tisch im Kranhallen-Café verweilt, um T-Shirts und Schallplatten zu signieren, steht sie den Fans auch für Gespräche zur Verfügung, in denen weitere Gemeinsamkeiten solcher Gemeinschaft auffallen. Denn auch das wird an diesem wunderbaren Konzertabend in der Kranhalle deutlich: wie auch die hiesigen Buchläden schon lange nicht mehr nur Bücher verkaufen, vermittelt ein gutes Konzert eben nicht nur gute Musik, sondern auch eine wohltuende und darum geradezu notwendige Gemeinschaft.</p>
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		<title>Politik, Rap und Graffiti: Pastinaken-Workshops im Feierwerk Trafixx</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/besondere-workshops-der-pastinaken-im-feierwerk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2024 13:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Team Feierwerk]]></category>
		<category><![CDATA[z_Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Trafixx]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="93" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Workshop Feierwerk Trafixx" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-300x186.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-1024x635.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-175x109.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-450x279.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-1170x725.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-768x476.jpg 768w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Plakate im Feierwerk Trafixx waren neu. Zumindest hingen sie am Vortag noch nicht an den Wänden des Obersendlinger Jugendtreffs. Allerdings waren die Frau und der Mann auch neu. Und die zogen an jenem Morgen deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich, als das jugendliche Stammpublikum in Kleingruppen oder als Einzelpersonen die Freizeitstätte betrat. Zu den Pastinaken [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="93" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Workshop Feierwerk Trafixx" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-300x186.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-1024x635.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-175x109.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-450x279.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-1170x725.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Titelbild-768x476.jpg 768w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Die Plakate im <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen/trafixx/" target="_blank" rel="noopener">Feierwerk Trafixx</a> waren neu. Zumindest hingen sie am Vortag noch nicht an den Wänden des Obersendlinger Jugendtreffs. Allerdings waren die Frau und der Mann auch neu. Und die zogen an jenem Morgen deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich, als das jugendliche Stammpublikum in Kleingruppen oder als Einzelpersonen die Freizeitstätte betrat. Zu den <a href="https://www.agfp.de/die-pastinaken" target="_blank" rel="noopener">Pastinaken</a> gehören die beiden Fremden, hieß es. Komischer Name. Aber erst mal abwarten, was die so zu sagen haben.</p>
<h2>Unkonventionelle Methoden der Pastinaken</h2>
<p>Moment mal, was steht da auf dem Plakat? „Ausländer sind häufiger straffällig“? „Was ist das denn für ein Unsinn?“, entfährt es dem ersten Jugendlichen. Nur, dass er für diese Aussage weitaus kräftigere Worte zu nutzen weiß, die in jeder einzelnen Silbe verdeutlichen, wie sehr ihn eine solche Behauptung aufregt. Die meisten der hier versammelten Jugendlichen sind nämlich, wenn man das so bescheuert kategorisieren mag, selbst „Ausländer“. Sie haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Und mit solchem Hintergrund ist man ständig Thema in irgendwelchen gesellschaftspolitischen Debatten über Missstände, Kriminalität, Benachteiligungen und Terrorismus. So gesehen haben sich die hiesigen Jugendlichen schon jede Menge auf sie bezogenen Schwachsinn anhören müssen.</p>
<p>Dass jetzt auch noch alle Ausländer häufiger straffällig seien, ist schon eine sehr krasse Behauptung. Aber schon steigen auch die beiden Personen aka Pastinaken ins Gespräch ein. Sie sprechen mit den Jugendlichen über deren Erfahrungen. Sie wollen genau wissen, ob das denn überhaupt stimmt, was da auf den Plakaten geschrieben steht. Zum Beispiel auch, dass Frauen in die Küche gehören. Und augenblicklich war man in einer Diskussion über das, was man auch ein rechtes Weltbild nennen könnte. Vor allem aber wurde diskutiert, wie man auf solche Behauptungen souverän reagieren könnte, ohne jetzt wieder die alles klärenden Fäuste zu schwingen. Kleingruppen wurden gebildet, in denen eigene Erfahrungen und mögliche Strategien intensiver besprochen wurden.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-09-26-at-14.53.23-1-768x1024.jpeg" title="WhatsApp Image 2024-09-26 at 14.53.23" alt="" /></div>
<p>Simon, ein Mitarbeiter des Feierwerk Trafixx, der für den Jugendtreff zuständig ist, zeigte sich begeistert darüber, wie viel politisches Interesse die eher unkonventionellen Methoden der Pastinaken bei den Jugendlichen wecken können. „Hätten die stattdessen einen Vortrag zum Thema gehalten, wären die Jugendlichen absehbar schon sehr schnell wieder ausgestiegen“, so Simon. Das Kollektiv für politische Bildung hat ein besonderes Interesse an einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft und vermitteln Politik auf Augenhöhe mit den Jugendlichen.</p>
<h2>Rappen als politisches Statement</h2>
<p>Tatsächlich liegt die Stärke der Pastinaken darin, mit spannenden Methoden ein politisches Interesse zu wecken, das letztlich auch ein demokratisches Bewusstsein stärkt. Dazu gehört natürlich auch, sich selbst artikulieren zu können. Wer die eigenen Bedürfnisse formulieren kann, tut sich leichter, sie auch in einem demokratischen Diskurs zu verteidigen. Und auch wenn das manchem Erwachsenen nicht gleich einleuchten mag: auch Rap ist eine wirksame Art, sich auszudrücken. Einfach ist das freilich nicht, schließlich sollen die Wörter ja rhythmisch passen, außerdem soll sich das auch noch reimen. Wenn man richtig guten Rapper*innen zuhört, ist das oft die reinste Wortakrobatik, die sie da vorlegen.</p>
<p>Auch hier geben die Pastinaken Hilfestellung: Sie zeigen den Jugendlichen ein paar Tricks, mit denen sie ihre Raps gliedern können. Zwei weiblich gelesene Personen sind es diesmal, die den Jugendlichen Wege aufzeigen, wie sie ihre eigenen Texte formulieren können. Und gleichwohl insbesondere im Jugendbereich des Feierwerk Trafixx laut Simon ungefähr 80 Prozent der Besucher*innen männlich sind, sind es ausgerechnet die Mädchen, die sich im Rap-Workshop besonders hervortun. „Die haben mir danach auch stolz ihre Texte vorgetragen“, sagt Simon.</p>
<h2>Sich mit Graffiti ausdrücken</h2>
<p>Auch war das Interesse der weiblichen Jugendtreffbesucherinnen beim Graffiti-Workshop deutlich höher als bei den männlichen Kollegen. Dennoch wurde über ein Bild protestiert, das die Mädchen entworfen, skizziert und schließlich angeleitet von den Pastinaken auf eine zugeschnittene Holzwand gesprüht hatten. „Girls Only“ war darauf zu lesen. Wo immer diese Wand im Jugendtreff stehen würde, wäre das nicht mehr das Revier der Jungs. Aber natürlich durften auch sie noch zwei Wände besprühen.</p>
<p>Und das taten sie dann auch. Und herausgekommen sind ganz unterschiedliche Grafittis. An der Wand im Jugendtreff angebracht sehen sie alle ziemlich cool aus. Mega, geradezu!</p>
<p>Insgesamt können wir also einmal mehr zusammenfassen, dass es eine super Idee war, die Kolleg*innen von den Pastinaken einzuladen. Zum einen ist es ja auch spannend zu beobachten, wie andere Menschen die vorgeschlagenen Themen aufarbeiten. Zum anderen tut es den Jugendlichen im Feierwerk Trafixx auch ganz gut mal Themen mit Menschen zu besprechen, die sie nicht jeden Tag in ihrem Jugendtreff antreffen.</p>
<h2>Über die Pastinaken</h2>
<p>Die Pastinaken sind ein Kollektiv für politische Bildung in München. Sie arbeiten sowohl in der Jugend- als auch in der Erwachsenenbildung. Mit Workshops, Projekten und Fortbildungen besuchen sie Schulen, Jugendzentren, treffen sich mit Lehrkräften und tauschen sich mit Fachkolleg*innen aus.</p>
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		<title>Klang gewordene Ewigkeit: So war das SWANS-Konzert im Feierwerk</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/klang-gewordene-ewigkeit-so-war-das-swans-konzert-im-feierwerk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2024 08:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
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		<category><![CDATA[Team Feierwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Swans 27.02.24 im Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1.jpg 2268w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-300x225.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-1024x768.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-1536x1152.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-2048x1536.jpg 2048w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-87x67.jpg 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die prominent besetzte Band Swans spielte im Februar ein exklusives Konzert in der Hansa 39 im Feierwerk und begeisterte mit einem brachialen Sound-Erlebnis ihre Fans. Was man bei dieser Band nicht erwarten kann, ist ein Social-Media-Posting-würdiger Auftritt. Die meisten Handys bleiben aus. Und das ist auch gut so! Swans: Lauter Sound statt fancy Handy-Videos „Dich [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Swans 27.02.24 im Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1.jpg 2268w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-300x225.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-1024x768.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-1536x1152.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-2048x1536.jpg 2048w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02.24_Titel1-87x67.jpg 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Die prominent besetzte Band Swans spielte im Februar ein exklusives Konzert in der Hansa 39 im Feierwerk und begeisterte mit einem brachialen Sound-Erlebnis ihre Fans. Was man bei dieser Band nicht erwarten kann, ist ein Social-Media-Posting-würdiger Auftritt. Die meisten Handys bleiben aus. Und das ist auch gut so!</p>
