Musik

Das Musikstudio im Feierwerk Trafixx bekommt ein Update

Im Laufe der letzten Jahre erfreuten sich das Musikstudio im Feierwerk Trafixx und die darin stattfindenden Angebote stetig wachsender Beliebtheit – ganz egal, ob “Schnupperstunde Musikstudio” oder die Instrumentenworkshops. Höchste Zeit also, etwas Zeit und Geld zu investieren, um das Studio fĂĽr die Besucher*innen noch optimaler zu gestalten.

Welche Überlegungen wir vor und während des Umbaus treffen mussten, erfährst du hier. Bestimmt ist auch die ein oder andere nützliche Info dabei, wenn jemand über das Einrichten eines Homestudios nachdenkt.

Irgendwo zwischen professionellem Studio und Homestudio

Wir wollten uns mit dem Tonstudio irgendwo zwischen einem professionellen (kommerziellen) Studio und einem Homestudio bewegen, um unseren Besucher*innen das bestmögliche Erlebnis zu bieten und immer noch nah am Setting eines Homestudios zu sein. Durch unsere Arbeit in den letzten Jahren mussten wir zum Glück nicht alles neu kaufen, sondern lediglich zukaufen. Wichtig war uns auch noch, weiterhin genügend Platz für die Instrumentenworkshops zu haben.

Was braucht das neue Musikstudio im Trafixx?

Wie können wir also vom Setting nah an einem Homestudio bleiben und trotzdem die Lücke zwischen Homestudio und professionellem Studio schließen? Die Antwort klingt erstmal einfach: Wir verzichten auf komplizierte und kostspielige Hardwarelösungen, wie zum Beispiel Compressor, Equalizer und Effekte, die meistens aus Kosten- und Platzgründen nicht in Homestudios zu finden sind und verlassen uns auf Softwarelösungen. Hier haben wir uns für eine bekannte DAW-Software in der Pro Version entschieden. Mit etwas Know-how ist damit alles von Recording bis Mastering möglich. Hier gibt es verschiedene erschwingliche Versionen, die je nachdem im Umfang etwas eingeschränkt sind, sodass für jeden Geldbeutel was dabei ist. Für die nötigen Hardwarekomponenten haben wir etwas mehr Geld in die Hand genommen.

Hier eine Auflistung mit Geräten, die in einem (Home-)Studio nicht fehlen sollten:

  • ein leistungsfähiger PC (v.a. Prozessor und Arbeitsspeicher)
  • ein Audiointerface
  • Nahfeldmonitore
  • gute Kopfhörer (geschlossene fĂĽr Aufnahmen mit Mikrofon, offene fĂĽr das Mixen)
  • Mikrofone
  • (Midi-)Controller fĂĽr diverse virtuelle Instrumente

Wer schon bei uns im Studio war, wird feststellen, dass noch das ein oder andere zusätzliche Gerät in den Racks zu finden ist – unter anderem ein Profiling Amp für die Aufnahme von Gitarren und Bass. Diese ermöglichen Flexibilität und gute Qualität, sind aber nicht zwingend für ein Homestudio nötig. Auch hierfür gibt es mittlerweile eine Vielzahl erschwinglicher und gut klingender Software Alternativen. In den meisten Homestudios wird bei Gesangsaufnahmen eher improvisiert: Decken, Matratzen oder ein ausgedienter Kleiderschrank können schon brauchbare Ergebnisse liefern. Wir haben uns trotzdem für eine professionelle Gesangskabine mit Lüftung entschieden.
Vor die größte Herausforderung stellte uns das Schlagzeug. Der Raum, in dem sich unser Musikstudio befindet, ist leider nicht geeignet, um ein akustisches Schlagzeug aufzunehmen. Daher waren wir gezwungen, einen Kompromiss einzugehen: ein hochwertiges E-Drum Set mit möglichst realistischem Feeling und empfindlichen Sensoren als Controller für ein erstklassiges Schlagzeug VST. Obwohl das für die meisten Schlagzeuger*innen erstmal befremdlich wirken mag, haben wir hier doch zwei Vorteile: die Sounds sind quasi „mixready“ und die eingespielte Midi Spur kann im Nachhinein noch einfach verändert, zum Beispiel quantisiert werden. Wer nicht auf ein „echtes“ Schlagzeug verzichten mag, hat mit etwas mehr Aufwand die Möglichkeit, das bei uns im Saal aufzunehmen.

Nach der Planung ist vor dem Umbau

Nachdem die Überlegungen abgeschlossen waren, machten wir uns ans Ausmessen des Raumes und an die Bestellungen. Die Zeit, bis das neue Equipment da war, nutzten wir, um den Raum auszuräumen. Von unserer selbstgebauten Gesangskabine verabschiedeten wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das Material setzen wir übrigens zu großen Teilen in unserer Werkstatt ein, zum Wegschmeißen wäre es zu schade gewesen. Schließlich musste noch der Pyramidenschaumstoff Platz machen für etwas hochwertigere Absorber und Diffusoren und schon konnte mit dem Auf- und Einbau begonnen werden!

Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Neugierig geworden, was du in unserem Studio alles machen kannst? Dann mach einen Termin aus und schau vorbei!

 

Jakob leitet seit Februar 2019 das Trafixx. Am liebsten beschäftigt er sich mit Musik. Im Trafixx kannst du mit ihm Songs aufnehmen und in die Studioarbeit schnuppern oder Gitarre lernen.

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