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	<title>Bob Laessig &#8211; Feierwerk Blog</title>
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	<description>Werft einen Blick hinter die Kulissen, lest Erfahrungsberichte und entdeckt die bunte Vielfalt und große Bandbreite des Feierwerk e.V.!</description>
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		<title>Musiker*innen brauchen Räume: Der lange Weg zum Feierwerk AMP</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 14:50:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Proberauzentrum Historie Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-768x512.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-175x117.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-450x300.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-1170x780.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-270x180.jpg 270w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Nach langem Kampf um Mittel, Räumlichkeiten etc. geht im Mai 2026 in der Adi-Maislinger-Straße 18 – nur wenige Schritte vom Feierwerk entfernt – das Feierwerk AMP in Betrieb. Der erste Teil dieser Geschichte führt zurück in die 1980er- und 1990er-Jahre. Er zeigt, wie versucht wurde, das Thema Übungsraumnot in die Öffentlichkeit zu bringen, Unterstützung in [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Proberauzentrum Historie Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-768x512.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-175x117.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-450x300.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-1170x780.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/01_Illustration-270x180.jpg 270w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Nach langem Kampf um Mittel, Räumlichkeiten etc. geht im Mai 2026 in der Adi-Maislinger-Straße 18 – nur wenige Schritte vom Feierwerk entfernt – das <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/amp-proberaeume/allgemeines">Feierwerk AMP</a> in Betrieb. Der erste Teil dieser Geschichte führt zurück in die 1980er- und 1990er-Jahre. Er zeigt, wie versucht wurde, das Thema Übungsraumnot in die Öffentlichkeit zu bringen, Unterstützung in der Verwaltung und Politik zu gewinnen und mit dem Modellprojekt „Übungs-Studio“ einen möglichen Lösungsweg aufzuzeigen.</p>
<h2><strong>1000 Münchner Musiker brauchen Übungsräume!</strong></h2>
<p>„<em>Herbst 1983: aus über 100 Bewerbungen um einen Übungsraum wurden 32 Münchner Bands ausgelost. Sie bezogen Räume auf dem Gelände der sogenannten &#8222;Kulturkaserne&#8220; (Dachauerstraße 128), vermittelt durch die Stadt.</em>“ (Quelle: Klappentext des LP-Samplers „Die Stadt informiert“, 1985)</p>
<p>Ab Juli 1985 übernahm das Feierwerk im Auftrag des Jugendkulturwerks die organisatorische Betreuung der Proberäume in der sogenannten „Baracke 28”. Bei den regelmäßigen Treffen der Nutzer*innen stand die Frage im Mittelpunkt, wie es weitergehen würde, wenn das Gebäude – von vornherein eine provisorische Lösung – abgerissen würde. Die Situation verschärfte sich noch, als bekannt wurde, dass auch das größere Proberaumzentrum in der Kirchenstraße kurzfristig abgerissen werden sollte. 1987 war dort endgültig Schluss. Gleichzeitig ließ eine Liste des Kulturreferats ahnen, wie groß der Bedarf tatsächlich war: Zahlreiche weitere Bands suchten händeringend nach geeigneten Proberäumen, doch es gab kaum Ersatz.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-15792 alignleft" style="letter-spacing: -0.128px;" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk-300x244.jpg" alt="" width="205" height="167" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk-300x244.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk-768x625.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk-175x143.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk-450x366.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Fragebogen_1986_c_Feierwerk.jpg 846w" sizes="(max-width: 205px) 100vw, 205px" /></p>
<p>Um die Bands zu unterstützen und den zuständigen Stellen Datenmaterial vorlegen zu können, startete das Feierwerk im Oktober 1986 eine Umfrage. Diese ergab, dass mindestens 200 Bands Räume suchten. Wenn diese dann auch noch trocken, einbruchssicher, schallisoliert, beheizbar und mit ausreichend Strom ausgestattet wären, so der Tenor der Rückmeldungen, wäre dies das Höchste der Gefühle.</p>
<h2><strong>Öffentliches Üben: Der Aufstand der Münchner Bands</strong></h2>
<figure id="attachment_15797" aria-describedby="caption-attachment-15797" style="width: 318px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-15797" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-300x203.jpg" alt="" width="318" height="215" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-300x203.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-1024x694.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-768x521.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-1536x1042.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-2048x1389.jpg 2048w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-175x119.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-450x305.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2026/05/Uebungsraumaktion_Podiumsdiskussion_1987_c_Feierwerk-1170x794.jpg 1170w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /><figcaption id="caption-attachment-15797" class="wp-caption-text">Podiumsdiskussion. V.l.: Heiner Schmittner, Annelie Knoblauch, Wolfgang Stegers, Alfred Lottmann, N.N.</figcaption></figure>
<p>So war der Bericht über das „Öffentliche Üben“ am Samstag, dem 3.10.1987, auf dem Münchner Marienplatz in der SZ „Popcorner“ überschrieben. Anfang des Jahres hatte der Autor Wolfgang Stegers eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen von Münchner Stadtratsfraktionen, des JugendKulturWerks, des Kulturreferats und betroffenen Musiker*innen moderiert. Es war eine der Diskussionen, bei denen sich die Verantwortlichen – wie man so schön sagt – sachkundig gemacht und einiges versprochen hatten. Die Veranstaltung gab den Anstoß für zwei Anträge im Stadtrat, städtische Räume für Bands zur Verfügung zu stellen bzw. Mietzuschüsse zu gewähren. Diese wurden an die zuständigen Fachreferate weitergeleitet, blieben jedoch ohne Folgen.</p>
<blockquote><p>„<em>Erhalten, stärken und neu schaffen: Kulturorte, Spielstätten und Arbeitsräume sind für Kultur- und Kreativschaffende essenziell</em>“<br />
(Titel eines Panels beim Dialog Pop 2024)</p></blockquote>
<p>So reifte im Laufe des Jahres im Feierwerk der Plan, lautstark vor das Münchner Rathaus zu ziehen, um eine breitere Öffentlichkeit auf die katastrophale Situation vieler Bands aufmerksam zu machen. Das hatte München noch nicht gesehen: Kaum war am Samstag, dem 3. Oktober 1987, der letzte Hahnenschrei des Glockenspiels auf dem Rathausturm verklungen, begannen fünf Münchner Nachwuchsbands mit ihren „öffentlichen Proben“. Es wurden Infotafeln aufgestellt und Unterschriftenlisten ausgelegt. Politiker verlasen Statements, Stelzenläufer verteilten Flugblätter und die von der Musik quer durch alle Altersgruppen begeisterten Passanten wurden zum abendlichen Konzert der beteiligten Bands in die Hansa 39 eingeladen.</p>
<h2><strong>Erste Hilfe in der Proberaum-Misere: Das „Übungs-Studio“-Konzept</strong></h2>
<p>Der Auftrag des Stadtrates, zusätzliche Proberäume zu schaffen, blieb Papier. Nichts Konstruktives wurde auf den Weg gebracht. Eineinhalb Jahre später, am 1. April 1989, standen wieder fünf Bands vor dem Rathaus. Im „Fluchblatt“ zur zweiten Proberaumaktion hieß es: „<em>Die Übungsraum-Misere ist den Behörden seit Jahren bekannt, trotz engagierter Unterstützung durch das Stadtjugendamt bleiben sowohl Hinweise auf das Problem als auch Lösungsvorschläge in den verschiedenen Behörden hängen.</em>“ Die Aktion erzeugte ein gewisses Echo in den Medien, die sich darüber freuten, dass sich Franz Forchheimer (CSU), Irmgard Mager (SPD) sowie ein Stadtrat der Grünen auf der Bühne öffentlich auf die Seite der Musiker stellten.</p>
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<p>Das Feierwerk erhoffte sich von der Aktion auch einen Schub für die Realisierung des Modellprojekts „Übungs-Studio“. Dieses sollte exemplarisch im ehemaligen „Ölkeller“ entstehen, also dort, wo sich heute die Toiletten zwischen Hansa 39 und Kranhalle befinden. Mit relativ geringem Aufwand sollte das Projekt „Erste Hilfe&#8220; bei der Proberaummisere leisten. Das Nutzungskonzept sah einen nahezu vollständig mit Equipment ausgestatteten Raum vor. Insbesondere junge Musiker*innen sollten den Raum für Übungszeiten von je drei Stunden zu einem für sie erschwinglichen Preis nutzen können. Außerdem waren ein als Studio geeigneter Raum ohne Equipment sowie ein Aufnahmeraum, beispielsweise für die Produktion von Demokassetten, geplant.</p>
<h2><strong>Exkurs: Best-Practice-Ansätze</strong></h2>
<p>Im November 1993 beleuchtete eine von Kulturreferent Siegfried Hummel angeregte Fachtagung in der Pasinger Fabrik verschiedene Aspekte der Förderung urbaner Popkultur. Dabei wurden auch einige Best-Practice-Ansätze zur Schaffung von Proberäumen vorgestellt.</p>
<p>Irmgard Tennagels, seit 1990 „Referentin für Popularmusik“ im Amt für Wissenschaft und Kunst, berichtete von den beeindruckenden Dimensionen der „Musikbunker“ in Frankfurt. In sieben Bunkern mit insgesamt 120 Räumen probten Anfang der 90er Jahre rund 300 Musikgruppen. Um die Bunker vor dem Verkauf durch den Eigentümer, das Bundesverwaltungsamt, zu retten, lehnte sich die Kommune finanziell weit aus dem Fenster. Sie erwarb die Bunker, stellte Mittel für die Sanierung bereit und überließ sie der Musikszene mit langfristigen Mietverträgen. Dies war das Ergebnis eines zähen Ringens, bei dem vor allem das Frankfurter Kulturamt eine wesentliche Rolle spielte und von Anfang an die Mobilisierung und Vernetzung der Musik- und Kulturszene forcierte. Eine <a href="https://virusmusik.de/magazin/wp-content/uploads/2026/01/01-Die-Bunkerbrosch%C3%BCre-2026-aktuell.pdf">Broschüre</a> der Frankfurter „Bunkervereine“ gibt übrigens einen aufschlussreichen Überblick über den aktuellen Stand des Projekts.</p>
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<p>Auch in Hannover war die Immobiliensituation aus Münchner Sicht relativ beneidenswert. Ein massives Problem war allerdings, dass die örtliche Musiker*innen-Initiative seit 1972 in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt in 20 Jahren lediglich einmal 25 Proberäume in drei Bunkern ausgebaut hatte. Öffentliche Mittel flossen nur spärlich. So langsam ging es voran, weil sich die Musiker*innen = Vereinsmitglieder immer wieder Billigstmieten von drei Mark pro Quadratmeter genehmigten. „<em>Das wenige Geld wurde buchstäblich verjuxt, weil keine nennenswerten Einnahmen aus der Vermietung erzielt wurden</em>&#8222;, kommentierte das Holger Maack vom Musikzentrum Hannover.</p>
<h2>Großes Proberaumzentrum: Hannover machte es vor</h2>
<p>Für einen Weg der investiven Verwendung öffentlicher Mittel entschieden sich 1993 der „Bandclub e.V.&#8220;, die „Jazzmusikerinitiative&#8220; und die „L.A.G. Rock in Niedersachsen mit der Gründung der Musikzentrum Hannover gGmbH. Man ging davon aus, dass sich die Umbaukosten in Höhe von 200.000 bis 300.000 Mark für ein größeres Objekt prinzipiell durch Proberaummieten auf mittlerem Preisniveau – zwischen reiner Subventionsmiete und „Marktpreis“ – wieder erwirtschaften lassen, wenn ein hinreichend preiswertes Gebäude (z. B. ein Bunker in öffentlicher Hand) zur Verfügung steht und eine günstige Mischfinanzierung gewährleistet ist. Die gemeinnützige GmbH begann sofort mit dem Ausbau von 26 Proberäumen in einem 800 m<sup>2</sup> großen Bunker. Über einen Zeitraum von vier Jahren stellte das Kulturamt rund 120.000 Mark zur Verfügung. Die erste Rate in Höhe von 30.000 DM wurde für den Kauf von Baumaterial verwendet. Zudem lieh sich das Musikzentrum weitere 20.000 Mark von der Bank. Sechs arbeitslose Handwerker erledigten im Rahmen einer „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme“ die Knochenarbeit am Bau. Im Jahr 1995 erwirtschaftete das Musikzentrum mit verschiedenen Leistungen 53 Prozent seines Jahresbudgets selbst.</p>
<p>Auf der <a href="https://musikzentrum-hannover.de/ueber-uns/angebote/uebungsraeume/"><strong>Website</strong></a> des MusikZentrums heißt es derzeit: „<em>In sieben verschiedenen Gebäuden (fünf ehemaligen Luftschutzbunkern und zwei ehemaligen öffentlichen Toilettenanlagen) stellen wir in Hannover 59 Proberäume zwischen 8 und 47 Quadratmetern zur Verfügung.</em>“ Insgesamt sorgen das MusikZentrum, die Deutsche Rockmusik Stiftung und das Rockbüro mit ihren über ca. 150 Proberäumen für einen Großteil der essenziellen Infrastruktur für professionelle und Hobby-Musiker*innen.</p>
<h2><strong>Fazit: Was lief in anderen Städten besser?</strong></h2>
<p>In diesen Fällen hat es geholfen, dass der politische Wille auch von ganz oben vorhanden war, dass dazu Menschen in der Verwaltung das Thema kompetent, engagiert und durchsetzungsstark zu ihrem Ding gemacht haben, und dass jenseits der reinen Abhängigkeit von öffentlichen Geldern und über die Vereinsblase hinaus gedacht wurde. Nicht fehlen dürfen eine Menge Humanpower, strategischer Instinkt, Energie und Druck aus der Musiker*innen- und Kulturszene, wie ein paar ausgeschlafene Hamburger Jungs erzählten. Die Selbsthilfeinitiative mit dem schmucken Vereinsnamen „Musizierende Toiletten e.V.“ hatte ihr Projekt recht unprätentiös, aber auch hartnäckig durchgesetzt. „<em>Behörden wurden mit Anträgen überhäuft, Ämter gelöchert und genervt. Budgets wurden geplündert, Politiker*innen umgarnt und ohne Ende Öffentlichkeit hergestellt</em>“, erzählt PR-Stratege Oliver Camp.</p>