<h2>Swans: Lauter Sound statt fancy Handy-Videos</h2>
<p>„Dich interessiert doch nicht, was du erlebst; nur das, was du davon erzählen kannst“, heißt es in dem 1992 auf dem Album „Ich-Maschine“ veröffentlichten Song „Aus den Kriegstagebüchern“ der Hamburger Rockband <strong>Blumfeld</strong>. Mittlerweile, da das Mobiltelefon mit all seinen zusätzlichen technischen Möglichkeiten das gesellschaftliche Miteinander seit jenem Debüt-Album von Blumfeld verändert hat, müsste der Satz heißen: „Dich interessiert doch nicht, was du erlebst; nur das, was du dann posten kannst“.</p>
<p>Darum wird fleißig Bildmaterial gesammelt und auf Konzerten alle Handys angeschaltet, kaum, dass das Saallicht aus ist. Netter Nebeneffekt: Wem große Menschen die Sicht auf die Bühne versperren, braucht nur auf die Monitore der hochgehaltenen Handys zu blicken. Blöd nur, dass man ja selbst vom Jagd- und Sammelfieber ergriffen ist und möglichst jeden Augenblick des Konzerts festhalten möchte. Natürlich kann das auch nerven. Vor allem, wenn man einen Augenblick lang nicht selbst zu den Sammler*innen und Jäger*innen zählt, sondern einfach nur der Musik lauschen mag.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02-8-576x1024.jpg" title="Swans 27.02 (8)" alt="Swans 27.02.24" /></div>
<p>Umso angenehmer empfand ich darum das Publikum des ausverkauften <strong><a href="https://www.instagram.com/swans_official/" target="_blank" rel="noopener">Swans</a></strong>-Konzerts im Feierwerk. Das machte nämlich überhaupt keine Anstalten, irgendetwas dokumentieren zu wollen. Was denn auch? Jahrzehntelange Fan-Erfahrungen hatten dieses Publikum darauf vorbereitet, dass während eines Swans-Konzerts ohnehin nichts passiert, was es zu posten lohnt. Ausschnitte aus einem Swans-Konzert vorzuspielen, ist schließlich genauso spannend, wie einer Waschmaschine beim Schleudern zuzuhören. Womit ich nichts gegen Waschmaschinen gesagt haben will. Forscher*innen wollen sogar festgestellt haben, dass gerade die tiefen Klänge einer Waschmaschine beruhigend auf Menschen wirken, weil sie dem pränatalen Klangerleben der Welt entsprächen. So gesehen war das Brutkasten-Rot, mit der das Swans-Konzert dauerhaft ausgeleuchtet wurde, treffend gewählt.</p>
<h2>Brummender Akkord und immer noch kein Handy</h2>
<p>Tatsächlich beleuchtete das aber nicht nur das Bühnengeschehen, wenn man hier überhaupt von einem Geschehen reden mag. Im Grunde ist es ja mehr eine bloße Bühnenexistenz jenseits des Zuschauer*innen-Raums. Auch, wenn es im Zuschauer*innen-Raum wahrlich nicht lebendiger zugeht. Trotzdem wird auch er, wie überhaupt die gesamte <a href="https://www.feierwerk.de/konzert-kulturprogramm/unsere-locations-hansastrasse/hansa-39" target="_blank" rel="noopener">Hansa 39</a> von jenem satten Brutkasten-Rot permanent beleuchtet. Angeblich, damit der Frontmann der Swans, <strong>Michael Gira</strong>, sehen kann, was im Publikum passiert. Als hätten seine Songs nicht schon zu Genüge bewiesen, dass Gira am liebsten ins Nichts starrt.  In jenes Nichts wohlgemerkt, dass der Philosoph Martin Heidegger in „Sein und Zeit“ auch mal als ein Nicht-sein beschrieben hat, das eben nicht „nicht sein“ meint.</p>
<p>Solchen Assoziationen folgend stehe ich also im Swans-Konzert in der Hansa 39 und überlege, warum überhaupt etwas ist und nicht noch mehr nichts. Gira spielt solche Gedanken untermauernd zunächst auch nur einen und denselben Akkord auf seiner Gitarre, wieder und wieder und wieder schlägt er diesen Akkord an. Irgendwann steigt die restliche Band ein, ohne freilich jenen mittlerweile bewährten Akkord allzu sehr zu verändern. Wobei der Akkord sich strenggenommen auch gar nicht mehr wiederholt. Stattdessen steht er jetzt dauerhaft nachhallend im Raum und brummt. Wozu sollte man das auch dokumentieren, überlege ich noch, weil mir auffällt, dass ja tatsächlich niemand hier ein Handy zückt, um die schönsten Momente dieser Klang gewordenen Ewigkeit einzufangen. Stattdessen genießt man schweigend stehend die gute Akustik in der Hansa 39 dank einer gut genutzten, wenngleich auch sehr sehr lauten Veranstaltungstechnik.</p>
<h2>Larry Mullins, Phil Puleo, Kristof Hahn: Rock-Prominenz gibt sich die Ehre</h2>
<p>Kenner*innen der Szenen freuen sich zudem noch darüber, wie prominent die Band besetzt ist, die sich hier geradezu hörig dem Diktat des Frontmanns Michael Gira unterzuordnen scheint. <strong>Larry Mullins</strong> zum Beispiel an den Keyboards, der auch bei <strong>&#8222;Nick Cave And The Bad Seeds&#8220;</strong> mitwirkt. Oder der Schlagzeuger <strong>Phil Puleo</strong>, der von vielen auch als Gründer der Noise-Rockband <strong>&#8222;Cop Shoot Cop&#8220;</strong> verehrt wird. <strong>Kristof Hahn</strong>, der hier die Lap-Steel Guitar bedient, hat gleich in einer ganzen Reihe von Kultbands mitgewirkt, sei es bei <strong>&#8222;Pere Ubu&#8220; </strong>oder den <strong>&#8222;Koolkings&#8220;</strong>, die dereinst mit Alex Chilton ein Album eingespielt hatten. Wohl auch, weil sie mit Hahn in einer weiteren Band zusammenspielen, stehen im Publikum Tim Jürgens (Superpunk; Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen) und Markus Naegele (Don Marco &amp; Die kleine Freiheit). Und weil sich Prominenz gerne zur Prominenz gesellt, ist auch der Hamburger Veranstalter und Label-Betreiber Rüdiger Ladwig zugegen, dem ich persönlich vor allem für die Vinyl-Ausgabe aller Alben von Nils Koppruchs Fink ewig dankbar sein werde.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/04/Swans-27.02-9-1-576x1024.jpg" title="Swans 27.02 (9)" alt="" /></div>
<p>Tatsächlich gilt mein Augenmerk allerdings der Pedal-Steel-Gitarristin <strong>Dana Schechter</strong> von <strong>&#8222;Insect Ark&#8220;</strong>, die ab und zu auch den Bassisten <strong>Chris Pravdica</strong> auf einem weiteren E-Bass unterstützt. Ein Tag zuvor auf dem Konzert in Italien, hatte man diese großartige Frau hinter all den Männern auf der Bühne gar nicht sehen können. Der Umstand, dass man in der Hansa 39 aber auch von der Seite auf die Bühne blicken kann, rückte sie indes sogar in den Vordergrund, so man das Konzert eben von jener Seite beäugte. Zumal ich persönlich ihr Musizieren hier am spannendsten empfand, hätte ich also das ganze Konzert über seitlich der Bühne stehen können, um der Musikerin auf die Finger zu blicken.</p>
<h2>Fotos nur unter Gewaltandrohung des Hohepriesters</h2>
<p>Allerdings hätte ich dann kein Foto für diesen Blog gehabt, das den Frontmann von vorne zeigt. Dabei hätte es einige schöne Motive gegeben, wie er manchmal so hohenpriester- und schamanenartig gestikuliert während seines Gesangs. Als stünde er jetzt auch noch physisch im Kontakt mit dem Jenseits, hebt er seine Hände zum Himmel. 70 Jahre alt war Gira eine Woche zuvor geworden. Heute macht er nicht den Eindruck, als wenn er noch sehr viel länger auf dieser Erde wandeln möchte. Vor allem aber macht er nicht den Eindruck, als würde es ihn erfreuen, wie ich nunmehr versuche, sein Antlitz auf Foto zu bannen.</p>

<p>Während sich seine Fans nämlich erkennbar genervt zeigen, dass ich hier ein paar Bilder für diesen Blog machen möchte, signalisiert mir Gira sogar, dass er durchaus auch zur Gewalt bereit sei, wenn ich ihn weiter fotografieren würde. Glücklicherweise hat mir die Kollegin dafür ein Bändchen zukommen lassen, das mich für alle gut sichtbar als legitimierten Fotografen zu erkennen gibt. „Ich darf hier fotografieren, Herr Gira“, brüllt mein Bändchen also dem fotoscheuen Sänger entgegen, als ich es wegen der Anfeindungen demonstrativ hochhalte. Dem Sänger scheint das aber schnuppe zu sein. Stattdessen zieht er mit seinem Daumennagel so über die eigene Kehle, als wollte er mir mitteilen, dass ich beim nächsten Bild schon vor ihm ins ewige Nichts eintauchen würde.</p>
<h2>Fazit: Der ewige und berührende Schleudergang</h2>
<p>Nun könnte mir solche Drohung eigentlich egal sein. Wer in einem Swans-Konzert steht, braucht das Nichts nicht zu fürchten. Wie aber würde das auf die vielen Fans wirken, wenn wegen eines weiteren Fotos womöglich das Konzert abgebrochen würde? Demütig begebe ich mich also nach hinten zum Getränkeausschank, wo prominente Gäste gerade neue Projekte besprechen. Dort erzähle ich dem Kollegen Konrad, warum ich lieber keine weiteren Fotos mehr mache. Nicht, dass ich am Ende schuld bin, wenn die das Konzert abbrechen. Keine Ahnung, ob Konny nun eine Chance sah, hier früher rauszukommen, oder ob er, was ich eher glaube, mir nur helfen wollte. Auf jeden Fall zückt er nun seine als Mobiltelefon getarnte Kamera und schießt ein weiteres Foto.</p>
<p>Das Konzert wird nicht abgebrochen. Und nach dem Konzert sind die Musiker*innen sogar super freundlich zu mir. Das Künstlerische verbindet uns doch sehr. Und ja, sage ich, das Konzert hat mich doch sehr berührt. Einfach großartig. Und plötzlich merke ich, dass das sogar stimmt. Das Konzert war wirklich großartig. Es ist halt nur sehr schwer zu beschreiben, warum. Zuhause setze ich mich erst einmal mit einer Flasche Bier vor die Waschmaschine und schalte den Schleudergang ein.</p>
