Musik

Laura Lee & The Jettes: Feierwerk Konzert im Hof des Stadtmuseums

Da Indoor-Konzerte im Corona-Sommer 2021 nur mit sehr beschrĂ€nkter PlatzkapazitĂ€t stattfinden konnten, wurden in MĂŒnchen einige Open-Air-BĂŒhnen aufgebaut, die von verschiedenen Konzertveranstaltenden bespielt werden durften. So zum Beispiel im Hof des Stadtmuseums. Wir vom Feierwerk waren auch dabei, haben dem Regen getrotzt und einen wundervollen Abend mit Laura Lee & The Jettes erlebt – hier könnt ihr jetzt ganz im Trockenen nachlesen, wie die vier Musiker*innen begeistert haben. 

Laura Lee begeistert als Frontfrau – Eilis Frawley am Schlagzeug

Regenjacken wurden am Merchandise-Stand von Laura Lee & The Jettes nicht feilgeboten. Auch hier hatte die ĂŒbliche Konzert-Souvenir-Produktion fĂŒr diesen Sommer am Markt vorbeiproduziert. Statt der typischen Band-T-Shirts hĂ€tte die heurige Open-Air-Saison nĂ€mlich aufgrund des Wetters durchaus ein paar Regenklamotten vertragen. Am Verkaufsstand von Laura Lees neuer Band  gab es aber immerhin umweltfreundliche Second-Hand-Band-T-Shirts. Das sind T-Shirts und andere Klamotten, die Second Hand eingekauft und mit dem Bandnamen bestickt wurden. 

Dabei hĂ€tte man fĂŒr die Jettes-Schlagzeugerin Eilis Frawley glatt noch eigene T-Shirts besticken lassen können. Neben der Frontfrau Laura Lee, die bereits als eine HĂ€lfte des Indie-Pop-Duos Gurr gefeiert wurde, hat nĂ€mlich auch die australische Schlagzeugerin Eilis Frawley bereits eine eigene Fangemeinde jenseits des Berliner The Jettes-Projekts. Und die dĂŒrfte ohnehin demnĂ€chst wachsen, wenn Eilis Frawley in diesem Jahr noch ihr Solo-Album veröffentlicht. Schlagzeug und Spoken Word sowie einige Loops werden darauf zu hören sein. Mit dabei ihre jetzt schon gefeierte Komposition fĂŒr Solo-Schlagzeug, Loops und einer Spoken-Wort-Zuspielung, „Intellectual Men“, die bereits auf YouTube zu goutieren ist.

Anheizende Band bei andauerndem Regen

Nachdem die Schlagzeugerin Laura Lee in ihrer neuen Band The Jettes zur Gitarre gewechselt ist, sitzt nun Frawley an ihrer Stelle und spielt dort das Schlagzeug mehr aus dem Handgelenk als mit den Armen. Das ist nicht nur lĂ€ssig anzusehen. Es treibt den Sound beinahe schon swingend an, ohne dabei aber in eine dieser Jazz-Töpfe zu purzeln.  Der Sound von Laura Lee & The Jettes bleibt dabei angenehm „Indie“. So, wie ihn das Feierwerk-Publikum auch schon im Sunny Red live erleben durfte.  Vor allem in den ersten StĂŒcken ihres diesjĂ€hrigen MĂŒnchen-Gigs gab sich die Band zudem sehr melancholisch, wurde dann aber zunehmend anheizend. Bis Laura Lee sogar die weiße BaskenmĂŒtze ob ihrer immer wilder werdenden Tanzbewegungen verlor.

Als sie ĂŒbrigens mit derselben Setliste einen Tag zuvor in Leipzig vor einem Metal-Publikum im Vorprogramm zu „Kadaver“  bestehen wollte, hĂ€tte sie die ruhigeren StĂŒcke gleich ganz weggelassen, erklĂ€rte Laura Lee den Zuschauer*innen am 28. August im Hof des MĂŒnchner Stadtmuseums.  Die wiederum waren ja eigens fĂŒr The Jettes gekommen und trotzten dafĂŒr sogar einem unangenehmen Dauerregen.

Herausforderungen eines Open-Air-Konzerts im Corona-Regen-Sommer

Umso glĂŒcklicher wĂ€hnten sich die Zuschauer*innen, die SitzplĂ€tze hatten, die von sogenannten Sonnenschirmen auch vor dem Regen geschĂŒtzt wurden. Und auch der Autor dieser Zeilen konnte sein GlĂŒck kaum fassen, als er und seine Begleitung tatsĂ€chlich unter einem solchen Schirm Platz nehmen durften. Mel und Tim vom Indie-Mag curt legten gerade einstimmende Musik aus ihren erlesenen TontrĂ€ger-Sammlungen auf. Das an der Bar angebotene Bio-Bier bestand gerade seinen Geschmackstest. Und selbst das Wetter deutete zum Konzertbeginn Besserung an. Da wurde dem Autor doch glatt der schĂŒtzende Schirm entwendet. Er stĂŒnde zwischen der Tontechnikerin und der PA, hieß es, und dass er schallschluckend wirken wĂŒrde. Nun heißt es zwar in altmodischen Erziehungsratgebern „Wer nicht hören will, muss fĂŒhlen“. Im Leitfaden fĂŒr modernes Klangerleben mag man jenen Spruch nun abwandeln in „Wer hören will, muss erst recht fĂŒhlen“. Zumindest den Regen bei einem Open-Air-Konzert. Und Open Air sind wĂ€hrend der Pandemie wegen der Schutz-Auflagen die meisten Konzerte im Sommer.

Vorfreude auf DebĂŒt-Album von Laura Lee & The Jettes

NatĂŒrlich hielt das an jenem Samstagabend auch sichtbar GĂ€ste ab. Zu kalt und zu nass waren schon die Wetterprognosen der letzten Tage. So gesehen pilgerten wahrscheinlich nur echte Fans in das vom Feierwerk veranstaltete Konzert auf der SommerbĂŒhne am MĂŒnchner Stadtmuseum. Zumindest blieben einige SitzplĂ€tz des bestuhlten Konzerts frei. Trotzdem dĂŒrften dort immer noch mehr GĂ€ste gewesen sein, als zu den bisherigen Konzerten der Band etwa ins Sunny Red fanden. Wenn am 26.  November 2021 endlich das DebĂŒt-Album der international besetzten Jettes erscheint, werden absehbar noch mehr Fans zu den Konzerten pilgern. Zumindest lĂ€sst das die QualitĂ€t der schon live vorgestellten Songs aus dem Album erahnen. Die, die dabei waren, werden darum spĂ€ter damit prahlen können, dass sie die Band schon im Sommer 2021 live erlebt hatten, und dass tatsĂ€chlich das gesamte Konzert ĂŒber der Regen gestoppt hĂ€tte.

Dirk Wagners Lieblingsfarbe ist bunt und seine Welt ist Klang. Und genau darum zĂ€hlt der passionierte KonzertgĂ€nger auch das Feierwerk zu seinen Liebelingsorten in seinem Lieblingsort MĂŒnchen. Weil das Feierwerk aber nicht nur KonzertbĂŒhne, Ausstellung und Vortragsraum ist, sondern auch Kinder- und Jugendeinrichtungen in MĂŒnchen betreibt, konnte der Stammgast Dirk endlich auch Mitglied der Feierwerk-Familie werden: als MedienpĂ€dagoge arbeitet er nĂ€mlich seit Juni 2021 in der vom Feierwerk betriebenen Kinder- und Jugendeinrichtung Trafixx. Wobei, Familienmitglied des Feierwerks war er ja eigentlich schon immer irgendwie


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