<p>Und was ist mit dem Münchner „Übungs-Studio“? Feierwerk hatte gehofft, beim Umbau einen erheblichen Eigenanteil leisten zu können. Eine befreundete Baufirma hätte sehr günstig Maschinen zur Verfügung gestellt und zusammen mit einem Architekten die fachgerechte Ausführung der Arbeiten garantiert. Zudem wären viele Musiker*innen bereit gewesen, beim Schaufeln und Mauern mitzuhelfen. Die Gesamtkosten inklusive Ausstattung wären bei 50.000 bis 70.000 Mark gelegen. Das Stadtjugendamt und die Branddirektion waren mit den Plänen und dem Kostenvoranschlag einverstanden. Das Baureferat legte jedoch sein Veto ein, da die Eigenleistungen „nicht den Regeln der Baukunst“ entsprächen, und rechnete mit Kosten von mindestens 175.000 Mark für einen fachgerechten Ausbau inklusive Sanierung unter seiner Federführung. Im November 1991 nannte die SZ dafür bereits eine Summe von 375.000 Mark.  Aufgrund der gegenwärtigen Haushaltslage der Stadt kam das natürlich nicht infrage.</p>
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<p>Zumindest in den 2010er Jahren konnte das Nutzungskonzept in drei Einrichtungen des Feierwerks umgesetzt werden. Seit Herbst 2012 ist der Bandübungsraum unter dem Orangehouse mit einer kompletten Backline ausgestattet. Bands können dort 2,5 Stunden pro Woche proben. In der Feierwerk Südpolstation stehen seit 2015 und in der Feierwerk Funkstation seit 2017 jeweils zwei ausgestattete Proberäume zur Verfügung.</p>
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		<title>Feierwerk Fachstelle Pop: Wichtiger Support für Münchens Popmusikszenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2024 12:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="103" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Popmusik-Hearing" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2.jpg 736w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-300x207.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-175x121.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-450x310.jpg 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Seit 15 Jahren stärkt die Feierwerk Fachstelle Pop Münchens Popkultur durch Serviceangebote, Förderprogramme und diverse Diskursformate. Wie alles begann, was heute schon getan wird und wo Herausforderungen warten &#8211; ein Überblick. „Pop statt Peanuts“ lautete der Titel einer umfangreichen Artikelserie in der „Süddeutschen Zeitung“ und einer Podiumsdiskussion zum Stand der Popkultur in München, die Anfang [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="103" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Popmusik-Hearing" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2.jpg 736w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-300x207.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-175x121.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Popmusikhearing-Ausschnitt2-450x310.jpg 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Seit 15 Jahren stärkt die Feierwerk Fachstelle Pop Münchens Popkultur durch Serviceangebote, Förderprogramme und diverse Diskursformate. Wie alles begann, was heute schon getan wird und wo Herausforderungen warten &#8211; ein Überblick.</p>
<p>„Pop statt Peanuts“ lautete der Titel einer umfangreichen Artikelserie in der „Süddeutschen Zeitung“ und einer Podiumsdiskussion zum Stand der <strong>Popkultur in München</strong>, die Anfang Juli 2008 im SZ-Zelt auf dem Sommer-Tollwood stattfand. Eingeladen waren der seit 2007 amtierende Kulturreferent Hans-Georg Küppers sowie „Trikont“-Chef Joachim Bergmann, Thomas Lindner (Sänger der Band „Schandmaul“), Bernd Schweinar (Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen), David Süß vom „Harry Klein“ und die Frontfrau der Band „candelilla“ Mira Mann.</p>
<h2><strong>&#8222;Die Bands brauchen eine szenenahe Anlaufstelle&#8220;</strong></h2>
<p>Unter reger Beteiligung der im Publikum zahlreich vertretenen Szene wurden eine ganze Reihe von Knackpunkten artikuliert. Die Themen reichten vom Dauerbrenner mangelnder Infrastruktur an Proberäumen und Auftrittsmöglichkeiten über fehlende administrative Hilfestellung und Investitionen in Popkultur und Kreativwirtschaft bis hin zur Kritik an der Orientierung an Großprojekten und &#8211; damit verbunden &#8211; der „traditionellen Geringschätzung schwer konsumierbarer Minderheitengenres im öffentlichen Diskurs“. Die Veranstaltung transportierte die <strong>Probleme und Anliegen der Münchner Popkulturszenen</strong> erstmals umfassend und prominent in die Öffentlichkeit und markierte gewissermaßen den Kick Off für die <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop" target="_blank" rel="noopener"><strong>Feierwerk Fachstelle Pop</strong></a>.</p>
<figure id="attachment_15087" aria-describedby="caption-attachment-15087" style="width: 770px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-15087 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-1024x512.jpg" alt="Vielfältige Themen: Das Expert*innen-Netzwerk der Feierwerk Fachstelle Pop" width="770" height="385" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-1024x512.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-300x150.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-1536x768.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-175x88.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-450x225.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-1170x585.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot-768x384.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Expert_innen_Netzwerk_Screenshot.jpg 1890w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption id="caption-attachment-15087" class="wp-caption-text">Vielfältige Themen: Das Expert*innen-Netzwerk der Feierwerk Fachstelle Pop</figcaption></figure>
<p>„Die Bands brauchen mehr Proberäume und eine szenenahe Anlaufstelle, die in praktischen Fragen hilft“, zitierte die SZ ein Statement des Kulturreferenten bei der Veranstaltung. Ein halbes Jahr später, am 22.01.2009, beschloss der Kulturausschuss unter dem Titel „Freie Kunst- und Kulturszene in München stärken“, dass die „Aktivitäten des Feierwerk“ vom Kulturreferat mit jährlich 40.000 Euro unterstützt werden. Damit konnte die Fachstelle Pop als <strong>Anlaufstelle zur Förderung, Vernetzung und Interessenvertretung der popkulturellen Szenen in München</strong> ihre Arbeit aufnehmen.</p>
<h2><strong>Dialog mit allen Beteiligten: Infopool, Service und Support</strong></h2>
<p>Von Anfang an stand der intensive Dialog mit den Akteur*innen des Popgeschehens in der Stadt im Mittelpunkt. In Beratungsgesprächen mit Musiker*innen, bei Kontakten zu Aus- und Fortbildungseinrichtungen, Besuchen bei gewerblichen und gemeinnützigen Anbieter*innen von Proberäumen, Plattenläden, Music Shops, Studios, Musikschulen und Ausbildungseinrichtungen, im Austausch mit Labelbetreiber*innen und Start-Up-Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und in der Kommunikation mit der Münchner Kreativszene wurden kontinuierlich Fakten zusammengetragen. Die Feierwerk Fachstelle Pop sammelte Informationen über neue Ideen, gelungene Experimente, aber auch Sorgen und Nöte, ermittelte Bedarfe und spiegelte diese an Verwaltung und Politik, gab Empfehlungen und Anregungen.</p>
<p>Daraus entwickelte die Feierwerk Fachstelle Pop einen <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/service-support/info-pool" target="_blank" rel="noopener"><strong>Infopool</strong></a> und ein <strong>breites Service- und Unterstützungsangebot</strong> wie Sprechstunden und Beratungen, das zur Professionalisierung beiträgt. Ein <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/service-support/beratung-expertinnen-netzwerk" target="_blank" rel="noopener">Expert*innen-Netzwerk</a> (in Kooperation mit dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft) deckt eine umfangreiche Palette an Themen ab.</p>
<h2><strong>Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene: Workshops und Förderprogramme </strong></h2>
<p>Die Beratungsangebote und Einzelcoachings wurden durch Workshops in Kooperation mit dem VPBy (Verband für Popkultur in Bayern) ergänzt. Niederschwellige Einstiegshilfen für junge Bands bieten Basisworkshops zu Themen wie Soundcheck, Bühnenpräsentation, Marketing, Booking, Einführung ins Musikbusiness. Fortgeschrittene finden Antworten auf speziellere Fragen, z.B. zur Optimierung des Bühnensounds, zum Online-Marketing, zu medienrechtlichen Problemen oder zur Planung einer Albumveröffentlichung.</p>
<figure id="attachment_15089" aria-describedby="caption-attachment-15089" style="width: 770px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15089 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-1024x512.jpg" alt="Weiterbildung &amp; Vernetzung: Workshops zu unterschiedlichen Themen helfen Einsteiger*innen und Profis" width="770" height="385" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-1024x512.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-300x150.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-1536x768.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-175x88.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-450x225.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-1170x585.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops-768x384.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Workshops.jpg 1890w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption id="caption-attachment-15089" class="wp-caption-text">Weiterbildung &amp; Vernetzung: Workshops zu unterschiedlichen Themen helfen Einsteiger*innen und Profis</figcaption></figure>
<p>Die Workshop-Angebote sind auch ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung des „Sprungbrett“-Bandwettbewerbs. Ziel ist es, dessen Fördergedanken auszubauen und den Wettbewerbscharakter zu reduzieren. Seit 2021 ist das „<strong>Bandcamp</strong>“ das Herzstück des <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/workshops-veranstaltungen/sprungbrett-foerderprogramm" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sprungbrett-Förderprogramms</strong></a>. Das intensive Wochenende im Sommer bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Theorie und Praxis, inspirierenden Workshops, Q&amp;A-Sessions und praxisnahen Coachings. Expert*innen teilen Insights und Know-how über das Musikbusiness, vermitteln Basics und geben konkrete Tipps. Genauso wichtig ist das Gemeinschaftsgefühl, das hier entsteht, die gegenseitige Unterstützung und Vernetzung sowohl zwischen den Bands als auch mit den Workshop-Dozent*innen.</p>
<p>In zwei Liveshows im September zeigen dann acht Münchner Acts, was die Newcomer*innen-Szene musikalisch zu bieten hat. Durch Publikums- und Juryvoting ermittelt, erhalten vier der acht Acts – dank der Förderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München – eine einmalige finanzielle Unterstützung zur künstlerischen Weiterentwicklung (in Höhe von 1.500 Euro) und spielen gemeinsam die große Abschluss-Show im Dezember.</p>
<h2><strong>Munich Music Booster: Förderung für die Münchner Musikszene</strong></h2>
<p>Eine weitere Unterstützung <span style="letter-spacing: -0.008em;">können Acts in Form des </span><strong><a style="letter-spacing: -0.008em;" href="https://blog.feierwerk.de/munich-music-booster-foerderung-der-muenchner-popmusikszene/" target="_blank" rel="noopener">Munich Music Boosters</a></strong><span style="letter-spacing: -0.008em;"> erhalten: Um ein Projekt zu verwirklichen oder zu perfektionieren reichen manchmal kleine Beträge aus. Das ist die Idee eines neuen Förderkonzepts, das seit Herbst 2023 vom Kulturreferat finanziert wird. Ein Zuschuss in Höhe von 250 bis 500 Euro hilft Newcomer*innen, neuen Veranstalter*innen, Kollektiven, Bands, künstlerischen DJs, Producer*innen etc. dabei, Ideen und Projekte schnell auf den Weg zu bringen &#8211; ohne großen Aufwand und ohne großes Budget. Gefördert wurden bisher zum Beispiel Songproduktionen, Releases von der Single bis zum Album, Musikvideodrehs, Design und Promotion, Mini-Touren, Equipment für den Studioausbau oder spannende Veranstaltungsformate. Einen Blick auf die geförderten Projekte kann man </span><a style="letter-spacing: -0.008em;" href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/service/munich-music-booster/foerderungen" target="_blank" rel="noopener">hier</a><span style="letter-spacing: -0.008em;"> werfen.</span></p>
<p>Sowohl im Beratungsalltag als auch beim 1. Münchner Popmusik-Hearing 2018 wurde von Seiten der Szene immer wieder der Wunsch nach einer kleinteiligen, schnellen und unkomplizierten Förderung formuliert, den die Feierwerk Fachstelle Pop auch in Richtung Politik und Verwaltung kommunizierte. Im Umfeld von <a href="https://blog.feierwerk.de/listen-to-munich-10-schritte-zu-einer-popkonferenz/" target="_blank" rel="noopener">„LISTEN TO MUNICH“ 2022</a> stellten die Stadtratsfraktionen der Grünen und der SPD schließlich einen gemeinsamen Antrag. In Abstimmung und mit Unterstützung des Kulturreferats entwickelte und realisierte die Feierwerk Fachstelle Pop dann das oben beschriebene Konzept des „Munich Music Booster“.</p>