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		<title>The 1st Great Collision: Label-Release-Festival mit magischen Momenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 11:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Team Feierwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzertbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="111" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px.jpg 770w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px-300x222.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Es ist schon ein paar Jahre her, als mir Musiker und Subkultur-Veranstalter Klaus Götzfried auf einem Konzert seinen Kumpel Erwin Zißelsberger vorgestellt hatte. „Er ist ein Guter“, hatte Klaus mir verraten und meinte damit unter anderem, dass auch Erwin sich für eine Musik jenseits des Mainstreams engagierte. Zusammen mit Klaus hatte er zum Beispiel Festivals [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="111" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px.jpg 770w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/03/Titelbild_770x570px-300x222.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Es ist schon ein paar Jahre her, als mir Musiker und Subkultur-Veranstalter Klaus Götzfried auf einem Konzert seinen Kumpel Erwin Zißelsberger vorgestellt hatte. „Er ist ein Guter“, hatte Klaus mir verraten und meinte damit unter anderem, dass auch Erwin sich für eine Musik jenseits des Mainstreams engagierte. Zusammen mit Klaus hatte er zum Beispiel Festivals veranstaltet, die nahezu mit denselben Bands erst die <a href="https://www.cordobar.de/" target="_blank" rel="noopener">Cordobar</a> in Germering rockten und am nächsten Tag dann das Publikum in die Münchner <a href="https://www.glockenbachwerkstatt.de/" target="_blank" rel="noopener">Glockenbachwerkstatt</a> lockten.</p>
<p>Auf diese Weise rechnete sich auch die eine oder andere Anfahrt von Bands, die nicht aus der direkten Umgebung stammten. Vor allem aber förderten solche Gemeinschaftsproduktionen Netzwerke von Musiker*innen und Veranstalter*innen, die Alternativen zum kommerziellen Pop-Geschäft ausprobierten. Tatsächlich konnte Klaus Götzfried noch sehr viele Menschen inspirieren, bevor er leider viel zu jung infolge einer Erkrankung starb.</p>
<h1>Das Label-Gründungs-Mini-Festival</h1>
<p>Erwin Zißelsberger, den Klaus mir einst so begeistert vorgestellt hatte, ist mittlerweile ein Arbeitskollege, der wie auch ich als Sozialpädagoge in einer der vom Feierwerk betriebenen <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen" target="_blank" rel="noopener">Kinder- und Jugendfreizeitstätten</a> tätig ist. Doch an dem Abend, von dem hier die Rede sein soll, stand Erwin als Rockmusiker vor mir auf der Bühne, griff in die Gitarre und sang als Kopf der Americana-Band<a href="https://www.youtube.com/watch?v=0NK7dGwoMJ4" target="_blank" rel="noopener"><em><strong> The Ruby Sea</strong></em></a>. Eugen Kern-Emden, der früher selbst bei <em>The Ruby Sea</em> mitgewirkt hatte, bevor er sich ganz seinem mittlerweile auch erfolgreicheren Projekt <a href="https://themoonband.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong><em>The Moonband</em></strong></a> widmete, hatte <em>The Ruby Sea</em> nämlich ebenso wie die Münchner Formation <a href="https://on.soundcloud.com/cVGRH" target="_blank" rel="noopener"><em><strong>Buco</strong> </em></a>zu einem kleinen Festival namens <strong>The 1st Great Collision</strong> eingeladen, auf welchem er und <em>The Moonband</em> nun deren neu gegründetes eigenes Schallplattenlabel <a href="http://www.intertunerecords.de/" target="_blank" rel="noopener">Intertune Records</a> vorstellten.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/02/PXL_20240203_214922264-576x1024.jpg" title="The 1st Great Collision" alt="The 1st Great Collision" /></div>
<p>Zumal <em>The Moonband</em> die bislang einzige Band ist, die garantiert auf diesem neuen Label ihre Tonträger veröffentlichen wird, hatte Eugen darauf verzichtet, jenes Festival als eine einzige Label-Show aufzuziehen. Stattdessen lud er Musiker*innen ein, für die er sich persönlich begeistert. Oder um es mit den Worten von Eugen auszudrücken: „Bands, die alle auch ins Vorprogramm von <em>Wilco</em> passen würden“. Dass er mit diesem Satz aber auch beschreibt, welche Bands er sich als künftige Label-Kolleg*innen vorstellen kann, ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass <em>Buco</em>, die mit wunderbarer Popmusik über traditionelle sizilianische Märchen und Songs den Abend gleich im doppelten Sinne märchenhaft eröffnet hatten, bereits im Gespräch sind, ebenfalls auf Intertune Records ihr Debüt-Album zu veröffentlichen. Ganz sicher ist das aber noch nicht, sagt die Band, die gerade erst damit beschäftigt ist, ihre Songs zu arrangieren und in ihrem Proberaum in der Veranstaltungslocation <a href="https://fatcat-muc.de/" target="_blank" rel="noopener">Fat Cat</a> aufzunehmen.</p>
<h1>Das neue Plattenlabel: Intertune Records</h1>
<p>Der Gitarrist von <em>The Ruby Sea</em>, Michael Kröger, hat dagegen schon verabredet, sein nächstes Solo-Album als <em>Möbel Kröger</em> bei Intertune Records zu veröffentlichen. Als überzeugter DIY-Künstler, der bewusst die Produktion seiner Arbeiten selbst steuert, gefällt ihm die Idee des Labels, Künstler*innen nicht vertraglich zu binden.</p>
<p>„Wir haben halt einen Vertrieb, über den die Tonträger, die bei uns erscheinen, auch verkauft werden“, sagt Eugen, der als Mitglied der <em>Moonband</em> nie verstehen konnte, warum sie als Band ihre eigenen Alben von dem Label abkaufen mussten, bei dem sie erschienen. Stattdessen bleiben bei Intertune Records die Alben also bei den Bands, die sie dann auf ihren Konzerten verkaufen können. Das Label selbst nimmt ihnen nur die Menge an Alben ab, die für die Pressearbeit (falls diese nicht auch von den Bands selbst getätigt wird) und den Vertrieb in den Geschäften benötigt wird.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/02/PXL_20240203_191844009-1024x576.jpg" title="The 1st Great Collision" alt="The 1st Great Collision" /></div>
<p>„So gesehen ist Intertune Records, das den Künstler*innen wenig Komfort bietet, dafür aber auch wenig abverlangt, genau das Label, das wir uns als <em>Moonband</em> immer gewünscht hätten“ , sagt Eugen.  Nicht, dass die Band mit ihrem bisherigen Label unzufrieden gewesen wäre. Aber dessen leidenschaftlicher Betreiber ist leider verstorben, so dass sich <em>The Moonband</em> nun nach einer neuen Heimat umschauen musste: „Denn auch, wenn derzeit viele Labels sterben, ganz ohne Label geht es dann doch nicht“, erklärt Eugen die Neugründung seines Labels. „Diejenigen, die Platten vertreiben, wollen sich schließlich auch nicht mit jeder Band einzeln auseinandersetzen. Die mögen das, wenn sie da eine*n Ansprechpartner*in für mehrere Bands haben“, sagt Eugen.</p>
<h1>The 1st Great Collision-Festival</h1>
<p>Einige der neuen Songs, die <em>The</em> <em>Moonband</em> gerade für ihr neues Album entwickelt, waren dann auch auf dem großartigen Konzert auf dem Festival in der <a href="https://www.feierwerk.de/konzert-kulturprogramm/unsere-locations-hansastrasse/lageplan" target="_blank" rel="noopener"><strong>Feierwerk Kranhalle</strong></a> zu hören. Songs, die einmal mehr unterstreichen, wie gut diese Band den Harmoniegesang beherrscht, und wie raffiniert ihre Instrumente hier zusammenwirken. Es ist wahrlich nicht übertrieben, die Band an diesem Konzertabend mit <em>Fleetwood Mac</em> zu vergleichen.</p>
<p>Was jenen Abend für mich persönlich allerdings zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht hatte, geschah bereits vor dem grandiosen Auftritt von <em>The Moonband</em>, als nämlich Erwin Zißelsberger mit <em>The Ruby Sea</em> eine Musik in der Kranhalle ausgebreitet hatte, die wunderbar in jede Patchworkdecke der <em>Green on Reds</em>, <em>Long Ryders</em> und <em>Calexicos</em> dieser Welt gepasst hätte.</p>
<p>Wobei für mich das Magische an seinem Auftritt darin lag, dass mir ganz plötzlich wieder meine erste Begegnung mit Erwin einfiel. Und auf einmal war mir tatsächlich so, als ob ein Lächeln lang, das mir ob der Schönheit der Musik über die Lippen ging, Klaus Götzfried selbst neben mir stünde: „Na, habe ich es dir nicht gesagt? Er ist ein Guter“, sagte er zu mir. „Oh ja“, antwortete ich, „ein sehr Guter sogar.“ In dem Augenblick legte auch schon eine Freundin ihre Hand auf meine Schulter, derweil mir eine einsame Träne über die Wange glitt. Festivals, die in mir die Erinnerung an Klaus Götzfried wecken, sind mir übrigens die liebsten. Danke also dafür!</p>
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		<title>Sound of Munich Now: Münchens Musikszene im Viertelstundentakt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Dec 2023 14:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[Fachstelle Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Feierwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Sound of Bavaria Now]]></category>
		<category><![CDATA[Sound of Munich Now]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Ein wenig erschöpft aber sichtbar zufrieden blickt Michael Bremmer, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, im Café der Kranhalle sitzend auf sein frischgezapftes Bier. Fünf Stunden hatte er nun zusammen mit Julia Viechtl von der Fachstelle Pop einen Konzertmarathon in der Feierwerk Hansa 39 moderiert, wo beim Sound of Munich Now auf zwei Bühnen abwechselnd insgesamt 20 [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/WILDES-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Ein wenig erschöpft aber sichtbar zufrieden blickt <strong>Michael Bremmer</strong>, Redakteur der <a href="https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-festival-konzert-sound-of-munich-now-feierwerk-1.6299076" target="_blank" rel="noopener"><strong>Süddeutschen Zeitung</strong></a>, im Café der Kranhalle sitzend auf sein frischgezapftes Bier. Fünf Stunden hatte er nun zusammen mit <strong>Julia Viechtl</strong> von der <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop" target="_blank" rel="noopener">Fachstelle Pop</a> einen Konzertmarathon in der Feierwerk Hansa 39 moderiert, wo beim <a href="https://soundofmunichnow.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sound of Munich Now</strong></a> auf zwei Bühnen abwechselnd insgesamt 20 Formationen aus der Münchner Subkultur den aktuellen Popstandort München skizzierten: Hiphop von <strong>Gündalein</strong> traf hier auf Diskursrock von <strong>Raketenumschau</strong> oder Elektro-Pop von <strong>Fliegende Haie</strong>.</p>