<h2><strong>Sound Of Munich Now: Münchens Musikvielfalt an einem Abend</strong></h2>
<p>Große Konzerte, große Medienpräsenz und die perfekte Gelegenheit, großartige Musik zu entdecken: Beim weithin bekannten <a href="https://blog.feierwerk.de/sound-of-munich-now-muenchens-musikszene-im-viertelstundentakt/" target="_blank" rel="noopener">SOUND OF MUNICH NOW</a>, das 2009 in Kooperation mit der <a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Sound_of_Munich_Now" target="_blank" rel="noopener">Süddeutschen Zeitung</a> ins Leben gerufen wurde, präsentieren sich jedes Jahr 20 Acts, die den aktuellen Sound, die verschiedenen Musikrichtungen, die Diversität und die musikalische Kreativität Münchens am besten widerspiegeln. Mit dem kuratierten Festival bieten die Süddeutsche Zeitung und das Feierwerk eine Plattform für den Austausch der Münchner Szene. Auf zwei Bühnen im selben Raum erleben die Besucher*innen in fünf Stunden nonstop und im Viertelstundentakt 20 Acts aus Münchens vielfältigen Musikszenen. Wo sonst bekommt man so viele Bands an einem Abend zu sehen?</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/SOMN24_Vandalisbin_c_NilsBeck-14-1024x683.jpg" title="SOMN24_Vandalisbin_c_NilsBeck" alt="SOMN24_Vandalisbin_c_NilsBeck" /></div>
<p>Coronabedingt entwickelte die Feierwerk Fachstelle Pop in den Jahren 2020 bis 2022 in Zusammenarbeit mit der Video-Crew von Ideal Entertainment ein digitales Konzept, das den Acts eine nachhaltige Präsentation und große Reichweite für ihre Musik ermöglicht. Auch nach der Rückkehr des Festivals in die Konzerthalle bleibt das Format fester Bestandteil des Festivals. Alle seit 2020 produzierten Videos sind auf dem <a href="https://www.youtube.com/@SoundOfMunichNow/" target="_blank" rel="noopener">YouTube-Kanal von Sound Of Munich Now</a> zu sehen.</p>
<h2><strong>Sprachrohr sein: Münchner Pop-Musiker*innen eine Stimme geben</strong></h2>
<p>Weniger im Rampenlicht, aber zentraler Bestandteil der Arbeit der Feierwerk Fachstelle Pop sind der direkte Kontakt und Dialog mit den Akteur*innen der Münchner Musikszenen und die Vernetzung aller, die im weiten Feld der Popkultur aktiv sind. Gemeinsam mit dem <a href="https://stadt.muenchen.de/rathaus/verwaltung/kulturreferat.html" target="_blank" rel="noopener">Kulturreferat</a>, dem <a href="https://stadt.muenchen.de/infos/jugendkulturwerk.html" target="_blank" rel="noopener">Jugendkulturwerk</a> und dem <a href="https://stadt.muenchen.de/infos/kompetenzteam.html" target="_blank" rel="noopener">Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft</a> arbeitet die Feierwerk Fachstelle Pop an der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verstetigung der Popförderung in der Stadt. Ziel ist es, ein kohärentes, aufeinander abgestimmtes Konzept der Popularmusikförderung in der Stadt zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit den Musikszenen kontinuierlich auszubauen.</p>
<p>Die Feierwerk Fachstelle Pop sammelt Anliegen und Ideen verschiedenster Akteur*innen der lokalen Popmusikszenen, fasst diese zusammen, identifiziert Bedarfe und Problemfelder, gibt Empfehlungen und Anregungen und tritt als Mittlerin zwischen Szenen, Politik und Stadtverwaltung auf. Im Jahr 2014 gelang es beispielsweise, das <strong>Dauerthema Proberaummisere</strong> wieder auf die administrativ/politische Tagesordnung zu setzen. Oberbürgermeister Dieter Reiter nahm das Thema in sein 100-Tage-Programm zum Amtsantritt auf. Im Juli 2015 wurde eine „Beschlussvorlage Musikproberäume“ vom Kulturausschuss einstimmig angenommen und vom Münchner Stadtrat verabschiedet.</p>
<h2><strong>Zuhören und Vernetzen: Erstes Münchner Popmusik-Hearing und Netzwerktreffen</strong></h2>
<p>Beim <a href="https://blog.feierwerk.de/das-erste-muenchner-popmusik-hearing-was-hats-gebracht/" target="_blank" rel="noopener">1. Münchner Popmusik-Hearing</a> wurden Ende Dezember 2018 die konkreten Bedürfnisse und Visionen verschiedenster Akteur*innen der hiesigen Popmusikszene sichtbar gemacht und gesammelt. Von großen und visionären Projektideen bis hin zu sehr konkreten und kleinteiligen Vorschlägen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pop-Produktion in München reichte der Input der Szene. Über 100 Teilnehmer*innen &#8211; Musiker*innen, Leute von Labeln/Verlagen, Booker*innen, Agent*innen, Manager*innen, Promoter*innen, Proberaumanbieter*innen, Produzent*innen, Veranstalter*innen &#8211; kamen zu der vom Kulturreferat in Kooperation mit der Feierwerk Fachstelle Pop und dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft ins Leben gerufenen Veranstaltung. „<em>Innerhalb der nächsten Wochen werden die Anliegen sortiert und gewichtet, damit passende Fördermaßnahmen erarbeitet werden können, darunter auch kleinere, niederschwellige Angebote. Ideen, deren Umsetzung unkompliziert ist, sollen rasch aufgegriffen werden</em>“, kündigte das Kulturreferat in einer Pressemitteilung an. Als Ergebnis des Pophearings wurden 2019 wichtige Förderprogramme und Maßnahmen speziell für Popmusikschaffende eingeführt: Die Pop-Produktionsstipendien, die Pop-Programmförderung und die Mietzuschüsse für Musikproberäume. Im Jahr 2020 wurde im Kulturreferat eine Stelle nur für Popmusik besetzt, die diese Förderprogramme umsetzt.</p>
<figure id="attachment_15088" aria-describedby="caption-attachment-15088" style="width: 770px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15088 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-1024x512.jpg" alt="Gemeinsam lauter: Die Feierwerk Fachstelle Pop hört zu und ist Sprachrohr für die Popmusikszene in München" width="770" height="385" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-1024x512.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-300x150.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-1536x768.jpg 1536w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-175x88.jpg 175w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-450x225.jpg 450w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-1170x585.jpg 1170w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse-768x384.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Teaser-Diskurse.jpg 1890w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /><figcaption id="caption-attachment-15088" class="wp-caption-text">Gemeinsam lauter: Die Feierwerk Fachstelle Pop hört zu und ist Sprachrohr für die Popmusikszene in München</figcaption></figure>
<p>Weiterhin richtet sich das weitgehend informelle Jour-fixe-Format „<a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/workshops-veranstaltungen/alle-termine/detail/2024-09-09-ausgabe-31-welchen-support-braucht-musik-muenchen" target="_blank" rel="noopener">Cheers</a>“ seit Ende 2016 an alle, die im weiten Feld der Popkultur aktiv sind. Alle zwei Monate treffen sich Musiker*innen, Künstler*innen, Booker*innen, Manager*innen, Produzent*innen, Veranstalter*innen, Clubbetreiber*innen, Labelleute, Musikverlagsleute, Medienleute, Grafiker*innen usw. genreunabhängig in wechselnden Locations quer durch die Stadt. Ein kurzer inhaltlich-informativer Input zu wechselnden, stets aktuellen Themen &#8211; moderiert von der Feierwerk Fachstelle Pop &#8211; eröffnet jeweils den Abend. Der vielleicht wichtigste Tagesordnungspunkt ist das freie, themenunabhängige Netzwerken. Darüber hinaus gibt es Raum, die eine oder andere Idee gemeinsam auszuhecken, weiterzuspinnen und eine Eigendynamik entstehen zu lassen.</p>
<h2><strong>Ein Ohr für die Szene: Listen To Munich &#8211; die Popkonferenz für München</strong></h2>
<p>Impulse und Vorträge, Talks und Diskussionen, Think Tanks, Lightning Talks, Best Practices, Workshops, Netzwerktreffen, eine Public Demo Listening Session, ein Nachtspaziergang durch Münchner Clubs und spannende Live-Acts: Die erfolgreiche Premiere des neuen Konferenzformats ging im Jahr 2022 mit über 600 Teilnehmenden über die Bühne. Am 15. und 16. November 2024 bietet <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/pop-diskurs/listen-to-munich" target="_blank" rel="noopener"><strong>Listen To Munich</strong></a> wieder allen Akteur*innen der Szene &#8211; vom Branchenprofi bis zum Musikneuling &#8211; Plattformen zum Speeddating, Connecten und Netzwerken sowie jede Menge Input zu Themen, die sie in ihrer Arbeit unterstützen und weiterbringen.</p>
<p>Ein Schwerpunkt der Popkonferenz für München dreht sich 2024 um die <strong>kommunale Popförderung, die Kulturpolitik des Freistaats, Förderlogiken und -strukturen in Bund, Land und Kommune und der Forderung nach vollwertiger Anerkennung als Kultur</strong>. Weitere Panels beschäftigen sich mit dem <strong>Konzertstandort München, der Nachtökonomie, dem Standortfaktor Pop und dem Dauerthema Raumknappheit für Kultur</strong>. Mit Spannung erwartet wird die Präsentation der „Creative Tide-Studie zu den Münchner Musikspielstätten“.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/11/Feierwerk_Fachstelle_Pop_LISTEN_TO_MUNICH_credits_Jascha_Polenz-10-1024x683.jpg" title="Feierwerk_Fachstelle_Pop_LISTEN_TO_MUNICH_credits_Jascha_Polenz (10)" alt="" /></div>
<p>Wo gibt es konkret Geld, Hilfe und Know-how für neue Ideen? Zwei Q&amp;As zu Förderprogrammen mit dem Fokus Musiker*innen bzw. Veranstalter*innen geben hilfreiche Tipps. Praktisches Know-how und Insights vermitteln der Crashkurs Musikbusiness, Q&amp;A mit Macher*innen der Münchner Musikbranche, Impulse und Workshops zu den Themen Veranstaltungsanmeldung, How to TikTok, Musiklabels oder Überleben im Popkapitalismus sowie ein Vortrag zu Hintergründen des Konzertbusiness und der Entwicklung von Möglichkeitsräumen. Immer wieder aktuelle Themen sind popkulturelle Brandmauern, ökologische Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen, Machtmissbrauch im Musikbusiness, Awareness, Diversity und Inklusion.</p>
<h2><strong>Direkte Gespräche auf Augenhöhe: Speeddatings mit Politik und Verwaltung </strong></h2>
<p>Wegen des persönlichen 1:1-Charakters stießen die Speeddating-Runden mit Stadtverwaltung und Politiker*innen schon bei Listen To Munich 2022 auf großen Anklang. Die Konferenz ist ein Anlass, die Akteur*innen der Szenen mit den für ihre Anliegen Zuständigen zusammenzubringen und die Kontakte zu stärken, um den Austausch zu verbessern. Zu Zweiergesprächen und zum Netzwerken treffen sich bei der Popkonferenz 2024 die Münchner Musikszenen mit Mitarbeiter*innen aus der Münchner Stadtverwaltung, dem Bezirk Oberbayern, Bezirksausschuss 18 Untergiesing-Harlaching, der <a href="https://stadt.muenchen.de/infos/mona.html" target="_blank" rel="noopener">Fachstelle Moderation der Nacht</a> (MoNa), dem JugendKulturWerk München, Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft, <a href="https://www.kjr-m.de/" target="_blank" rel="noopener">Kreisjugendring München-Stadt</a>, Veranstaltungs- und Versammlungsbüro Kreisverwaltungsreferat München, Kulturreferat München, Referat für Klima- und Umweltschutz sowie Referat für Stadtplanung und Bauordnung und mit Politiker*innen der Fraktionen CSU/Freie Wähler, Die Grünen/Rosa Liste, SPD/Volt und  Die Linke/Die PARTEI.</p>
<h2><strong>Kulturförderung: 500 Millionen Euro für 500 kleine Clubs und Proberäume?</strong></h2>
<p>„Warum klingt die Forderung nach 500 Millionen Euro für einen Club-Neubau extrem – für ein neues Klassik-Konzerthaus, finanziert durch Steuergelder, gilt das aber als die Low-Budget-Variante? Wie wäre es mit 500 kleinen Clubs und Proberäumen für den Nachwuchs – auch im Sinne von <strong>gesellschaftlicher Teilhabe</strong>? Und wenn ja, wer sollte das dann bezahlen – und warum?“</p>
<p>Das ist eine gute Einstiegsfrage in den Talk und die Diskussionen über Kulturpolitik bei <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/pop-diskurs/listen-to-munich" target="_blank" rel="noopener"><strong>Listen To Munich</strong></a>. Man könnte auch fragen, warum Musikclubs baulich immer noch nicht als Kulturorte gelten, sondern weiter als &#8222;Vergnügungsstätten&#8220; (laut Wikipedia also auf einer Ebene mit &#8222;Bordellen, Swingerclubs, Sexshops mit Videokabinen, Spielhallen und Wettbüros&#8220;)?</p>
<p>Steht hinter vielen Strukturen nach wie vor also ein Kulturbegriff, der der Popkultur ihren vollen Wert abspricht oder doch zu mindestens anzweifelt? Demgegenüber hat sich in der kommunalen Popförderung in den letzten Jahren durchaus viel getan, viel verändert und viel bewegt. „Rap ist genauso wertvolle Kultur wie Klassik, moderne elektronische Clubmusik genauso relevant wie Instrumentalmusik vergangener Jahrhunderte“, betont <strong>Dominik Krause, Zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München</strong>, in seinem Grußwort zu Listen To Munich, dessen Schirmherr er auch ist, und fragt: „Aber was heißt das nun konkret für Münchens Popkultur und deren Strukturen, für Musiker*innen und ihr Publikum &#8211; aber auch für Politik und Verwaltung, für die städtischen Haushalte und große Kulturbauprojekte?“ Listen To Munich möchte gemeinsam mit allen Speaker*innen und der Musikszene den Diskurs dazu vertiefen und neue Visionen, Ideen und Konzepte für die Zukunft der Popmusik in München, Bayern und darüber hinaus entwickeln.</p>
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		<title>Musik abseits des Mainstreams: Warum das Feierwerk Radio macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2024 13:50:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Initiierung eines lokalen Szeneradios war von Anfang an ein integraler Bestandteil der Feierwerk-Geschichte. Woher kam die Motivation? Welche Gedanken prägten die Planungen und wie wurde die Umsetzung gestaltet? Eine Skizze der ersten zehn Jahre des Radiomachens. 1985 begann Feierwerk in der Hansastraße 39 mit dem Aufbau einer festen Live-Bühne. Über junge, lokale Popkultur war [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_1-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Die Initiierung eines lokalen Szeneradios war von Anfang an ein integraler Bestandteil der Feierwerk-Geschichte. Woher kam die Motivation? Welche Gedanken prägten die Planungen und wie wurde die Umsetzung gestaltet? Eine Skizze der ersten zehn Jahre des Radiomachens.</p>
<p>1985 begann <a href="https://www.feierwerk.de/ueber-uns/der-verein/geschichte" target="_blank" rel="noopener">Feierwerk in der Hansastraße 39</a> mit dem Aufbau einer festen Live-Bühne. Über junge, lokale Popkultur war Mitte der 80er Jahre in München noch wenig zu lesen und zu hören. Immerhin hatte die „Pop-Corner“ seit 1978 jeden Freitag maximal eine Viertelseite in der Süddeutschen Zeitung (SZ). 1980 machte die Münchner Stadtzeitung auf, dann <a href="https://www.in-muenchen.de/" target="_blank" rel="noopener">In München</a>. Mit „Radio Xanadu“, „Radio M1“, „Radio 44“ und „Radio Gong“ gehen Ende April 1985 die ersten privaten Lokalradios auf UKW an den Start.</p>
<p>Davon inspiriert brachten wir uns mit dem Claim „<strong>Die Szene braucht ein Radio</strong>“ ins Gespräch. Irgendwie logisch: „So wie es an Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands fehlt, so mangelt es auch an einem qualifizierten Radioangebot, das die lokale Szene widerspiegelt bzw. ein Kommunikationsforum für sie sein kann“, hieß es in einem unserer ersten Konzepte. Natürlich gab es viele Skeptiker*innen, die angesichts des Clubsterbens und des vermeintlich fehlenden Publikums die Idee, ein Forum für die lokale Rockszene zu schaffen, für völligen Quatsch hielten. Und dann auch noch ein Szeneradio! „Radio Plemplem, oder was?“ – „Da spielen doch höchstens ein paar Jugendliche Radio-DJ und imitieren Thomas Gottschalk“, bekamen die Feierwerker*innen zu hören.</p>
<h2>Abgefahrene Promo: Radio aus dem Bauwagen und auf einer LP</h2>
<p>Um die Idee zu verbreiten, machte das Feierwerk-Team mit einem „mobilen Radiostudio“ in Form eines blauen Bauwagens Spektakel bei Schulhofpartys, auf öffentlichen Plätzen oder beim <a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerk-theatron-im-westpark/" target="_blank" rel="noopener">Westpark-Theatron</a>, baggerte Passant*innen an und sammelte Unterschriften. Die Sympathie für das Projekt wuchs. Denn schon bald machte sich große Ernüchterung bei allen breit, die von den sogenannten Lokalradios statt einer Soundtapete aus irgendwelchen A<span style="letter-spacing: -0.008em;">C-Formaten mehr Inhalte aus Stadt und Region, vielleicht sogar Airplay für die Produktionen lokaler Künstler*innen, erwartet hatten.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14699 size-large" style="letter-spacing: -0.112px;" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_2-1024x393.jpg" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" width="770" height="296" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_2-1024x393.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_2-300x115.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>„Wie kan<span style="letter-spacing: -0.008em;">n man von einem lokalen Radio sprechen, wenn zum Beispiel Star-Sat in München das gleiche Programm sendet wie auf Mallorca?“, fragte Stadtrat Haimo Liebich bei einer Podiumsdiskussion des „Kulturpolitischen Forums“ im Oktober 1991. „</span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">Radikal lokal</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;">“ zu sein, schrieb sich Radio Feierwerk auf die Fahnen. Das war auch der Titel der Doppel-LP, die bei dieser Veranstaltung vorgestellt wurde. Eine ziemlich verrückte Idee, auf „Frequenz“ 33 1/3 UpM zu demonstrieren, wie ein Szene-Radio klingen könnte.</span></p>
<h2>Ein Fensterplatz für Radio Feierwerk</h2>
<p>„Es braucht keine eigene Frequenz &#8230; drei bis vier Stunden am Tag sind mit Stil und gutem Gewissen machbar“, hieß es auf dem Cover der Promo-LP. 1993 öffnete sich tatsächlich ein Fenster für <a href="http://radio.feierwerk.de" target="_blank" rel="noopener">Radio Feierwerk</a>. Ab dem 18. April gab es zunächst jeden Sonntag zwischen 21 und 1 Uhr vier Stunden Sendezeit auf der Frequenz 93.4 MHz, als Gastlieferant von „Radio Xanadu“. „Radio Feierwerk berichtet ausführlich über die gesamte Münchner Szene und bringt mehr als nur den kurzen Veranstaltungshinweis. Musikbeispiele, O-Töne, Interviews, Kurzreportagen, Glossen, Meinungen und Hintergründe informieren über Konzerte, Theater, Kabarett, Film, Kunst, Tanz, Literatur und Ausstellungen&#8220;, heißt es im Programmflyer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14701 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_3-1024x328.jpg" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" width="770" height="247" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_3-1024x328.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_3-300x96.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<h2>Die ersten Szene-Formate</h2>
<p>Jeweils einstündige Formate strukturierten den vierstündigen Sonntagabend. Das Magazin „<strong>Szene aktuell</strong>“ bezog sich auf die ganze Stadt und berichtete gleichermaßen über große und kleine, kommerzielle und nichtkommerzielle Konzerte, Theater-, Film- und Kunstveranstaltungen. Die Musik kam ausschließlich von Münchner Bands oder von Bands, die gerade in München gastierten. In der Sendung „<strong>Live im Feierwerk</strong>“ liefen in der Hansa 39 eingespielte 1a-Liveaufnahmen, ergänzt durch spartenspezifische Infos, Beiträge, Talk mit Studiogästen und Musik für Insider.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14704 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_4-1024x252.jpg" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" width="770" height="189" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_4-1024x252.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_4-300x74.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_4.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>„Live im Feierwerk“ war auch der Titel einer Reihe von Szene-Kompilationen auf Vinyl und später auf CD, für die das Feierwerk das Equipment für Live-Recording angeschafft hatte. Allein bis Ende 1996 entstanden über 300 Konzertmitschnitte auf DAT. &#8222;Das waren ausschließlich Münchner Bands und für die war das eine tolle Sache&#8220;, erinnert sich Klaus Martens. „<strong>Spot on</strong>“ bediente Fans der Stilrichtungen Blues, Black Music, Hard &amp; Heavy, Independent, Jazz &amp; Fusion und HipHop. Die Stunde nach Mitternacht gehörte Ecco Meineke mit seinem Freistil-Mix „<strong>After Midnight</strong>“.</p>
<h2>Landung auf 92.4 MHz</h2>
<p>Anfang 1994 stand die Neuverteilung der Münchner UKW-Frequenzen an. Radio Feierwerk beantragte vier Stunden Sendezeit pro Tag. Das wären 28 Stunden pro Woche gewesen. Zugestanden wurden dann immerhin 17 Stunden. Ab dem 1. März 1994 teilten sich Radio Feierwerk, Radio Lora und die Jazzwelle Plus die <strong>UKW-Frequenz 92,4</strong>. Das Szeneprogramm war montags bis samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 21 bis 24 Uhr zu hören. Zusätzlich gab es jeden Sonntagmorgen von 7 bis 9 Uhr ein Radioprogramm von Kindern für Kinder, eines der Alleinstellungsmerkmale von Radio Feierwerk.<br />
„<strong>Szene aktuell</strong>“ konnte nun montags bis samstags von 16 bis 18 Uhr, also 12 Stunden in der Woche, die Kultur im Sendegebiet aktuell beleuchten und brachte darüber hinaus Live-Mixe, Infos über Neuerscheinungen, Wortbeiträge, Interviews, Features plus Musik aus dem „Rest der Welt, der in die Region ausstrahlt.“</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/Cyfvue9o35i/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/reel/Cyfvue9o35i/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Radio Feierwerk (@radio_feierwerk)</a></p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<h2>Von „Radio Feierwerk Spezial“ zur „Mikrowelle“</h2>
<p>„Electroland“ &#8211; „Münchens erste reine Drum &amp; Bass-Sendung“ mit Live-Mixen im Studio, Gast-DJs, Clubtipps und Hintergründen oder &#8222;Nothing But Country&#8220; hießen ab Anfang 1997 die neuen <strong>Specials am späten Sonntagabend</strong>. Moderiert wurden die Sendungen im wöchentlichen Wechsel von Personen mit unterschiedlichen stilistischen Vorlieben und Szenebezügen.</p>
<p>Im Januar 1998 wurde daraus das Format „<strong>Clubnight</strong>“. „Mit Djane Aromas ‚Klangmilieu‘ und ‚Into Somethin’‘ (Michael Reinboth, Florian Keller) konnten zwei Juwelen aus dem Nachlass der ‚Jazzwelle plus‘ gerettet werden. Ihre Veranstaltungen in der <a href="https://www.muffatwerk.de/de/" target="_blank" rel="noopener">Muffathalle</a> (und nicht nur da) sind legendär. Das ‚Alternative Spirits‘-Team, mit seiner Radioshow vom  Stadtmagazin Prinz zum ‚Aufsteiger ‘97‘ gekürt, hat sein Zuhause in einem der erfolgreichsten Clubs der Stadt (‚Atomic Café‘). In ‚Cosmic Radio‘ jagt DJ Pablo (‚Boom Boom Club‘ &#8211; Nachtwerk) Beats aus aller Welt im Non-Stop-Mix über den Äther. Vervollständigt wird dieses Power-Paket durch ‚Global Beats‘, dem weltmusikalischen Grenzgang mit Wolfgang Zwack (u.a. ‚Big Family &#8211; World Dance‘ im Loft)&#8220;, kündigte eine Pressemitteilung an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14705 size-large" style="letter-spacing: -0.112px;" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_5-1024x538.jpg" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" width="770" height="405" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_5-1024x538.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_5-300x158.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_5.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Mitte 1998 entwickelte ein erweitertes Team das Format „<strong>Mikrowelle</strong>“. „Innovative, kreative, aktuelle Musik mit lokalem Bezug“ stand hier im Mittelpunkt. Das dreistündige Magazin richtete sich an ein „überdurchschnittlich musikinteressiertes, ausgehfreudiges Publikum, an anspruchsvolle, kritische, aufgeschlossene ‚non trendy people‘ und bewusste Radiohörer“. Den Macher*innen war es wichtig, irgendwie ein Sprachrohr für die gesamte Indie-Szene zu sein, inklusive der Veranstalter*innen, die in dieser Zeit gerade erst anfingen. Man war u.a. sehr empfänglich für Techno, Clubsounds, DJ-Mixe, aber auch für die „Hamburger Schule“ und alles, was gerade in der Stadt so aufkam.</p>
<h2>Hör dir was anderes</h2>
<p>2004 wurde mit dem Wechsel der Sendezeit von Radio Feierwerk auf Samstag/Sonntag das Programm neu konzipiert. Im Wesentlichen entstand dabei die <strong>heutige Struktur des Szeneprogramms</strong> mit vielen unterschiedlichen Formaten, die alle von ehrenamtlichen Radiomacher*innen produziert werden. 15 Stunden Sendezeit boten stündlich Nischen für eine große Vielfalt an Themen und Stilen. „Dauerbrenner“ wie „<strong>What&#8217;s Up</strong>“ oder „<strong>Boarder Corner</strong> <strong>&#8211; die härteste Show der Stadt</strong>“ kamen ins Programm. Auch „<strong>Coming in Hot</strong>“, „<strong>Kraut &amp; Rüben</strong>“, „<strong>Radio Days</strong>“, „<strong>Radio Traktor</strong>“, oder „<strong>Sick Tea Time Radio</strong>“ sind seit mehr als zehn Jahren auf Sendung. Immer wieder bringen neue Leute tolle Impulse, Sendekonzepte und frischen Wind ins Programm.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-14703 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_6-1024x341.jpg" alt="Warum das Feierwerk Radio macht" width="770" height="256" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_6-1024x341.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_6-300x100.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2024/01/Feierwerk_Blog_Szeneradio_Bild_6.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Für rund <strong>30 Formate</strong> zu den unterschiedlichsten Themen, die teils wöchentlich, teils monatlich zu hören sind, stehen derzeit <strong>22 Stunden Sendezeit pro Woche</strong> auf UKW zur Verfügung. Musik abseits des Mainstreams liegt der Musikredaktion am Herzen. Münchner Künstler*innen und oftmals noch unbekannten Bands, die nach München kommen, bietet <a href="http://radio.feierwerk.de" target="_blank" rel="noopener">Radio Feierwerk</a> wie immer eine Plattform und Unterstützung. „<strong>Hör dir was anderes</strong>“ ist jetzt das Motto des Szeneprogramms. Fans von alternativer Musik aus Bayern, Electronica, feministischer Musik und Musik von Frauen, über HipHop, R&amp;B, Punk, Underground bis hin zu osteuropäischer Musik werden bedient. Außerdem gibt es tolle Sendungen zu Popliteratur, Politik, Gesellschaft und Popkultur.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Mittwoch im Feierwerk: ein Anlaufpunkt für die Jazzszene München in den 90ern</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/jazz-geschichte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2021 12:09:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Jazz-Musiker Jenning Sieverts in den 80ern im Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Ende der 80er/Anfang der 90er dockte der Jazz im Feierwerk an, weil es dort Leute gab, die den Jazz zu ihrem Ding machten. Weil der Ort und die Bedingungen irgendwie passten und eine neue Generation lokaler bzw. regionaler junger Talente anfing, die dort gebotenen Auftrittsmöglichkeiten zu nutzen. Es gibt einiges zu erzählen aus mehr als [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="100" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Jazz-Musiker Jenning Sieverts in den 80ern im Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Henning-Sieverts_credits_Klaus_Martens-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p><strong>Ende der 80er/Anfang der 90er dockte der Jazz im Feierwerk an,</strong> weil es dort Leute gab, die den Jazz zu ihrem Ding machten. Weil der Ort und die Bedingungen irgendwie passten und eine neue Generation lokaler bzw. regionaler junger Talente anfing, die dort gebotenen Auftrittsmöglichkeiten zu nutzen. Es gibt einiges zu erzählen aus mehr als zehn wirklich guten gemeinsamen Jahren: <strong>gelungene Open-Airs im Westpark, Konzerte am <em>„Blue Monday“</em> und<em> „Blue Wednesday“</em>, eine LP mit Liveaufnahmen von der Bühne in der Hansa 39 und von der abgefahrenen Konzert- und Festivalreihe <em>„JazzButJazz“</em>.</strong></p>