<h2><strong>Die überzeugende Viertelstunde </strong></h2>
<p>Gerade mal<strong> 15 Minuten dauerte jeder Auftritt</strong>. Das verlangte nicht nur den Auftretenden eine ungemeine Konzentration ab. Wer hier das Publikum überzeugen wollte, musste von Anfang an alles geben. Aber auch der Wechsel auf der Bühne nach dem Auftritt war minutiös getaktet. Während schon auf der gegenüberliegenden Bühne die nächste Band spielte, baute die vorherige Band ihr Equipment ab, derweil zugleich die folgende Band ihres aufbaute. Da kam es auch schon mal vor, dass die Tontechniker noch mit dem Soundcheck beschäftigt waren, während Julia Viechtl oder Michael Bremmer zuversichtlich die nächste Band ansagten, die dann, kaum war die Anmoderation getätigt, auch tatsächlich pünktlich loslegte.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/SOMN23_Blushy-AM-c-Sara-Brahms-1024x769.jpg" title="Blushy-AM-c-Sara-Brahms" alt="Blushy-AM-c-Sara-Brahms" /></div>
<p>Obwohl also alles zur vollsten Zufriedenheit eines begeisterten Publikums gelang, das das Wechselbad der verschiedenen Musikgenres wie so eine Art Kneippkur der Münchner Popkultur genoss, suchte Julia Viechtl von der Feierwerk Fachstelle Pop selbstkritisch Verbesserungsmöglichkeiten für Folgeveranstaltungen.</p>
<h2><strong>15 Jahre Sound of Munich Now</strong></h2>
<p>Immerhin ist dieser Konzertmarathon seit 2009 im Feierwerk beheimatet. Im Grunde wurde er auch hier geboren, nachdem 2008 der Süddeutschen Zeitung vom <a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerk-rockbuero-sued/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Rockbüro Süd</strong></a> in Zusammenarbeit mit der Rock Antenne für einen von ihr auf dem Tollwood ausgetragenen Newcomer-Wettbewerb der bayerische Rockpreis verliehen wurde. Schon damals war es vor allem Michael Bremmer gewesen, dessen Engagement für eine solche Musikförderung längst nicht mehr in die dafür vorgesehene Arbeitszeit passte. Dabei war ohnehin alles ursprünglich ganz anders geplant gewesen. Eigentlich wollte Bremmer nur mit der Junge-Leute-Redaktion eingesandte Demo-Tapes von jungen bayerischen Bands auswerten und den besten Musiker*innen sodann als Gewinn des Wettbewerbs Auftritte im Vorprogramm der richtig großen Acts vermitteln, die auf dem <strong>Tollwood</strong> spielen. Weil die Agenturen, mit denen diese großen Acts zusammenarbeiten, oft genug aber selbst schon die passenden Vorgruppen engagiert hatten, erfand er das mehrtägige <strong>Stadt-Land-Rock-Finale</strong>, das nun in einem eigenen Zelt auf dem Tollwood alle Sieger*innen der SZ-Ausschreibung vorstellte.</p>
<h2>Nachhaltigkeit für die Münchner Szene</h2>
<p>Als die Süddeutsche dafür dann den Rockpreis verliehen bekam, setzte sich Bremmer mit dem Feierwerk zusammen, das er ohnehin für seine Förderung einer Münchner Popkultur geschätzt hatte. Statt nämlich das mit dem Rockpreis verbundene Preisgeld einmalig zu verjubeln, wollte Bremmer damit lieber etwas <strong>Nachhaltiges für die Münchner Szene</strong> schaffen. Und so war das <strong>Sound of Munich Now</strong> geboren, das auch heuer wieder &#8211; erstmals übrigens nach den coronabedingten Online-Ausgaben &#8211; so viele Zuschauer*innen lockte, dass nicht wenige wegen Überfüllung geduldig vor der Tür warteten.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/Raketenumschau-SOMN-23-c-Marie-Lehmann-1024x683.jpg" title="Raketenumschau-SOMN-23-c-Marie-Lehmann" alt="Raketenumschau-SOMN-23-c-Marie-Lehmann" /></div>
<p>Oder sie gingen in die benachbarte <strong>Kranhalle</strong>, wo gleichzeitig Bands aus ganz Bayern beim <a href="https://soundofmunichnow.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sound of Bavaria Now</strong></a> eine Popkultur präsentierten, wie sie jenseits der Münchner Stadtgrenzen auch gelebt wird. Darunter so coole Acts wie <strong>Peter aus der Mozartstraße</strong>, den man schon wegen seines besonders schrägen Namens mögen muss.</p>
<h2><strong>Sound of Bavaria Now in der Kranhalle</strong></h2>
<p>Tatsächlich geht es in der Kranhalle auch etwas gemütlicher zu. Zum einen steht das Publikum hier nicht gar so gedrängt wie in der Nachbarhalle. Zum anderen erklingt hier nicht jede Viertelstunde eine nächste Band wie im Hansa 39, wo der Konzertmarathon durchaus auch eine Reizüberflutung für viele Zuschauer*innen bedeutet.</p>
<p>Trotzdem bleiben die meisten von ihnen neugierig im Saal, schließlich will man <strong>Malva</strong> nicht verpassen, deren Songs so zeitlos schön erstrahlen, als hätten sie als Chansons schon in den Sechzigern die Zuhörenden so berühren können wie sie es ganz offensichtlich auch heute noch im Feierwerk tun. Aufmerksam lauschen auch die Musiker von <strong>Raketenumschau</strong> Malvas Gesang. Stunden nach ihrem eigenen kurzen Auftritt steht die Band nun mit ihren Freund*innen in den ersten Reihen vor der Bühne und genießen dort wie alle anderen Zuschauer*innen die Musik ihrer Mitstreiter*innen.</p>
<h2><strong>SOMN 23: Am besten war Alles</strong></h2>
<p>Nach den Konzerten verweilen einige Zuschauer*innen und Musiker*innen noch in kleinen Gesprächsgruppen im Café der Kranhalle, wo man bei einigen Getränken den Abend bis 2 Uhr ausklingen lassen kann. Und also trinkt auch Michael Bremmer hier sein erstes und einziges Bier am Abend, zufrieden, wie gesagt, aber eben auch sichtbar erschöpft.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/11/Peter-aus-der-Mozartstrasse-Sound-Of-Bavaria-Now-23-c-Marie-Lehmann-1024x683.jpg" title="Peter-aus-der-Mozartstrasse-Sound-Of-Bavaria-Now-23-c-Marie-Lehmann" alt="Peter-aus-der-Mozartstrasse-Sound-Of-Bavaria-Now-23-c-Marie-Lehmann" /></div>
<p>„Was hat dir heute am Besten gefallen?“, fragt er mich plötzlich, und ich überlege. War es der &#8211; gemessen an anderen Festivals in diesem Land &#8211; wohltuend hohe Frauenanteil bei den auftretenden Künstler*innen? Oder waren es die orientalisch anmutenden Klänge des <strong>Ogaro Ensembles</strong>, das an diesem Abend auch eine Popkultur jenseits der anglo-amerikanischen und west-europäischen Vorbilder in Szene gesetzt hatte. Auch dank solcher Spielstätten in der Stadt wie das Import Export, das Bellevue Di Monaco oder die Muffathalle, ist solche früher oft als Weltmusik oder Ethnobeat diskriminierte Musik längst auch Teil der Münchner Szene, die man als das Zusammenwirken mehrerer Szenen begreifen kann, oder eben als eine besonders bunte.</p>
<p>Und bunt ist nicht zuletzt meine Lieblingsfarbe. „Alles“, antworte ich schließlich und verschweige wohlwollend die zwei Acts, die mir jetzt nicht gar so zugesagt hatten. Aber auch das ist ja das tolle an Sound Of Munich Now: Wenn einem ein Künstler oder eine Künstlerin nicht gar so gut gefällt, weiß man ja, dass schon wenige Minuten später für Abwechslung gesorgt ist!</p>
<p><em>Text: Dirk Wagner; Fotos: Marie Lehmann und Sara Brahms</em></p>
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		<title>Laut sein für Geflüchtete: Das war das &#8222;Rage against Abschiebung&#8220; 2023</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/rage-against-abschiebung-2023/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 08:21:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Team Feierwerk]]></category>
		<category><![CDATA[z_Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingshilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7.jpg 1699w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-1536x1024.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wenn auf einem Festival vier von zwölf Bands ausfallen, ist dies normalerweise der Moment, an dem Veranstalter*innen wahlweise Kerzen nach Altötting oder Beruhigungsmittel aus Apotheken schleppen. Die Veranstalter*innen des „Rage against Abschiebung“ nehmen eine solche Hiobs-Botschaft am 2. Oktober indes gelassen: „Dann beginnen wir mit dem Programm halt ein bisschen später und lassen die Bands [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7.jpg 1699w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-1536x1024.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/FAB-Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-7-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Wenn auf einem Festival vier von zwölf Bands ausfallen, ist dies normalerweise der Moment, an dem Veranstalter*innen wahlweise Kerzen nach Altötting oder Beruhigungsmittel aus <span style="letter-spacing: -0.008em;">Apotheken schleppen. Die Veranstalter*innen des „</span><a style="letter-spacing: -0.008em;" href="https://www.rageagainstabschiebung.de/" target="_blank" rel="noopener">Rage against Abschiebung</a><span style="letter-spacing: -0.008em;">“ nehmen eine solche Hiobs-Botschaft am 2. Oktober indes gelassen: „Dann beginnen wir mit dem Programm halt ein bisschen später und lassen die Bands ein wenig länger spielen“, war eine Lösung des Problems. Zudem wurde noch eine weitere Band, nämlich „Schnee im August“, kurzfristig hinzugeladen.</span></p>
<h2>Solidaritätsfestival für mehr Sichtbarkeit</h2>