<p><span id="more-10808"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10809" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_1.jpg" alt="Feierwerk_Jazz_90er_1" width="1200" height="800" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_1.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_1-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_1-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_1-270x180.jpg 270w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Regelmäßige Jazzkonzerte fanden im Ansatz unter dem Label <strong><em>„Blue Monday“</em></strong> statt. Durch die Ausrichtung auf Weltmusik, Latin und vor allem auf ein gut durchmischtes Jazzprogramm mit Swing über Jazzrock bis Freejazz begann die Open Air-Reihe im Theatron Westpark nach einem verhaltenen Beginn in den Vorjahren richtig zu brummen.</p>
<p><strong>Nach und nach gewann so das Feierwerk bei den Aktiven und beim Jazzpublikum an Credibility.</strong> „<em>Die Szene war überschaubar</em>“, erzählt der damalige Booker Klaus Martens. „<em>Man hat sich auf dem Jazzfest getroffen und Sachen ausgemacht. Zu der Zeit waren diese Musiker*innen allenfalls Semiprofis. Viele Münchner Musiker*innen, die heute einen guten Namen in der bundesweiten Jazzszene innehaben, hatten im Feierwerk ihre ersten Auftritte. Es waren zum Teil auch ihre ersten Plattenaufnahmen, die sie für den Szenesampler gemacht haben.</em>“ Von heute renommierten Jazzern wie <em>Martin Scales, Hennig Sieverts </em>und <em>Guido May</em> (v.l.n.r.) haben wir in unserem Archiv <strong>Livefotos aus den späten 80er Jahren</strong> gefunden.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/05/Martin-Scales_credits_Klaus_Martens-1024x683.jpg" title="Martin Sales beim Jazz-Konzert im Feierwerk (credits Klaus Martens)" alt="Martin Sales beim Jazz-Konzert im Feierwerk (credits Klaus Martens)" /></div>
<h2><strong>Premiere des Liverecording im Feierwerk</strong></h2>
<p>Mit mehr Personal und neuem Equipment machte das Feierwerk <strong>einen ersten Schritt zur Professionalisierung seiner Veranstaltungstechnik.</strong> Eines der Ergebnisse war die <strong>LP <em>„JAZZ live aus dem Feierwerk München“</em></strong>. Sie wurde Mitte Oktober 1990 an vier Tagen live mit den Bands <em>„Now“, „Ecco“, „Jazz Don&#8217;t Panic“, „Henning Sieverts Trio“, „Brother Virus“, „Minorswan“ </em>und <em>„Scales“</em> eingespielt. Die minimalistische Cover-Art nimmt übrigens Bezug auf den <em>„Blue Note style“</em> des genialen Grafikdesigners <em>Reid Miles</em>. Wie bei den anderen Szene-Samplern war das Ziel, bei Fans und Veranstaltern ein bisschen<strong> Promotion für die Bands vor Ort zu machen.</strong> Folglich blieb das Vertriebskonzept des Samplers rudimentär. Jede Band bekam 50 Stück zur eigenen Verwendung und bei den Präsentationskonzerten im Feierwerk wurde die LP den Besucher*innen zusammen mit der Eintrittskarte in die Hand gedrückt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10811 size-full" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_3.jpg" alt="Feierwerk Jazz in den 90ern " width="1200" height="1175" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_3.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_3-300x294.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Jazz_1_Teaser_3-1024x1003.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h2><strong>Ein fester Anlaufpunkt für die Jazzszene München: „Blue Wednesday“</strong></h2>
<p>Im Jahr 1990 ergänzte eine vom <a href="https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat.html" target="_blank" rel="noopener">Kulturreferat</a> geförderte <strong>Veranstaltungsreihe mit dem Titel <em><strong>„Tage der of</strong>fenen Tür“</em></strong> den <strong><em>„Blue Monday“</em>.</strong> Einmal im Monat an einem Mittwoch gab es in wechselseitiger Absprache mit dem <a href="https://www.freies-musikzentrum.de/index.html" target="_blank" rel="noopener"><em>„Freien Musikzentrum“</em></a> ein Jazzprogramm. Das fand u.a. mit namhaften lokalen Protagonisten wie dem<em> „Goodman-Hirson-Quartett“</em>, dem <em>„Monty Water Quartett“</em>, <em>„Brother Virus“</em> oder <em>Peter Wölpl statt.</em> Wie schon der Donnerstag für die „Hard ‚n‘ Heavy“-Fraktion<strong> wurde ab Herbst 1991 der Mittwoch im Feierwerk für ein gutes Jahrzehnt</strong> <strong>zu einem festen Anlaufpunkt für die Münchner Jazzszene.</strong> Das<em> „F.D. Baumann Sextett“ (F. D. Baumann tp., fh., Evan Tate as., Thomas Braun frh., Christopher Varner tb., Litchie Hrdlicka b., Tommy Eberhardt dr.)</em> machte den Anfang und dann ging es am <strong><em>„Blue Wednesday“</em></strong> immer reihum. Die Münchner Szene war auch hier die Leitlinie des Bookings.</p>
<h2>JazzButJazz</h2>
<p>Dieses Rotationsprinzip wurde im Frühjahr 1994 abgelöst von einer kuratierten Veranstaltungsreihe mit dem Titel <strong><em>„JazzButJazz&#8220;</em></strong>. Zum Auftakt am Mittwoch, dem 5. Januar 1994 spielten die Herren <em>Johannes Enders, Martin Scales, Stefan Schmidt </em>und <em>Falk Willis</em> mit ihrer Combo <em>„Sunship“</em>. <strong><em>„JazzBu</em><em>tJazz&#8220; </em></strong>stand sowohl für die Mittwochskonzerte als auch für Open-Air-Festivals im Westpark und Indoor-Festivals im Feierwerk. <strong>Mit der <em>„JazzButJazz&#8220;</em>-Reihe sollten offene, weitgefächerte, unkonventionelle, experimentelle und witzige Interpretationen des Jazz ein Podium bekommen.</strong></p>
<h2><strong>Unfuck the „Dschäääs“</strong></h2>
<p>Nicht nur in den 90ern und nicht nur in der Jazz-Szene wurde selbstverständlich gejammert: <strong>über das Fehlen von Auftrittsmöglichkeiten, die ignorante Presse, unzureichende Gagen und mangelnde Anerkennung.</strong> Stimmt irgendwie und ist zugleich ein Mantra, das einem auf den Zeiger gehen kann. <strong><em>„Ist Jazz out?“</em></strong>, war darum ein im Feierwerk-Programmheft abgedruckter Rant überschrieben. <em>„Der Unterhaltungswert mancher Jazzkonzerte tendiert gegen Null“</em> wird da konstatiert und klargemacht, welcher Sound auf der Bühne der Hansa 39 stattfinden soll. <strong><em>„Der Jazz ist nicht out &#8230; out sind der uncoole Bierernst, die gepflegte Feierlichkeit und das Überlässige.“</em></strong> Gefragt sind stattdessen <em>„&#8230; Phantasie, Experimente, bei denen aber auch das Publikum merkt, dass es den Akteuren Spaß macht. Gefragt ist das Aufbrechen stilistischer Schneckenhäuser, lebendige Kommunikation und nicht zuletzt die Cleverness von Veranstaltern.“</em></p>
<p>Ob expressiv, schräg oder groovy – <strong><em>„JazzButJazz“</em></strong> sprengte die herkömmliche Definition des Jazz. Das positive Image der Reihe und der Location spiegelt sich wider in einem von <em><a href="http://www.munichfound.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„MUNICHfound“</strong></a></em> im März 1997 unternommenen Streifzug durch die Münchner Jazz-Venues. „<em>Feierwerk, a club on Hansastraße in Westend, is more down-to-earth. Housed in an old factory, the club has an industrial feel: bare walls, exposed suspension beams and concrete floors. It&#8217;s a no-frills venue for an eclectic and international range of music. For the past two years, the club has hosted a Wednesday-night concert series called ‚JazzButJazz‘ that focuses on experimental and free jazz, exposing new influences and giving young (mainly local) talent a place to perform.</em>“ (Quelle: <a href="http://www.munichfound.com/archives/id/31/article/507/" target="_blank" rel="noopener">www.munichfound.com/archives/id/31/article/507)</a></p>
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		<title>„Music &#8230; and all about it“: Feierwerk Musikförderung von früher bis heute</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2021 09:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachstelle Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Popförderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="102" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Workshop_Musik_Know_How_4" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-300x204.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-1024x695.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Musikförderung lag dem Feierwerk von Anfang an am Herzen – und behält bis heute ihren wichtigen Stellenwert. Kommt mit auf eine Reise von den wilden Anfängen bis ins spannende Jetzt – mit guten Aussichten auf die Zukunft! Bereits ab 1988 gab es parallel zum Ausbau der Livekonzerte in der „Hansa 39“ diverse Angebote für junge [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="102" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Workshop_Musik_Know_How_4" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-300x204.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-1024x695.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_4-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p><strong>Musikförderung</strong> lag dem <strong><a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener">Feierwerk</a> </strong>von Anfang an am Herzen – und behält bis heute ihren wichtigen Stellenwert. Kommt mit auf eine Reise von den wilden Anfängen bis ins spannende Jetzt – mit guten Aussichten auf die Zukunft!<span id="more-10798"></span></p>
<p>Bereits ab 1988 gab es parallel zum Ausbau der Livekonzerte in der „Hansa 39“ <strong>diverse Angebote für junge Künstler*innen/Kunstinteressierte unter dem Titel <em>„Workin‘ Together“</em>.</strong> Hier sollten sich verschiedene Kultursparten, Stilrichtungen, Auffassungen und Konzeptionen begegnen. Das erste Programm war gestaltet wie ein Teller Buntes. Es wurde getrommelt und getanzt, die Teilnehmer*innen konnten sich als Clowns, beim Improtheater oder Radio-Planspiel ausprobieren. Der gestalterische Bereich war mit Masken- und Marionettenbau, Comic-Zeichnen, Frottagen und Collagen, Bildhauerei und Schmieden vertreten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10802 size-full" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_1.jpg" alt="Feierwerk_Workshop_Musik_Know_How_credit_Feierwerk" width="1200" height="800" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_1.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_1-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_1-1024x683.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_1-270x180.jpg 270w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Im Fokus stand allerdings immer schon <strong>das Know-how für Musiker*innen</strong> irgendwo zwischen Schnupperkursen und intensiver, auf Präsentation vor Publikum angelegter <em>„Produktions-Workshops“</em>. Davon ausgehend entwickelte Feierwerk<strong> das Konzept für ein kompaktes Workshop-, Session- und Kursprogramm.</strong></p>
<h2><strong>„Münchner Rock Blues Jazz &amp; Percussion-Tage“ in den 90ern</strong></h2>
<p>Unter dem Motto <em><strong>„Music &#8230; and all about it“</strong></em> fanden von 27. Oktober bis 03. November 1991 in Zusammenarbeit mit der Musikschule „Ohrwurm“ die ersten „Münchner Rock Blues Jazz-Tage“ statt. Das stilübergreifende Projekt bot den Teilnehmer*innen <strong>ein faszinierendes Treffen unterschiedlicher Szenen und Stilrichtungen. </strong>Es sollte Lust auf Experimente oder auch „nur&#8220; ganz einfach Freude an der Musik vermitteln und brachte Profis, Fortgeschrittene sowie Amateure zusammen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10803" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_2.jpg" alt="Feierwerk_Workshop_Musik_Know_How_2" width="1200" height="394" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_2.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_2-300x99.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_2-1024x336.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Eine Woche lang gab es <strong>Band-, Instrumental-, Gesangs-, Rhythmik- und Percussion-Workshops, Sessions und Konzerte mit ausgesuchten Bands</strong>, die in ihrer Stilrichtung Maßstäbe setzten. Hinzu kamen jeweils mittwochs Specials und Sonderkurse, die Know-how zu relevanten Themen vermittelten: z. B. Sound und Anlage, Bühnenpräsentation, Bandmanagement, PR-Arbeit etc.</p>
<h2>Musikförderung durch lokale und internationale Größen</h2>
<p>Jede Menge <strong>„Cracks“ aus der lokalen und internationalen Szene</strong> und unterschiedlichen Generationen waren aufgeboten, die mit Fragen gelöchert werden durften und mit denen die Teilnehmer*innen jammen konnten. Zum Dozent*innen-Line-up gehörten u.a.:</p>
<p><em>Billy Bang, Omar Belmonte, José Cortijo, Achim Görres, Carola Grey, Dusko Goykovich, Noami Isaacs, Rick Keller, Werner Klausnitzer, Kenny Martin, Marco Minnemann, Max Neissendorfer, Didi Neumann, Nippy Noya, Sandy Patton, Al Porcino, Torita Quick, Wolfgang Schmid, Norman Thelen, Thomas Reimer, Dudu Tucci, Peter Tuscher, Bruce Werber</em> und <em>Nick Woodland</em>.</p>
<p>Stammgäste waren auch der Gitarrist <em>Bill Bickford</em> und die Bassistin <em>Kim Clarke</em> von <em>„Defunkt“</em>. Die Band kombinierte in ihrer Musik Free Jazz- und Bebop-Elemente mit Funk und löste Disco-Klischees sowie starre Jazz-Schablonen auf. Das Konzept <strong>passte super zur Philosophie der <em>„Münchner Rock Blues Jazz-Tage“</em>, über Tellerränder aller Art zu schauen.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10804 size-full" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_3.jpg" alt="Feierwerk_Workshop_Musik_Know_How_credits_Klaus_Martens" width="1200" height="393" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_3.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_3-300x98.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/02/Workshops_Teaser_3-1024x335.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Den besonderen Charme der <em>„Münchner Rock Blues Jazz &amp; Percussion-Tage“</em> machte nicht zuletzt ihr<strong> Camp-Charakter</strong> aus. Da gab es Matratzenlager in vielen kleinen, noch ungenutzten Räumen rund um die „Hansa 39“. Ab dem Jahr 1995 standen die Räume nicht mehr zur Verfügung. Die Unterbringung der Teilnehmer*innen in einer Jugendherberge wurde überlegt. Aber das erschien nicht wirklich cool und irgendwie wäre der Zusammenhalt dadurch nicht mehr richtig gegeben.</p>
<h2><strong>„Auftreten ist mehr als Musikmachen“ &#8211;  Feierwerk Musikförderung heute</strong></h2>
<p>Mit eher sporadischen Workshops ging es dann erst Anfang der Nullerjahre weiter. <strong>Die Coachings des <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/workshops-veranstaltungen/sprungbrett-foerderprogramm" target="_blank" rel="noopener"><em>„Sprungbrett“-Förderprogramms</em></a> etwa sollten „den Künstler*innen ganz individuell auf die Sprünge“ helfen.</strong> Vertieftes Know-how konnten sich Interessierte ab 2002 bei der <strong><a href="https://www.popkultur.bayern/goprofessional/" target="_blank" rel="noopener"><em>„go.professional“</em></a>-Reihe des <a href="https://www.popkultur.bayern/vpby/" target="_blank" rel="noopener"><em>„Verbands für Popkultur in Bayern“</em></a></strong> abholen, die jeweils im Herbst auch im Feierwerk Station machte. Die 2009 installierte <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/ueber-uns/wir-stellen-uns-vor/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Feierwerk Fachstelle Pop</strong></a> bot dann endlich wieder ein regelmäßiges und umfangreiches Workshop-Programm an. <strong>Verstärkt im Winter, Frühling und Herbst können Interessierte ein breites Angebot wahrnehmen.</strong> Das Spektrum der Themen ist breit: Es reicht von Songwriting, Soundoptimierung oder Bühnenpräsentation über „Band als Kleinbetrieb“, Bandmanagement und Konzertproduktion bis zu Promotion &amp; Booking, Interviewtraining und Online-Kommunikation. <strong>Denn wie heißt es so treffend in einem der Folder: „Auftreten ist mehr als Musikmachen“.</strong></p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2021/03/Fachstelle-Pop_Workshop_Einfuehrung-ins-Musikbusiness_Alessa-Patzer-1-300x300_c.jpg" title="Feierwerk_Musikförderung_Fachstelle-Pop_Workshop_Einführung-ins-Musikbusiness_(c)Alessa-Patzer" alt="Feierwerk_Musikförderung_Fachstelle-Pop_Workshop_Einführung-ins-Musikbusiness_(c)Alessa-Patzer" /></div>
<p>Hinzu kommen verschiedene Kooperationen, wie etwa mit dem <a href="https://harrykleinclub.de/" target="_blank" rel="noopener"><em><strong>„Harry Klein“</strong></em></a> (hier liegt der Fokus auf elektronischer Musik) oder mit dem <strong><em><a href="https://kreativ-muenchen-crowdfunding.de/h/Kompetenzteam.html" target="_blank" rel="noopener">„Kompetenzteam Kultur- &amp; Kreativwirtschaft“</a></em></strong>. Seit 2020 bietet die <a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/ueber-uns/wir-stellen-uns-vor/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Feierwerk Fachstelle Pop</strong></a> zudem ein Live-Q&amp;A-Format auf <a href="https://www.instagram.com/fachstellepop/?hl=de" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> an. Einmal im Monat beantworten Expert*innen aus der Musikbranche live Fragen zu ihrem Spezialgebiet. Und auch beim <strong><a href="https://www.feierwerk.de/fachstelle-pop/workshops-veranstaltungen/sprungbrett-foerderprogramm" target="_blank" rel="noopener"><em>„Sprungbrett“-Förderprogramm</em></a></strong> werden <strong>die Auswirkungen der Corona-Krise</strong> zum Anlass genommen, <strong>um den Förderaspekt noch weiter auszubauen und den jungen Künstler*innen eine noch umfangreichere Förderung in Form eines Bandcamps zu ermöglichen.</strong></p>
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		<title>So wurden die &#8222;Munich Blues&#8220;-Sessions zur Publikumsveranstaltung</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/munich-blues-sessions/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2020 10:55:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="104" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg 1280w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-300x208.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-1024x711.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-768x533.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Ein derartiger Treffpunkt hatte gefehlt in der Stadt! Im Juli 1986 traf sich eine kleine Runde Münchner Musiker*innen erstmals im Feierwerk und jamte drauflos. Anfangs scharten sich 20 &#8211; 30 Leute aus der Münchner Blues-Szene um einen Träger Bier, ein paar mitgebrachte Verstärker und ein per Hut finanziertes Secondhand-Drumset, bis die Veranstaltungen irgendwann zu regelmäßigen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="104" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk.jpg 1280w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-300x208.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-1024x711.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-768x533.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/12/Feierwerk_Blog_Munich_Blues_titel_munich_blues_session_1988_02_cFeierwerk-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Ein derartiger Treffpunkt hatte gefehlt in der Stadt! <strong>Im Juli 1986 traf sich eine kleine Runde Münchner Musiker*innen erstmals im <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> und jamte drauflos.</strong> Anfangs scharten sich 20 &#8211; 30 Leute aus der Münchner Blues-Szene um einen Träger Bier, ein paar mitgebrachte Verstärker und ein per Hut finanziertes Secondhand-Drumset, bis die Veranstaltungen irgendwann zu regelmäßigen &#8222;Munich Blues&#8220;-Sessions mit Publikum wurden.</p>
<p><span id="more-10067"></span></p>
<p>Zu den Sessions kamen in erster Linie Non-Professionals und Nebenerwerbs-Musiker*innen, die eher am traditionellen Blues (City-Blues, Rhythm &#8217;n&#8216; Blues, etc. aber auch Soul und Jazz), als am Blues-Rock orientiert waren. Schnell und stetig wurde der Kreis größer. <strong>Im Januar 1988 wurde die Tür auch für das interessierte Publikum aufgemacht. </strong>Eigens für die Leitung der Sessions zusammengestellte Combos aus Mitgliedern der bei „Munich Blues“ vertretenen Bands und das &#8222;Call&#8220;-Prinzip gaben den Abenden die für eine Publikumsveranstaltung unabdingbare Struktur. <strong>Das machte die „Munich Blues“-Sessions lustig, spannend und richtig gut. Mitte der 1990er Jahre trafen sich hier an jedem ersten Montag im Monat bis zu 400 Gäste und Musiker*innen.</strong> Die kamen zunehmend auch aus dem weiteren Umland, u.a. D.D Blues, Rodney Harley, Ron Evans und andere tolle Musiker*innen aus dem „Village“. <strong>Im <a href="https://www.village-habach.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Home of the Blues“ in Habach</a> steht übrigens heute noch an jedem Donnerstag die <a href="https://www.village-habach.de/?seite=musiker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jam Session</a> auf dem Programm.</strong><br />
Ferner wurden Festivals und ein Austausch mit Bands aus anderen Regionen organisiert. Mit dem „Munich Blues e.V.“ versuchte eine kleine Gruppe Fans und Musiker*innen den Aufbau einer Initiative, die u.a. ein eigenes Fanzine produzierte. <strong>Die 1988 erschienene LP „Munich Blues Sunrise“ markierte den Anfang einer Reihe von Feierwerk produzierter &#8222;Szene-Sampler&#8220;.</strong></p>
<h2>Der Aufhänger: Auftrittsmöglichkeiten</h2>
<p>Der Projekttitel „Munich Blues“ bezieht sich auf den Songs „New York Blues“ von Louisiana Red: „New York City &#8211; &#8217;s a doggone cruel ol&#8216; town! You don&#8217;t believe me, man? I&#8217;ll be glad to show you &#8218;round“. Ein Statement voller Hassliebe. <strong>Der Sinn des Projekts war aber in erster Linie, ein Stück Münchner Underground sichtbarer werden zu lassen.</strong> Ausgangspunkt war eine in der „Münchner Stadtzeitung“ platzierte Annonce: „Workshop mit Auftrittsmöglichkeiten“, hieß es da. Gesucht wurden „Sänger*innen, Musiker*innen, Dichter*innen, die den Blues haben“, um ein gemeinsames Repertoire für eine Veranstaltung zusammenzustellen. <strong>Daraus wurden schnell drei abendfüllende Programme beim Feierwerk „Fest &#8217;86“ und an zwei „Blues-Tagen“ im <a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerk-theatron-im-westpark/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Westpark-Theatron</a>.</strong> Das verlieh den Musikertreffen und Jam-Sessions weiteren Schub. <strong>Seit der Aufnahme des kontinuierlichen Konzertbetriebs in der <a href="https://blog.feierwerk.de/der-einzug-in-die-hansa-39/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hansa 39</a> im Dezember 1986 präsentierte sich die Blues-Szene regelmäßig und immer häufiger mit Konzerten, Festivals und Workshops.</strong></p>
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<h2>„Got My Mojo Workin‘“</h2>
<p>Am 20. und 21. März 1987 legte „The &#8218;Mojo&#8216; Ram Jam Blues Gang“ dann gleich mit einem zweitägigen Festival los. Die Bandbreite reichte von Bigband-Sound, neu arrangierten Traditionals über Jazz, Funk-Groove und Swing bis zu Country Blues und „Jug Band Music“ (hier wird der Bass auf einem großen Whiskey-Krug geblasen). <strong>Sechs Bands und Gäste, wie der „Jazz Rock Fusion“-Pionier Jim Pepper, sorgten für Abriss und machten die Vielfältigkeit des Blues erlebbar.</strong> In jeder der beim „&#8217;Mojo&#8216; Ram Jam Blues &amp; Jazz Festival“ aufgetretenen Formationen steckten verschiedene Angehörige der neunköpfigen Band.</p>
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<h2><strong>Mojo Ram Jam Blues Gang featuring Jim Pepper. &#8222;Got My Mojo Workin&#8220;:</strong></h2>
<p>Mit ihrem signifikanten, unterhaltsamen und tanzbaren Sound quer durch die Black Music Styles, mit griffigen Arrangements, einer fetten Bläsersektion, einer Wahnsinns-Rhythmus-Gruppe und nicht weniger &#8222;wahnsinnigen&#8220; Harp-Soli war „The &#8218;Mojo&#8216; Ram Jam Blues Gang“ einer der profiliertesten Acts unter den Bands, die sich bei „Munich Blues“ trafen. <strong>Die eigenwillige, spannungsgeladene Performance von Frontmann Sandy &#8218;Mojobone&#8216; Fischer stellte eine Verbindung zur magischen Tradition in der Black Music her.</strong></p>
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<h2>Munich&#8217;s Wild Years</h2>
<p>Irgendwie kommt einem da John Lee Hooker’s Erzählung vom „Boogie Chillun“ in den Sinn: <strong>Schon mit 16 Jahren hatte Sandy &#8218;Mojobone&#8216; Fischer Zugang zu den Hotspots für Jazz, Blues, Soul und US-Avantgarde-Musik im München der 60er Jahre.</strong> In einem Freizeitheim hatte er den Gitarristen der „Mojos“, der ersten stadtbekannten Soulband, kennengelernt. Der hat ihn in den „Birdland Club“ eingeladen. Dieser Club in der Kirchenstraße in Haidhausen und das „Tabarin“ in der Thierschsstraße waren sogenannte Ami-Clubs, in denen jede Menge schwarze G.I.s und Musiker*innen unterwegs waren. <strong>„Dort hatte nur die Military police (MP) was zu melden, nicht aber die Münchner Polizei. Deshalb konnten wir 16jährigen uns überhaupt da drinnen aufhalten“</strong>, erinnert sich Sandy. So sind schon früh eine Reihe von Freundschaften entstanden.<strong> In den USA wurde Black Music als „Race Music“ unter der Decke gehalten, während Blues und Soul in Europa in den 60er Jahren richtig gefeiert wurden.</strong> Die schwarzen Musiker*innen <strong>„haben sich total gefreut, dass wir Jungen uns für ihre Musik interessiert haben. Die haben uns dann quasi auch in die anderen Clubs reingeschleust.“</strong> Außerdem existierte ein richtiger Underground: wilde, legendäre Schuppen wie die „Costa Rica Bar“ oder die „New Cracker Box“ in der Leopoldstraße. Das Publikum bestand aus jeder Menge G.I.s aus den US-Kasernen im Münchner Norden, Prostituierten, Zuhältern, Halbkriminellen. Täglich fanden Livebands statt, vor allem Rock &#8217;n&#8216; Roll,<br />