<p>Seit 1996 veranstalten engagierte Menschen schließlich das mittlerweile jährlich stattfindende <strong>Soli-Festival</strong>, dessen Reinerlös der <strong>konkreten Flüchtlingsarbeit</strong> zugutekommt. Dafür hatten sie früher auch schon mal prominente Headlinder für die gute Sache gewinnen können: So lockten zum Beispiel „die goldenen Zitronen“, „die Sterne“ oder „Stereo Total“ ein zahlungswilliges Publikum aufs Festival, wo es sodann auch noch über die Situation von flüchtigen Menschen informiert wurde, sowie über Organisationen, die sich für <strong>die Interessen von Geflüchteten</strong> einsetzen. Denn, so hatte es Schorsch Kamerun, der Sänger der Goldenen Zitronen, auch schon einmal postuliert: „Der Erfolg einer solchen Benefiz-Veranstaltung lässt sich ja nicht nur daran messen, wieviel Geld daraus letztlich für den genannten Zweck gewonnen wird. Die <strong>Benefiz-Veranstaltung</strong> leistet auch eine Öffentlichkeitsarbeit für die Sache, für die sie kämpft.“  Dabei geschieht solche Öffentlichkeitsarbeit in den verschiedenen Veranstaltungshinweisen auf mehreren Plattformen ebenso wie an den Info-Tischen auf dem Festival selbst.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/Cx7pQTuIuWp/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/Cx7pQTuIuWp/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Feierwerk München (@feierwerk_)</a></p>
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<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p>Vor allem aber, und das haben die Veranstalter*innen des <strong>Rage Against Abschiebung</strong> über all die vielen Jahre seiner Existenz gelernt, ist ein solches Soli-Fest auch ein wunderbares Treffen von Gleichgesinnten und Mitstreiter*innen, das man sich schon lange nicht mehr vom Ausfall der einen oder anderen Band vermiesen lässt. Hätte man vor allem die vielen Gesprächsgruppen außerhalb der eigentlichen Konzerträume Kranhalle und Hansa 39 am Festivalabend nach dem Programm befragt, hätten einige eifrig Diskutierende wahrscheinlich gar nicht gewusst, wer überhaupt auftritt.</p>
<h2>Botschafter*innen für Geflüchtete</h2>
<p>Dabei wurde das Festival schon mit einem ganz großen Act eröffnet: die in München lebende Aktivistin und Rapperin <strong>Gündalein</strong> bewies zusammen mit dem deutsch-amerikanischen Rapper und Veranstalter <strong>ESC Rilla</strong>, dass Hiphop dort am stärksten wirkt, wo es ohne Konkurrenz-Attitüden ein gleichberechtigtes Miteinander zelebriert. Damit glich ihr Auftritt in der Kranhalle exakt der besseren Gesellschaft, für die ihre Auftritte letztlich auch werben. Gleichzeitig näherten sich in der Konzerthalle nebenan, in der Hansa 39 also Musiker:innen solcher besseren Gesellschaft von einer Punk-ambitionierten Seite.</p>
<p>Hat es zum Beispiel seit Pat Benatar je eine bessere Version ihres Hits „Love Is A Battlefield“ gegeben, als die, die die <strong>Novichoks</strong> mehrstimmig in eine Kampfansage ganz im Sinne des Rage Against Abschiebung zu formulieren wussten: „We are strong!“? Und machte die rein weiblich gelesene Band <strong>FAB</strong>, die ihren Sound selbst als Feminist Glam Synthie-Punk beschreibt, nicht eine Stimmung, als würden alte Punk-Ikonen von ihren Fans abgefeiert werden? „Wir haben uns als Band gegründet, weil uns die Punkszene zu männlich dominiert ist“, sagt die Münchner Band, die bislang darauf verzichtet, ihre einzelnen Mitspielerinnen namentlich zu benennen. Immerhin lobte Jana Weidhaase vom <a href="https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/" target="_blank" rel="noopener">Bayerischen Flüchtlingsrat</a> die Band FAB bereits als „beste Band des Abends“ aus. Ihre Euphorie war dabei allerdings auch genährt vom Umstand, dass sie die Musikerinnen zudem als Aktivistinnen des Flüchtlingsrats, von „Kein Mensch ist illegal“, und von anderen Kampagnen kennt.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2023/10/Rage-Against-Abschiebung-©-Marie-Lehmann-2-1024x683.jpg" title="binary comment" alt="" /></div>
<h2>Diverses Programm in Kranhalle und Hansa 39</h2>
<p>Und einmal abgesehen davon, dass gleichzeitig in der Kranhalle andere „beste Bands des Abends“ für gute Stimmung sorgten, war in der Hansa 39 irgendwann dann die Formation <strong>Uschi</strong> um die Schlagzeugerin Sophie Neudecker und der Bassistin Charlotte Scheidegger die eindeutig beste Band des Jahrhunderts. Zumindest diesen einen Abend lang nämlich stellte das Kollektiv von „Musiker*innen, die alle dieses Pseudonym verkörpern“, wie es in der Bandbeschreibung heißt, selbst Legenden wie die US-amerikanischen Wegbereiter Sonic Youth in den Schatten. Von einem Gitarristen und Sänger begleitet machte Uschi nämlich auch eines klar: Sonic Youth hatte einfach zu wenig Frauen in der Band, um weiter cool zu sein!</p>
<p>Dergleichen kann man den Veranstalter:innen vom Rage Against Abschiebung zum Glück nicht vorwerfen. Entsprechend divers liest sich auch deren Programm. Bewusst ohne Nennung der betreffenden Band möchte ich mich als Dirk ganz persönlich dann allerdings doch ein wenig darüber wundern, warum auf einem solch progressiven, weltoffenen Festival auch einmal die Songzeile „All Cops Are Bastards“ von den anwesenden Zuschauer:innen gefeiert wurde. Einmal abgesehen davon nämlich, dass in einem Rechtsstaat wie in der Bundesrepublik Deutschland die Polizei nicht per se negativ konnotiert sein muss, störe ich mich besonders an den Gebrauch des scheußlichen Ausdrucks „Bastard“. Wie würde dieser Ausdruck uns anspringen, wenn er von einer rechtspopulistischen Band gesungen würde? Und warum sollte er dann, im anderen Kontext vorgetragen, okay sein? Ich finde nämlich, dass gerade in einer Zeit, wo weltweit ein Rechtsruck die Gesellschaft bedroht, es umso wichtiger ist, dass wir ebenso wie Gündalein im Konzert ein besseres Miteinander nicht nur fordern, sondern auch konsequent leben.</p>
<p><em>Hier könnt ihr nachlesen, wie das <a href="https://blog.feierwerk.de/rage-against-abschiebung-2019/" target="_blank" rel="noopener">Rage against Abschiebung 2019</a> war und einen Hintergrundbericht des <a href="https://blog.feierwerk.de/von-idomeni-ins-feierwerk-eine-ganz-besondere-rage-geschichte/" target="_blank" rel="noopener">Festivals 2018</a>.</em></p>
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		<title>„Muddy What?“: Bluesband des Jahres 2021 live in der Kranhalle</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/muddy-what/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 13:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="113" height="150" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-scaled.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-scaled.jpg 1920w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-225x300.jpg 225w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-768x1024.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-1152x1536.jpg 1152w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-1536x2048.jpg 1536w" sizes="(max-width: 113px) 100vw, 113px" />Bei der aktuellen Flut an Konzert-Absagen, träumen wir uns gern zurück in den vergangenen Oktober, als wir die Abende noch in vollen Hallen tanzend verbrachten. Dirk nimmt euch mit zu einem Rückblick auf das großartige Muddy What?&#8211; Konzert in der Kranhalle. Anfang Oktober wurde das fränkische Blues-Trio Muddy What? erst auf einer Blues-Challenge in Schleswig-Holstein [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="113" height="150" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-scaled.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-scaled.jpg 1920w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-225x300.jpg 225w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-768x1024.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-1152x1536.jpg 1152w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2022/02/Feierwerk_Muddy_What_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5-1-1536x2048.jpg 1536w" sizes="(max-width: 113px) 100vw, 113px" /><p style="text-align: left;"><span style="letter-spacing: -0.008em;">Bei der aktuellen Flut an Konzert-Absagen, träumen wir uns gern zurück in den vergangenen Oktober, als wir die <strong>Abende noch in vollen Hallen tanzend</strong> verbrachten. Dirk nimmt euch mit zu einem <strong>Rückblick auf das großartige </strong></span><strong><a style="letter-spacing: -0.008em;" href="http://muddywhat.de/" target="_blank" rel="noopener">Muddy What?</a></strong><span style="letter-spacing: -0.008em;"><strong>&#8211; Konzert</strong> in der <strong><a href="https://www.feierwerk.de/konzert-kulturprogramm/unsere-locations-hansastrasse/kranhalle/">Kranhalle</a>.</strong></span></p>
<p>Anfang Oktober wurde das <strong>fränkische Blues-Trio Muddy What?</strong> erst auf einer Blues-Challenge in Schleswig-Holstein zur <strong>besten deutschen Bluesband des Jahres</strong> gekürt. Wenige Tage später bewiesen die drei Vollbluesmusiker in der Kranhalle, warum sie von Blues-Expert*innen auch jenseits solcher Wettbewerbe<strong> euphorisch gefeiert</strong> werden.</p>
<h2>Beeindruckendes Schlagzeugsolo</h2>
<p>Da wäre zunächst einmal das<strong> technische Knowhow</strong>, mit welchem Schlagzeuger Michi Lang zum Beispiel sein die Band stützendes Rhythmusspiel immer wieder mit kleinen<strong> raffinierten Trommeleinlagen</strong> anreichert. Zudem lieferte er in der Kranhalle dann auch ein <strong>Schlagzeugsolo</strong>, das alle Rhythmuseinlagen – etwa das der englischen Bluesrock-Band Ten Years After auf dem legendären Woodstock-Festival – in den Schatten stellte. Falls jemand das nicht mitbekommen haben sollte: Weil während ihres Konzerts auf dem Woodstock-Festival 1969 der Strom ausfiel, überbrückte Ten Years After die Zwangspause mit einem Schlagzeugsolo, das so gut bei den Fans ankam, dass die Band noch auf heutigen Konzerten jenes Solo reproduzier<strong>t</strong>. Und das, obwohl gar kein Stromausfall mehr vorliegt. Aber zurück zu Muddy What?, deren <strong>Sound zwar vordergründig über das Saitenspiel der Geschwister Spang definiert</strong> sein dürfte. Trotzdem kann sich das <strong>Schlagzeug im Trio als gleichwertiges Instrument</strong> behaupten, das eben nicht nur den Rhythmus liefert.</p>
<p>Sänger und Gitarrist <strong>Fabian Spang</strong> <strong>begeistert mit seinem exzessiven, klagenden Gesang</strong>. Und es gibt die Leadgitarristin <strong><a href="http://inaspang.de/?page_id=241" target="_blank" rel="noopener">Ina Spang</a>,</strong> die vom <strong>eigenen Saitenspiel getrieben tänzelnd über die Bühne gleitet</strong>, wenn sie nicht gerade auf einem Barhocker sitzt, um hier auch eine Mandoline in ein Bluesinstrument zu verwandeln.</p>
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<h2><strong>Mandolinenvirtuosin und Gitarrengöttin</strong></h2>
<p>Dabei hatte ihr eine allzu strenge Mandolinenlehrerin dieses Instrument eigentlich schon fast vergällt. Ein deutlich inspirierenderer Gitarrenlehrer, der die Geschwister Spang auch in ihrer Bluesneugier unterstützt hatte, konnte aber zum Glück auch wieder Inas Interesse an der Mandoline wecken. Tatsächlich nämlich zählt gerade <strong>Inas Mandolinenspiel</strong> in der Bluesauslegung von Muddy What? zu dem, was einige Expert*innen als das <strong>Alleinstellungsmerkmal des Trios</strong> ansehen. Und in der Tat sieht man ja auf den einschlägigen Bühnen nur äußerst selten eine Mandolinenvirtuosin neben all den Gitarrengöttern glänzen. Wobei man<strong> Ina Spang sehr wohl auch zu den Gitarrengöttern</strong> <strong>zählen darf, bzw. zu den Gitarrengöttinnen.</strong></p>
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<p>Wenn sie zur <strong>musikalischen Vorlage</strong> des Bruders und des Drummers über die Saiten fingert und diese immer mal wieder dehnend und ziehend aufheulen und juchzen lässt, dann verschwindet förmlich erst die Spielerin im Instrument, und schließlich ihr Instrument in der Musik. Zurück bleibt ein Lächeln der Musikerin, das wie das antrainierte Lächeln einer Zirkusartistin die Anstrengungen ihres Vortrags zu kaschieren sucht. Kein aufgesetztes Lächeln wohlgemerkt. Eher eine höfliche Geste gegenüber dem Publikum, dem die Virtuosin für seine Aufmerksamkeit danken mag.</p>
<h2><strong>Klassiker im Blues-Gewand </strong></h2>
<p>Und tatsächlich schien das <strong>Publikum die Musik des Trios in der Kranhalle regelrecht zu atmen</strong>. „Mach jeden Song zu deinem Lieblingslied“, sang Fabian Spang auf Englisch, derweil seine Band tatsächlich auch diesen<strong> Song in ein Lieblingslied verwandelte</strong>. Eines, das einem irgendwie vertraut vorkam, bis endlich mehr der Text des Refrains als seine <strong>musikalische Aufbereitung</strong> den Song als einen<strong> alten Rolling Stones-Klassiker</strong> zu erkennen gab: „Shine A Light“ von der legendären Stones-Scheibe „Exile On Main Street“.  Doch wie auch Dylans „One More Cup Of Coffee“ ist der Stones-Song nur eine Vorlage, auf der Muddy What? ihren eigenen Song aufbauen.</p>
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<p>Und genau <strong>das macht den Blues bei Muddy What? so lebendig</strong>. Dass dieser hier nämlich nicht nostalgisch nachgezeichnet wird, und dass hier keine als Konzert getarnte Geschichtsvorlesung kulturelle Errungenschaften einer Vorzeit als bedeutende Initiatoren der heutigen Kultur behauptet wird. Entsprechend demonstrieren die Muddy What?- Fans in der Kranhalle auch weniger ihr Fachwissen, wie es bei manchem Bluesertreffen ja Sitte zu sein scheint. Nein, auf Muddy What?- Konzerten <strong>tanzt man lieber zum Blues</strong> und freut sich hin und wieder, wenn einem das eine oder andere Mal aufgeht, warum einem das tolle Stück, das die Band da so formvollendet zelebriert, die ganze Zeit so bekannt vorkam.</p>
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		<title>Klänge der Stadt, Radio, Computer &#038; mehr entdecken: die Medienangebote im Trafixx</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2021 11:59:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke.png" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke.png 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-300x200.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-1024x683.png 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-270x180.png 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-770x515.png 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Seit diesem Sommer freuen wir uns im Feierwerk Trafixx über spannende neue Medienangebote für Kinder und Jugendliche. Die hat Dirk mitgebracht – er ist der neue Medienpädagoge und gibt euch hier einen Einblick ins Programm und seine ersten Monate. Meine erste Woche mit neuen Medienangeboten im Trafixx „Die Idee ist gut, doch die Welt noch [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke.png" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke.png 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-300x200.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-1024x683.png 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-270x180.png 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/12/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Rolf_Boyke-770x515.png 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Seit diesem Sommer freuen wir uns im<strong> <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen/trafixx/">Feierwerk Trafixx</a></strong> über <strong>spannende neue Medienangebote für Kinder und Jugendliche.</strong> Die hat Dirk mitgebracht – er ist der neue <strong>Medienpädagoge</strong> und gibt euch hier einen Einblick ins <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen/trafixx/programm/gesamt/"><strong>Programm</strong></a> und seine ersten Monate.</p>
<h2><strong>Meine erste Woche mit neuen Medienangeboten im Trafixx</strong></h2>
<p>„Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit“, heißt es in einem Song der Rockband Tocotronic. Und irgendwie rückte jener Song wieder in mein Gedächtnis, als ich nun im Trafixx als neuer Medienpädagoge im Medienraum samt Aufnahmestudio saß und darauf wartete, dass endlich jemand kommen möge, der oder die die Möglichkeiten dieses Medienraums mit mir schöpfen würde. Ein kleines Programm hatte ich dazu immerhin auch schon ideenreich formuliert und veröffentlicht. Eine ganze Medienwoche sollte das Trafixx schließlich ein <strong>Paradies für Medieninteressierte</strong> sein. Aus einer <strong>persönlichen Leidenschaft für das Medium Radio</strong> heraus hatte ich dabei auch einige Radioangebote vorbereitet. Schließlich gibt es ja unser <strong>eigenes kleines Studio</strong>, und es gibt die Möglichkeit, dass <strong>besonders gelungene Audiobeiträge</strong>, die wir hier basteln können, auch von den Kolleginnen und Kollegen <strong>auf <a href="https://www.feierwerk.de/radio-feierwerk/">Radio Feierwerk</a> gesendet</strong> würden.</p>
<p style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-11785 size-cheerup-main" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Bearbeitet_Feierwerk_Trafixx_Medienwerkstatt_credit_MargareteMichalski-770x515.jpg" alt="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Feierwerk" width="770" height="515" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Bearbeitet_Feierwerk_Trafixx_Medienwerkstatt_credit_MargareteMichalski-770x515.jpg 770w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Bearbeitet_Feierwerk_Trafixx_Medienwerkstatt_credit_MargareteMichalski-270x180.jpg 270w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Doch statt Kinder und Jugendliche füllte in der Woche erst einmal nur eine drückende Hitze den Raum, die mich daran erinnerte, dass irgendwo da draußen gerade Sommer war, und dass ich als junger Mensch bei diesem Wetter auch nicht in eine Kinder- und Jugendfreizeitstätte gegangen wäre. Solche Tage gehören im Idealfall dem Schwimmbad. Naja, und dem Basketball, wie mich dann einige Mails und telefonische Anfragen wissen ließen: „Ist heute Basketball?“, hieß es beinahe unentwegt.</p>
<h2><strong>Unsere vielfältigen Medienangebote von Fotografie über Film und Radio bis hin zur Klangsafari</strong></h2>
<p>Für Basketball scheint die Welt also auch bei dieser Hitze bereit zu sein, dachte ich noch,  jenes Lied von Tocotronic summend, als dann doch gleich drei junge Menschen in den Medienraum eintraten. Ewig sei man hier nicht mehr gewesen, betonte sogleich der eine junge Mensch und spielte damit darauf an, dass wegen der Pandemie die Freizeitstätte ja weit über ein Jahr nicht regulär geöffnet war. Ja, sagte der andere junge Mensch, das müsse sich auch erst wieder rumsprechen, dass das Trafixx wieder ganz normal geöffnet sei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12075" style="letter-spacing: -0.112px;" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/2021_07_03_Feierwerk_Trafixx_O-h-r-tskunde_credits_Feierwerk-1.jpg" alt="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_O-h-r-tskunde_credits_Feierwerk" width="300" height="358" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/2021_07_03_Feierwerk_Trafixx_O-h-r-tskunde_credits_Feierwerk-1.jpg 709w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/2021_07_03_Feierwerk_Trafixx_O-h-r-tskunde_credits_Feierwerk-1-251x300.jpg 251w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>„Gibt es hier keine Klimaanlage?“, fragte sodann der dritte junge Mensch, und ich überlegte für einen Augenblick, ob das geöffnete Fenster als Klimaanlage durchgehen würde. Stattdessen bekannte ich: „Nein. Leider nicht.“ Soweit die schlechte Nachricht, schob ich hinterher, und nun zur guten: Wir könnten hier <strong>zusammen filmen, fotografieren, Radiobeiträge machen oder draußen Klänge der Stadt </strong>aufnehmen, um Geschichten über die Stadt mit Geräuschen zu erzählen – <strong>O-H-RTSKUNDE</strong> nennt sich das . Drei Augenpaare schauten mich ebenso interessiert wie ein wenig irritiert an. Okay, war vielleicht keine so gute Idee, ihnen gleich meinen ganzen Wochenplan zur Auswahl anzubieten.</p>
<h2><strong>Vom Computer …</strong></h2>