Rythm &#8217;n&#8216; Blues und Soul –<strong> „die beste Musik der Stadt“</strong>. So ist es eigentlich logisch, dass „The &#8218;Mojo&#8216; Ram Jam Blues Gang“ und ihre Seitenprojekte einen Melting Pot aller möglichen Strömungen darstellten, zu denen Sandy schon frühzeitig Zugang hatte.</p>
<h2>Selbstorganisation</h2>
<p>Neben den Sessions und Konzerten im Feierwerk war die Kontaktsuche zu Musiker*innen und ähnlichen Initiativen in anderen Regionen Bestandteil des Projekts. Das Ziel war, in einem für berufstätige Musiker*innen erreichbaren Raum außerhalb Münchens Auftritte selbst zu organisieren<strong>.</strong> <strong>Unter dem Titel „Jazz &amp; Blues History Tour“ fanden zum Beispiel in Kooperation mit der Oberallgäuer Musikercooperative im Oktober und November 1987 unter starker Beteiligung Münchner Bands Festivals in Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf und München statt.</strong> Unter dem Stichwort „Bandaustausch“ gab es in der Folge in vielen Städten und Städtchen gemeinsame Konzerte mit lokalen Bands, die von den Musiker*innen selbst gemanagt wurden. <strong>Aus einem kleinen Haufen Session-Fans entstand zudem die Idee, „Munich Blues“ als eigene Initiative zu gründen.</strong> Über das Musikalische hinaus ging es darum, das randständige Image des Blues zu verbessern, durch Veranstaltungen und Workshops vorzuführen, was alles in dieser Musik steckt und dabei auch Foto- und bildende Kunst, Malerei und Performance einzubinden. In der kurzen Zeit seines Bestehens gab der „Munich Blues e.V.“ das Fanzine „Munich Blues News“ heraus und veranstaltete den „Bavarian Blues Award“. <strong>„The Natural Ball“, das Silvester-Festival am 30./31. Dezember 1989 in Kooperation mit dem Blues-Forum Rhein-Neckar e.V. war wunderbar, die Hütte war voll bis unters Dach, aber die rauschende Party brachte die wenigen Aktiven des Vereins auch an den Rand ihrer Kräfte.</strong></p>
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<h2>Der erste Szene-Sampler</h2>
<p><strong>Um den Bandaustausch voranzutreiben, wurde erst einmal mit Hilfe eines Radiorecorders mit zwei Laufwerken eine Sammelkassette mit den Demoaufnahmen von acht Gruppen aus dem Dunstkreis von „Munich Blues“ zusammengestellt.</strong> Irgendwie gefiel das auch dem Münchner Jugendkulturwerk, das erstmals das Feierwerk-Projekt eines Szene-Samplers finanzierte. „Munich Blues Sunrise&#8220; war der Titel der ersten, Anfang 1988 erschienenen, LP dieser Art und präsentierte ein Repertoire, das von Traditional- und Chicago-Blues, über Rhythm &#8217;n&#8216; Blues und Dancefloor-Blues bis zum Garagenblues reichte. Seither gibt es im Feierwerk immer wieder Szene-Sampler bzw. Kompilations mit unterschiedlichem Ansatz. <strong>Zwischen 1989 und 1991 erschienen die LPs „Munich Latin Locomoción“, „Jazz &#8211; Live Aus Dem Feierwerk München“ und „Hard &#8218;N Heavy Live Im Feierwerk!“.</strong> Ab 1994 wurde auf CD umgestellt. Der Sampler „Blues Attraction“ beleuchtete erneut die Blues-Szene. Es folgten weitere „Live im Feierwerk“-Veröffentlichungen. „Chiller Lounge Records“ produzierte zwischen 1997 und 2003 die Kompilations „Feierwerk – Sommerfest“. <strong>Seit 2011 bringen das <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> und die <a href="https://www.sueddeutsche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Süddeutsche Zeitung</a> beim &#8222;<a href="https://soundofmunichnow.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sound Of Munich Now</a>&#8220; in jedem Jahr den Sampler zum Festival unter die Leute.</strong></p>
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		<title>Bora Bora Fotoaktion &#8211; Südseeinsel-Feeling zum Feierwerk FEST &#8217;88</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 15:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-300x225.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-1024x768.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-768x576.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-87x67.jpg 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Man nehme eine aufblasbare Badeinsel aus dem Baumarkt, Schwimmbrille, Bademütze, Telecaster-Kopie und den Badeanzug eines Mitglieds der Geschäftsleitung &#8211; und fertig sind die Requisiten für das Bora Bora Titelfoto zum Feierwerk FEST &#8217;88, das anschließend fast zehn Jahre lang auf Plakaten und Programmfoldern erschien. &#8222;Eines der wohl schönsten Archivfotos&#8220; hieß es viele Jahre später im [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="113" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-300x225.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-1024x768.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-768x576.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari_2-87x67.jpg 87w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Man nehme eine aufblasbare Badeinsel aus dem Baumarkt, Schwimmbrille, Bademütze, Telecaster-Kopie und den Badeanzug eines Mitglieds der Geschäftsleitung &#8211; und fertig sind die Requisiten für das Bora Bora Titelfoto zum Feierwerk FEST &#8217;88, das anschließend fast zehn Jahre lang auf Plakaten und Programmfoldern erschien. &#8222;<strong>Eines der wohl schönsten Archivfotos</strong>&#8220; hieß es viele Jahre später im „<a href="https://www.curt.de/muenchen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">curt Magazin</a> #74“, dem <strong>Gratulationsheft zum 30. Feierwerk-Geburtstag.</strong> Auch in der Gegenwart können sich offenbar immer noch einige Leute beömmeln, wenn sie auf dieses Foto stoßen. Darum gibt es hier ein paar Geschichten rund um die vorübergehende <strong>Mutation eines &#8222;Sachbearbeiters für Jugendkultur&#8220; zum FEST-Posterboy</strong>.<span id="more-7570"></span></p>
<h2>Feierwerk als Oase der subkulturellen Wüste Münchens</h2>
<p>In den 18 Monaten seit dem Start des regelmäßigen Betriebs in der <a href="https://blog.feierwerk.de/der-einzug-in-die-hansa-39/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hansa 39</a> hatte sich Feierwerk nach und nach in immer mehr Räumen des Gebäudes eingenistet. An mindestens vier Tagen in der Woche fanden jetzt Konzerte von Münchner Bands statt, aber auch Auftritte von Kabarettisten, Comedy- und Theatergruppen etc. Hinzu kamen Support-Aktionen für die Szene wie Workshops, Musikermeetings, Organisation des Bandaustauschs oder Rambazamba vor dem Rathaus, um auf die Übungsraum-Misere aufmerksam zu machen. <strong>Dann gab es den Wettbewerb „<a href="https://blog.feierwerk.de/workshops-statt-blumenstraeusse-vom-bandwettbewerb-rock-feierwerk-zum-sprungbrett-foerderprogramm/">Rock Feierwerk</a>“ incl. LP-Produktion</strong>. Anfang 1988 erschien außerdem mit der LP „munich blues &#8218;SUNRISE&#8217;“ der erste einer Reihe von Szenesamplern. Das Ergebnis: <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> wurde in der Öffentlichkeit gehandelt als „<strong>Oase in der subkulturellen Wüste Münchens</strong>“.</p>
<h2>Visualisierung der &#8222;kulturellen Insel&#8220; zum FEST &#8217;88</h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7600 alignright" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_FEST_festplatz-mit-swimmingpool-200x300.jpg" alt="Feierwerk_Blog_FEST_festplatz mit swimmingpool" width="200" height="300" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_FEST_festplatz-mit-swimmingpool-200x300.jpg 200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_FEST_festplatz-mit-swimmingpool-683x1024.jpg 683w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_FEST_festplatz-mit-swimmingpool-768x1152.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_FEST_festplatz-mit-swimmingpool.jpg 800w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />Auch das FEST machte 1988 einen großen Sprung nach vorn</strong>. Neben dem Programm (Eintritt frei!) schufen die Gestaltung <span style="letter-spacing: -0.008em;">der Location und des großen Platzes vor der Hansa 39 eine einmalige Atmosphäre. Die </span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">Strandkörbe</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;"> waren zu einem der </span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">Wahrzeichen des FEST</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;"> geworden. Es gab einen </span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">kleinen grünen Swimmingpoo</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;">l im </span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">großen gemütlichen Biergarten</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;"> und vieles mehr. Das Ganze hatte etwas Insulares und war mit dem Termin in der Woche vor Beginn der Sommerferien durchzogen von der </span><strong style="letter-spacing: -0.008em;">Vorfreude auf einen tollen Sommer</strong><span style="letter-spacing: -0.008em;">.</span></p>
<p>Die Claims „<strong>Oase</strong>“ bzw. „<strong>kulturelle Insel</strong>“, das Ferienfeeling und ein Hauch von &#8222;<strong>Unter dem Pflaster liegt der Strand</strong>&#8220; sollten für die FEST-Werbung visualisiert werden. <strong>In guter Feierwerk-Tradition</strong> startete erst einmal eine <strong>Fotoaktion in</strong> <strong>DIY-Manier</strong>. Also Gummi-Insel, Gummi-Ente, Luftgitarre gepackt und rauf auf die Bühne. Bei allem Spaß an der Geschichte erwiesen sich die Ergebnisse des Posings und der Knipserei noch nicht als das Gelbe vom Ei.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_BoraBora_DIY_Fotoaktion_03-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Historie_BoraBora_DIY_Fotoaktion_03_credits_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Historie_BoraBora_DIY_Fotoaktion_03_credits_Feierwerk" /></div>
<p><strong>Jetzt war der Sendlinger Künstler und Fotograf Stefan Caspari gefragt</strong>. Zu seinem künstlerischen Konzept gehörte es, bei seinen Portraits mit Menschen zu arbeiten, die er oft einfach auf der Straße ansprach. Er hatte also jede Menge Erfahrung, ungelernte Models unprätentiös ins richtige Licht zu setzen. <strong>Warum nicht auch jemanden aus der Feierwerk-Belegschaft auf die Bora Bora Insel schicken?</strong></p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari-747x1024.jpg" title="Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari" alt="Feierwerk_Blog_Historie_1988_BoraBora_Foto_Stefan_Caspari" /></div>
<h2>Bora Bora 1988 &#8211; und dann ging die Post ab</h2>
<p>Plakat hin oder her. <strong>Ab 1988 nahm das FEST so richtig Fahrt auf</strong>. Seither verdoppelte sich jedes Jahr die Anzahl der Besucher*innen, bis die Veranstaltung in den 90ern <strong>mehr als 100.000 Leute an neun Tagen</strong> ins <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> brachte. Einiges dazu hat sicher <strong>eine Bildungsreise der Feierwerker beigetragen. </strong>Im Jahr zuvor musste der alte Feierwerk-Stadtbus über die „Kasseler Berge“ bis nach Hamburg keuchen. Dort gastierte „Boulevard of Broken Dreams“, ein ungeheuer inspirierendes Künstler-Kollektiv aus Amsterdam. Das Programm und die Atmosphäre des FEST profitierten in vielerlei Hinsicht davon.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_1988_Fest_Magic_-Mystery_Walk_1-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Historie_1988_Fest_Magic_ Mystery_Walk_1_credits_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Historie_1988_Fest_Magic_ Mystery_Walk_1_credits_Feierwerk" /></div>
<p>Unter anderem gehörte eine Reihe von Jahren der „<strong>Magic Mystery Walk</strong>“ zu den Attraktionen. Das war eine vom <strong>Betriebsschamanen Klaus</strong> liebevoll ausgearbeitete <strong>Quasi-Geisterbahn</strong>, ein geheimnisumwobener Publikumsmagnet. Die Schlange vor dem Eingang riss einfach nicht ab.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_fest-publikum-außenbühne-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Historie_fest-publikum-außenbühne_credits_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Historie_fest-publikum-außenbühne_credits_Feierwerk" /></div>
<p><span style="letter-spacing: -0.008em;"><strong>Das FEST machte sich auch auf dem damals noch unbebauten Platz vor der Hansa 39 zunehmend breit und entwickelte sich zu einem großen bunten Boulevard.</strong> Es gab immer mehr Zelte, Strandkörbe, Ausstellungsflächen für bildende Kunst und Kunsthandwerk, Auftritte von Bands, Theater- und Tanzgruppen, Kleinkünstlern. Für verschärfte Stimmung auf dem Platz sorgten Straßentheater, Gaukler und Klamauk wie die legendäre &#8222;Sockenorgel&#8220;.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-7593 size-large" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre-nachts-3-1024x462.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre nachts 3" width="770" height="347" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre-nachts-3-1024x462.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre-nachts-3-300x135.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre-nachts-3-768x346.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/05/Feierwerk_Blog_Historie_FEST_festatmosphäre-nachts-3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>Jedes Jahr war die „<strong>fun-for-free-Version des Tollwood</strong>“ (Applaus) ein neuntägiger reiner Wahnsinn im positiven Sinne, nach dem sich die Feierwerker platt aber glücklich <strong>eine fette Afterparty</strong> gönnten. Das berühmt-berüchtigte Feierwerk FEST, das sind wieder einige andere Geschichten.</p>