<p>„Können wir auch am Computer spielen?“, fragte der Klimaanlagen-interessierte Mensch. „Okay!“ sagte ich und augenblicklich kam wieder Leben in die drei Augenpaare, die die nächste Stunde gebannt vor den Bildschirmen verbrachten.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/11/Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Trafixx-5-1024x768.jpg" title="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Trafixx (5)" alt="Feierwerk_Trafixx_Medienangebote_credits_Trafixx (5)" /></div>
<p>Zwar konnte ich meine neuen Medienangebote nicht gleich am ersten Tag umsetzen, aber immerhin: die drei kamen am nächsten Tag wieder und seither auch wieder viele andere Kinder und Jugendliche. Oft sind es die Computerspiele, die für das erste Interesse sorgen und damit auch die Neugier am Umgang mit dem Computer generell wecken. Das fängt damit an: Wie starte ich einen Computer? Wo finde ich welche Programme darauf? Wie richte ich mir einen Account ein? Was macht ein gutes Passwort aus? Wie schütze ich mich im Internet?</p>
<h2><strong>… über die Kamera …</strong></h2>
<p>Nach dem ersten Eifer um die Computer kommt dann auch die Lust auf unsere vielen anderen Angebote: So haben sich die Kids zum Beispiel einen Fotoapparat geschnappt und sind damit <strong>rund ums  Trafixx gezogen, um das Fotografieren auszuprobieren.</strong> Oder Jugendliche haben sich <strong>beim Fußballspielen gefilmt,</strong> weil sie unser <strong>BasKIDball-Video</strong> so cool fanden. Das Video könnt ihr übrigens <strong><a href="https://blog.feierwerk.de/baskidball/">über diesen Link ganz unten im Blogbeitrag anschauen.</a> </strong>Drei Mädchen wollten dann einen kurzen <strong>Trickfilm basteln oder ein Hörspiel aufnehmen</strong>, was ich krankheitsbedingt erstmal verschieben musste, aber jetzt hoffentlich bald nachholen kann.</p>
<h2><strong>… zum Mikrofon und Studio-Aufnahmen</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12069" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk-Trafixx_Medienangebot_So-geht-Radio_credit-Feierwerk-3.jpg" alt="Feierwerk-Trafixx_Medienangebote_So-geht-Radio_credit-Feierwerk-(3)" width="300" height="400" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk-Trafixx_Medienangebot_So-geht-Radio_credit-Feierwerk-3.jpg 709w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk-Trafixx_Medienangebot_So-geht-Radio_credit-Feierwerk-3-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Außerdem haben einige Kids die <strong>Mikros und unser Studio </strong>für sich und ihre <strong>Gesangs- und Rap-Aufnahmen</strong> entdeckt. So lernen sie <strong>Aufnahmetechnik und Schnittprogramm.</strong></p>
<p>Irgendwann, so denke ich, werden wir mit dem Mikrofon nicht nur die eigene Gesangskunst dokumentieren, sondern auch auf<strong> O-H-RTSKUNDE</strong> gehen und markante Geräusche verschiedener Orte in München aufnehmen. Aus solchen Geräuschen ließe sich nämlich ein wunderbares <strong>Klangbild der Stadt entwerfen</strong>, das dann auch als Ratespiel funktionieren könnte. Und vielleicht werden sie sich auch ein wenig für diese wunderbare Klangwelt begeistern können, die mein Leben erst lebendig macht. Falls sie indes einen anderen Blick auf die Dinge haben, liegt es an mir, sie auch darin zu unterstützen und darauf freue ich mich.</p>
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		<title>Den Spaß am Basketball weitergeben – Louis startet als BasKIDball-Trainer im Trafixx</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2021 15:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Team Feierwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Basketball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Trafixx]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner.png" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Trafixx_BasKIDball" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner.png 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-300x225.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-1024x768.png 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-87x67.png 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Taktgenau wie ein Metronom hüpft der orange-braune Basketball auf den roten Kunststoffboden des Sportplatzes unserer Kinder- und Jugendfreizeitstätte Trafixx. Gedribbelt wird er von Louis Adler, der den Ball immer wieder zwischen seine Beine hüpfen lässt. Dann stoppt er kurz und wirft den Ball mit einer Treffsicherheit in den Basketballkorb, als würde es ihm schwerer fallen, [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner.png" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Trafixx_BasKIDball" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner.png 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-300x225.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-1024x768.png 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDballcWagner-87x67.png 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Taktgenau wie ein Metronom hüpft der orange-braune Basketball auf den roten Kunststoffboden des Sportplatzes unserer <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen/trafixx/ueber-uns/wir-stellen-uns-vor/"><strong>Kinder- und Jugendfreizeitstätte Trafixx</strong>.</a> Gedribbelt wird er von <strong>Louis Adler</strong>, der den Ball immer wieder zwischen seine Beine hüpfen lässt. Dann stoppt er kurz und wirft den Ball mit einer Treffsicherheit in den Basketballkorb, als würde es ihm schwerer fallen, daneben zu werfen. Das sei alles nur eine Frage der Wurftechnik, sagt Louis, der diese nun auch Jugendlichen und Kindern im Trafixx beibringen will &#8211; als neuer Trainer von <strong>BasKIDball.</strong></p>
<h2>Wie Louis an seine Leidenschaft herangewachsen ist</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-11809 size-medium" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_1cWagner-200x300.png" alt="Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_1" width="200" height="300" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_1cWagner-200x300.png 200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_1cWagner-683x1024.png 683w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_1cWagner.png 800w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />Schon in der Grundschule spielte der mittlerweile zwanzigjährige Trainer Basketball. „Der Basketball-Verein von Bayern München bot damals eine Basketball-AG in unserer Schule an. Da war ich in der dritten oder vierten Klasse“, sagt Louis, der sich danach in einem Basketballverein anmeldete, um auch außerhalb der Schule Körbe werfen zu können. Dass er bei den Basketballern immer zu den kleinsten Spielern gehörte, stört Louis nicht. „Vielleicht wachs ich ja noch durchs ständige Basketball spielen“, sagt er augenzwinkernd und behauptet, dass die Giraffen mit der Zeit ja auch längere Hälse bekommen hätten, um besser an ihr Futter zu kommen.</p>
<p>Zum Glück für Louis gibt es aber auch in einer Basketballmannschaft Positionen, wo auch die weniger großen Spieler*innen eine gute Figur machen. Und überhaupt <strong>kompensiert Louis seine für Basketballer eher kleinere Körpergröße im Spiel mit seiner Sprungkraft,</strong> die er entsprechend gut trainiert. Zudem nutzt er in seinem Verein auch ein zusätzliches Fitnessprogramm. Weil er nämlich seit einem Jahr als Coach die U16  seines Vereins trainiert, darf er im Gegenzug das besagte Fitnessprogramm kostenfrei nutzen. Das sei ihm aber nur ein weiterer Anreiz für den neuen Job gewesen, sagt Louis.</p>
<h2>Spaß ist das Wichtigste</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11816 size-medium" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_2cWagner-1-300x263.png" alt="Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_2" width="300" height="263" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_2cWagner-1-300x263.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_BasKIDball_2cWagner-1.png 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Im Vordergrund steht für ihn der Spaß, anderen das von ihm so geliebte Basketballspiel beizubringen. <strong>Denn Spaß sei für ihn überhaupt das Wichtigste.</strong> Das gilt auch für das Basketball-Spielen selbst. <strong>Alles andere würde dann schon wie von alleine kommen,</strong> sagt er:  „Die Wurftechnik, die Schrittfolgen und die Verteidigungsstrategien. Dass man mit dem Ball zum Beispiel nur zwei Schritte laufen darf, muss man als Anfänger erst einmal verinnerlichen. Und selbst dann passiert einem immer noch der eine oder andere Schrittfehler“.</p>
<h2>Streetball und Basketball für jede*n</h2>
<p>Immerhin laden immer mehr Basketballkörbe auf öffentlichen Spielplätzen zum Spiel ein. Früher gab es die ja nur in den US-amerikanischen Serien und Spielfilmen. Dass Basketball auch in der Hip Hop-Kultur vorkommt, könnte damit zu tun haben, dass auch in München immer häufiger auch jenseits vom Schul- und Vereinssport Basketball gespielt wird, meint Louis. <strong>Vor allem Streetball ist dabei eine beliebte Alternative zum richtigen Basketball.</strong> Erstens braucht man dazu nur einen Korb, und zweitens sind die Mannschaften hier kleiner. Statt fünf Spieler*innen pro Mannschaft spielen hier auch Dreier-Gruppen gegeneinander. Im Trafixx lernen Kinder und Jugendliche von Louis beide Varianten. „Vor allem geht es hier darum, Spaß am Spiel zu haben“, sagt Louis. <strong>Mitmachen darf dabei jede und jeder.</strong></p>
<h2>Das steckt hinter BasKIDball</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11820" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski.png" alt="Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski" width="1200" height="800" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski.png 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski-300x200.png 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski-1024x683.png 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Feierwerk_Trafixx_Jugentreff_Baskidball_credit_MargareteMichalski-270x180.png 270w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Ermöglicht wird das das kostenfreie Spielen für alle Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche durch die Unterstützung des <a href="https://baskidball.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>bundesweiten Projekts BasKIDball</strong> </a>unter der Schirmherrschaft der deutschen Basketball-Ikone Dirk Nowitzki. „Die Philosophie von BasKIDball begeisterte mich von Beginn an. <strong>Mittels Spiel und Sport werden Kindern und Jugendlichen quasi nebenbei soziale Kompetenzen vermittelt.</strong> Sie lernen Spaß an der Bewegung und an einem fairen Miteinander“, sagt Nowitzki in seinem Grußwort an das sportbezogene Kinder- und Jugendprojekt.</p>
<p>Seit 2019 ist dank unseres <strong>Trafixx</strong> auch München Teil dieses bundesweiten Projekts mit seinen <strong>bislang 20 Standorten</strong> wie zum Beispiel Düsseldorf, Hamburg, Berlin oder Dresden. Gestartet wurde BasKIDball 2007 in Bamberg. Dort überlegten der ehemalige deutsche Basketball-Nationalspieler Holger Geschwindner, der damalige Geschäftsführer des Sportvereins Brose Baskets Bamberg, Wolfgang Heyder,  und der damalige Geschäftsführer der Stadtbau GmbH Bamberg, Heinrich Kemmer, zusammen ein Konzept, das dann vom überregional anerkannten Jugendhilfeträger iSo – Innovative Sozialarbeit umgesetzt wurde. So schnell wie BasKIDball dann auch in anderen Orten Deutschlands angeboten wurde, sehen die Initiatoren das als Beleg dafür, wie sehr das Projekt den Zahn der Zeit trifft.</p>
<h2>Louis stellt sich vor</h2>
<p>Umso mehr freuen wir uns im Trafixx darüber, dass auch Louis Adler das Projekt hier ab Oktober als Trainer unterstützt. Einige Trainererfahrungen durfte er ja bereits in seinem Vereinsleben sammeln. Vorab stellt er sich aber selbst erst einmal in einem kurzen Video vor. Dafür wirft ihm der Kameramann den Ball zu. Und das ist gar nicht so einfach, weil seine Hände ja nicht ins Bild kommen sollen. Aber schaut selbst, ob ihr seine Hände noch entdeckt.</p>
<p>Wo und wann trainiert wird, erfahrt ihr in unserer <a href="https://www.feierwerk.de/kinder-jugend-familieneinrichtungen/trafixx/programm/gesamt/dv/?tx_search_collection%5Bcollection%5D=1357&amp;cHash=70c93b70fdff9714238225d0d880c982"><strong>Trafixx Programmübersicht.</strong></a></p>
<div style="width: 770px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-11799-1" width="770" height="433" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Baskidball_16-9.mp4?_=1" /><a href="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Baskidball_16-9.mp4">https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/10/Baskidball_16-9.mp4</a></video></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Laura Lee &#038; The Jettes: Feierwerk Konzert im Hof des Stadtmuseums</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2021 10:27:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Da Indoor-Konzerte im Corona-Sommer 2021 nur mit sehr beschränkter Platzkapazität stattfinden konnten, wurden in München einige Open-Air-Bühnen aufgebaut, die von verschiedenen Konzertveranstaltenden bespielt werden durften. So zum Beispiel im Hof des Stadtmuseums. Wir vom Feierwerk waren auch dabei, haben dem Regen getrotzt und einen wundervollen Abend mit Laura Lee &#38; The Jettes erlebt &#8211; hier [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-19-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p><span style="letter-spacing: -0.008em;">Da Indoor-Konzerte im Corona-Sommer 2021 nur mit sehr beschränkter Platzkapazität stattfinden konnten, wurden in München einige Open-Air-Bühnen aufgebaut, die von verschiedenen Konzertveranstaltenden bespielt werden durften. So zum Beispiel im Hof des Stadtmuseums. Wir vom Feierwerk waren auch dabei, haben dem Regen getrotzt und einen wundervollen Abend mit <a href="https://lauraleeandthejettes.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Laura Lee &amp; The Jettes</strong></a> erlebt &#8211; hier könnt ihr jetzt ganz im Trockenen nachlesen, wie die vier Musiker*innen begeistert haben. </span></p>
<p><span id="more-11581"></span></p>
<h2>Laura Lee begeistert als Frontfrau &#8211; Eilis Frawley am Schlagzeug</h2>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Dirk_Wagner-5.jpg" title="Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Dirk_Wagner-(5)" alt="" /></div>
<p><span style="letter-spacing: -0.008em;">Regenjacken wurden am Merchandise-Stand von Laura Lee &amp; The Jettes nicht feilgeboten. Auch hier hatte die übliche Konzert-Souvenir-Produktion für diesen Sommer am Markt vorbeiproduziert. Statt der typischen Band-T-Shirts hätte die heurige Open-Air-Saison nämlich aufgrund des Wetters durchaus ein paar Regenklamotten vertragen. Am Verkaufsstand von Laura Lees neuer Band  gab es aber immerhin umweltfreundliche Second-Hand-Band-T-Shirts. Das sind T-Shirts und andere Klamotten, die Second Hand eingekauft und mit dem Bandnamen bestickt wurden. </span></p>
<p><span style="letter-spacing: -0.008em;"> Dabei hätte man für die <strong>Jettes-Schlagzeugerin Eilis Frawley</strong> glatt noch eigene T-Shirts besticken lassen können. Neben der <strong>Frontfrau Laura Lee</strong>, die bereits als eine Hälfte des <strong><a href="http://www.gurrband.com/" target="_blank" rel="noopener">Indie-Pop-Duos Gurr</a></strong> gefeiert wurde, hat nämlich auch die australische Schlagzeugerin Eilis Frawley bereits eine eigene Fangemeinde jenseits des Berliner The Jettes-Projekts. Und die dürfte ohnehin demnächst wachsen, wenn Eilis Frawley in diesem Jahr noch ihr <strong>Solo-Album veröffentlicht</strong>. Schlagzeug und Spoken Word sowie einige Loops werden darauf zu hören sein. Mit dabei ihre jetzt schon gefeierte Komposition für Solo-Schlagzeug, Loops und einer Spoken-Wort-Zuspielung, <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=11naHvU5wo0" target="_blank" rel="noopener">„Intellectual Men“, die bereits auf YouTube zu goutieren ist.</a></strong></span></p>
<h2>Anheizende Band bei andauerndem Regen</h2>
<p>Nachdem die Schlagzeugerin Laura Lee in ihrer neuen Band The Jettes zur Gitarre gewechselt ist, sitzt nun Frawley an ihrer Stelle und spielt dort das Schlagzeug mehr aus dem Handgelenk als mit den Armen. Das ist nicht nur lässig anzusehen. <strong>Es treibt den Sound beinahe schon swingend</strong> <strong>an,</strong> ohne dabei aber in eine dieser Jazz-Töpfe zu purzeln.  Der Sound von Laura Lee &amp; The Jettes bleibt dabei <strong>angenehm „Indie“. </strong>So, wie ihn das Feierwerk-Publikum auch schon im <strong><a href="https://www.feierwerk.de/konzert-kulturprogramm/unsere-locations-hansastrasse/sunny-red/">Sunny Red</a></strong> live erleben durfte.  Vor allem in den ersten Stücken ihres diesjährigen München-Gigs gab sich die Band zudem <strong>sehr melancholisch, wurde dann aber zunehmend anheizend.</strong> Bis Laura Lee sogar die weiße Baskenmütze ob ihrer immer wilder werdenden Tanzbewegungen verlor.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-26-1024x768.jpg" title="Feierwerk_Blog_Musik_Laura_Lee_The_Jettes_Konzert_credits_Kornelius_Wagner-(26)" alt="" /></div>
<p>Als sie übrigens mit derselben Setliste einen Tag zuvor in Leipzig vor einem Metal-Publikum im Vorprogramm zu „Kadaver“  bestehen wollte, hätte sie die ruhigeren Stücke gleich ganz weggelassen, erklärte Laura Lee den Zuschauer*innen am 28. August im Hof des Münchner Stadtmuseums.  Die wiederum waren ja eigens für The Jettes gekommen und trotzten dafür sogar einem unangenehmen Dauerregen.</p>
<h2>Herausforderungen eines Open-Air-Konzerts im Corona-Regen-Sommer</h2>
<p>Umso glücklicher wähnten sich die Zuschauer*innen, die Sitzplätze hatten, die von sogenannten Sonnenschirmen auch vor dem Regen geschützt wurden. Und auch der Autor dieser Zeilen konnte sein Glück kaum fassen, als er und seine Begleitung tatsächlich unter einem solchen Schirm Platz nehmen durften. <strong>Mel und Tim vom <a href="https://www.curt.de/muenchen/" target="_blank" rel="noopener">Indie-Mag curt</a></strong> legten gerade <strong>einstimmende Musik</strong> aus ihren erlesenen Tonträger-Sammlungen auf. Das an der Bar angebotene Bio-Bier bestand gerade seinen Geschmackstest. Und selbst das Wetter deutete zum Konzertbeginn Besserung an. Da wurde dem Autor doch glatt der schützende Schirm entwendet. Er stünde zwischen der Tontechnikerin und der PA, hieß es, und dass er schallschluckend wirken würde. Nun heißt es zwar in altmodischen Erziehungsratgebern „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Im Leitfaden für modernes Klangerleben mag man jenen Spruch nun abwandeln in „Wer hören will, muss erst recht fühlen“. Zumindest den Regen bei einem Open-Air-Konzert. Und Open Air sind während der Pandemie wegen der Schutz-Auflagen die meisten Konzerte im Sommer.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/09/Feierwerk_Laura-Lee-and-the-Jettes_credits_Louisa-Lenz-1-1024x683.jpg" title="Feierwerk_Laura-Lee-and-the-Jettes_credits_Louisa-Lenz-(1)" alt="" /></div>
<h2>Vorfreude auf Debüt-Album von Laura Lee &amp; The Jettes</h2>
<p>Natürlich hielt das an jenem Samstagabend auch sichtbar Gäste ab. Zu kalt und zu nass waren schon die Wetterprognosen der letzten Tage. So gesehen pilgerten wahrscheinlich nur echte Fans in das vom Feierwerk veranstaltete Konzert auf der Sommerbühne am Münchner Stadtmuseum. Zumindest blieben einige Sitzplätz des bestuhlten Konzerts frei. Trotzdem dürften dort immer noch mehr Gäste gewesen sein, als zu den bisherigen Konzerten der Band etwa ins Sunny Red fanden. Wenn am 26.  November 2021 endlich das Debüt-Album der international besetzten Jettes erscheint, werden absehbar noch mehr Fans zu den Konzerten pilgern. Zumindest lässt das die Qualität der schon live vorgestellten Songs aus dem Album erahnen. Die, die dabei waren, werden darum später damit prahlen können, dass sie die Band schon im Sommer 2021 live erlebt hatten, und dass tatsächlich das gesamte Konzert über der Regen gestoppt hätte.</p>
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