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		<title>Wohnzimmer mit grünem Teppichboden &#8211; der Einzug in die Hansa 39</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 06:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="101" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_(c)Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk.jpg 1280w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-300x202.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-1024x689.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-768x517.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Hansa 39 ist das Urgestein und „Auditorium Maximum&#8220; der Feierwerk-Locations: Viele Besucher*innen assoziierten lange das gesamte Feierwerk mit diesem Club, der Ende November 1985 zum ersten Mal bespielt wurde. Die Anfänge der Hansa 39 &#8211; der Style war nebensächlich Als was dieser Saal einmal fungierte, weiß man nicht mehr so genau. Konferenzraum? Kantine? Auf jeden [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="101" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_(c)Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk.jpg 1280w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-300x202.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-1024x689.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-768x517.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_04_cFeierwerk-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p><strong>Die <a href="https://www.feierwerk.de/einrichtungen-projekte/veranstaltungsbetriebe-hansastr-31-41/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hansa 39</a> ist das Urgestein und „Auditorium Maximum&#8220; der Feierwerk-Locations:</strong> Viele Besucher*innen assoziierten lange das gesamte Feierwerk mit diesem Club, der Ende November 1985 zum ersten Mal bespielt wurde.</p>
<p><span id="more-7103"></span></p>
<h2>Die Anfänge der Hansa 39 &#8211; der Style war nebensächlich</h2>
<p>Als was dieser Saal einmal fungierte, weiß man nicht mehr so genau. Konferenzraum? Kantine? Auf jeden Fall braune Vorhänge, abgerockter grünlicher Nadelfilzboden, Musiksaal-Stühle mit Schreibplatte, nackerte Neonleisten. Nicht wirklich hübsch. <strong>Aber das Glück bestand darin, endlich einen Veranstaltungsraum zu haben, ein Forum für junge Münchner Kultur, 230 qm groß &#8211; der Style war nachrangig.</strong> Geld für den Ausbau stand nur wenig zur Verfügung. Stattdessen gab es ein Riesenlager mit in vier Jahren zusammengetragenem Baumaterial und Dekokram. Und dann ging es einfach mal los mit einzelnen Veranstaltungen. <strong>Die Bühne stand mal links und mal rechts zwischen den Fenstern. Aber schon beim „Fest 86“ war sie &#8211; natürlich selbst geschreinert &#8211; dort aufgebaut, wo sie jetzt noch steht.</strong></p>
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<h2>Zwischen &#8222;veranstaltungsbegleitender Gastronomie&#8220; und Wohnzimmer</h2>
<p>Schritt für Schritt wurde auch das kleine Café ausgebaut. Hier gab es das liebevoll „Eitter“ genannte Bier aus Plastikbechern. Ferner ziemlich große Margarine-Schinken-Käse-Kopfsalatblatt-Tomatenscheibe-Baguettes, die auf jeden Fall das kulinarische Niveau der in vielen WGs beliebten Dosenravioli erreichten. &#8222;Veranstaltungsbegleitende Gastronomie&#8220; eben. <strong>Für unzählige Künstler*innen und die Feierwerker*innen war das Café ein Quasi-Wohnzimmer, ein Ort nächtelanger Diskussionen über Stil- und Interpretationsfragen, die Kommerzialisierung der Popkultur, die raren Proberäume usw.</strong></p>
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<h2>Die allererste Veranstaltung in der „Hansa 39“</h2>
<p>„Rock‘n Video“ am Freitag, den 22. und Samstag, den 23. November 1985 war ein zweitägiges Festival mit Video-Clips, Talkrunden und Livemusik von acht Münchner Bands. Die kamen allesamt aus den städtischen Übungsräumen an der Dachauer Straße 128. In der legendären „Baracke 28“ gab es 16 Räume, die von ca. 30 Bands genutzt wurden. Videoclips waren in den 80er Jahren in der Popkultur ein großes Thema. <strong>Bei „Rock‘n Video“ ging es um die Auseinandersetzung mit deren Ästhetik und Klischees, um praktische Erfahrungen mit der Visualisierung von Musik und auch um die Präsentation eines Ausschnitts Münchner Stadtkultur.</strong> Die Idee für die Veranstaltungsreihe und einige tolle Clips stammten vom damaligen Fachberater für Medienpädagogik im Regierungsbezirk Oberbayern, Robert Hültner, der später mit seinen hinreißenden Baiernkrimis bekannt wurde.</p>
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<h2>Konzerte, Kleinkunst und Visionen</h2>
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<p>1986 stand erst einmal im Zeichen eines sporadischen, gemischten Programms. „Tanz auf dem Kometenschweif“ war das Motto einer Faschings(!)-Party mit Bumm Bumm (Samba), Disco, Styling-Corner. <strong>Feierwerk brachte seine erste LP mit den fünf Siegern des Wettbewerbs „<a href="https://blog.feierwerk.de/workshops-statt-blumenstraeusse-vom-bandwettbewerb-rock-feierwerk-zum-sprungbrett-foerderprogramm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rock Feierwerk ‘85</a>“ heraus.</strong> Die Bands präsentierten sich und ihre Platte Mitte April in der „Hansa 39“. Im Juli fand das <strong>FEST</strong> (das mit den „Wackersdorfer Ritterspielen“) zum ersten Mal auf dem Feierwerk-Gelände statt. In den im Juni bezogenen Büros wurde die kleine Schwester der Theatron-Veranstaltungen im Olympiapark organisiert. <strong>Die Reihe „<a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerk-theatron-im-westpark/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Westpark-Theatron</a>“ startet im September mit einer Mischung zwischen Weltmusik, Jazz, Rock und Kleinkunst, nicht immer zur Freude der Anwohner*innen.</strong> Es kam schon mal vor, dass ein paar Eier auf der Scheibe eines Autos mit Feierwerk-Aufkleber landeten.<strong> Um den &#8222;zuständigen Stellen&#8220; fundierte Daten zu liefern, startete Feierwerk im Herbst eine Umfrage zum Thema Übungsräume, an der sich 132 Münchner Bands beteiligten.</strong> Irgendwo zwischen spiel- und spaßgetriebener Medienpädagogik auf Schulhöfen und bei Stadtteilfesten und dem Unmut über die ungenügende Medienpräsenz junger, lokaler Kultur wurde weiter an der Vision eines <a href="https://www.feierwerk.de/einrichtungen-projekte/radio-feierwerk/radio-fuer-die-szene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Radio Feierwerk</strong></a> gesponnen.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1986_04_Rock_Feierwerk_Sieger_85_Flugblatt_cFeierwerk-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Coronaferien_1986_04_Rock_Feierwerk_Sieger_85_Flugblatt_(c)Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Coronaferien_1986_04_Rock_Feierwerk_Sieger_85_Flugblatt_(c)Feierwerk" /></div>
<h2></h2>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-7140" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_cFeierwerk-1024x689.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_(c)Feierwerk" width="770" height="518" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_cFeierwerk-1024x689.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_cFeierwerk-300x202.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_cFeierwerk-768x517.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/04/Feierwerk_Blog_Coronaferien_1985_Hansa_39_11_cFeierwerk.jpg 1280w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></h2>
<h2>Endlich geht es los in der Hansa 39</h2>
<p>Ab Dezember 1986 wurden regelmäßig Veranstaltungen in der „Hansa 39“ gebucht, zunächst nur freitags und samstags. <strong>Schon im Laufe des Jahres 1987 nahm die Frequenz der Konzerte, Sessions sowie Theater-, Kabarett- und Comedy-Aufführungen rapide zu.</strong> 1989 war dann praktisch jeder Wochentag auf der Bühne der „Hansa 39“ belegt.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Feierwerk in der Mollhalle &#8211; Popmusik und Spiele für die „Turnschuhgeneration“</title>
		<link>https://blog.feierwerk.de/feierwerk-mollhalle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 09:33:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="101" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-300x202.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-1024x689.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-768x517.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Im Jahre 1985 bekommt das Feierwerk ein &#8222;Dach über den Kopf&#8220;: die Mollhalle. Auf rund 10.000 Quadratmetern bespielte der Verein rund ein halbes Jahr lang das riesige Gebäude mit den unterschiedlichsten Aktionen. In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr über den &#8222;ersten Schritt&#8220; des Feierwerk e.V. &#8211; den Entwicklungen in der Hansastraße 78. Die Mollhalle in [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="101" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk.jpg 1200w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-300x202.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-1024x689.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-768x517.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Arena_01_credit_Feierwerk-770x515.jpg 770w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Im Jahre 1985 bekommt das <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> ein <strong>&#8222;Dach über den Kopf&#8220;: die Mollhalle.</strong> Auf rund 10.000 Quadratmetern bespielte der Verein rund ein halbes Jahr lang das riesige Gebäude mit den unterschiedlichsten Aktionen. In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr über den &#8222;ersten Schritt&#8220; des Feierwerk e.V. &#8211; den Entwicklungen in der Hansastraße 78.<span id="more-6020"></span></p>
<h2>Die Mollhalle in der Hansastraße 78</h2>
<p><strong>Nach dem Ersten Weltkrieg setzte die Firma Leonhard Moll links und rechts der Hansastraße einen riesigen Bauhof in die Landschaft.</strong> Es entstanden Verwaltungsgebäude, eine Kranhalle, ein <a href="https://blog.feierwerk.de/underground-club-feierwerk-l-o-k/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">L-o-k-schuppen</a>, Werkstätten, Lagerhallen und vieles mehr. Nach dem Umzug der Firma wurde das Gelände ein Teil der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1983. Die Hansa 39 war u.a. Pressezentrum. <strong>In der Mollhalle (Adresse: Hansastraße 78) wurden in Abertausenden von Pflanzschalen die Blümchen herangezüchtet.</strong> Dann standen die Gebäude leer. Bis Feierwerk im Frühjahr 1985 für ein gutes halbes Jahr in die Mollhalle einzog, hatte sich zentnerweise Taubenkacke angesammelt &#8230;</p>
<h2>„Turnschuhgeneration“? „Generation X“? Whatever!</h2>
<p>Generationlabels wie „die Halbstarken“, die „68er“ etc. gab es schon länger. Alle vier Jahre nahm eine neue &#8222;Shell Jugendstudie&#8220; die Anstrengung des Begriffs auf sich. Aber für die breitere Öffentlichkeit war im Jahr 1985 „die Jugend“ immer noch eines der unbekannten Wesen, (wie im Uno-Jahr 1975 „die Frau“, „das Kind“ 1979, „die Behinderten“ 1981). <strong>Mit dem &#8222;Internationalen Jahr der Jugend&#8220; wollten die Vereinten Nationen darum Impulse für zahllose Aktionen und Aktivitäten setzen und dazu animieren, die 15- bis 25-jährigen intensiver und durchdachter ins Visier zu nehmen.</strong></p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Bühne_credit_Feierwerk-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Bühne_credit_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Bühne_credit_Feierwerk" /></div>
<h2>Mollhalle &#8211; die Superlocation</h2>
<p><strong>Die 10.000 Quadratmeter große Mollhalle wurde die zentrale Münchner Spielstätte zum “Jahr der Jugend”.</strong> Der junge Verein Feierwerk bekam von der Stadt München den Auftrag, hier den ganzen Sommer über richtig was los zu machen. Die Feierwerker*innen rückten mit allen, <a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerks-flying-circus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in vier Jahren mobilem Betrieb</a> zusammengetragenen, Fahrzeugen und Requisiten an. <strong>Hinzu kamen eine fette Wagenladung ausgemusterter Schaufensterpuppen und anderer nützlicher Kram aus der Dekoabteilung vom Kaufhaus Hertie in die Mollhalle.</strong> Irgendwoher kamen außerdem Fallschirme, Messewände, sehr rustikale Sitztribünen und ultrahübsches Mobilar von der Hausratsammelstelle. Die gestalterische Fantasie inklusive jeder Art von Knochenarbeit kannte keine Grenzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-6037" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk-1024x710.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk" width="770" height="534" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk-1024x710.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk-300x208.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk-768x532.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Space_03_Feierwerk.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Schaufensterpuppe_credit_Feierwerk-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Schaufensterpuppe_credit_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Schaufensterpuppe_credit_Feierwerk" /></div>
<h2>Konzerte, Partys und New Games</h2>
<p><strong>Ab dem Frühjahr bis Ende September lief in mehreren Etappen Programm in der Mollhalle.</strong> Natürlich fanden jede Menge Konzerte statt &#8211; Patrice Oluma&#8217;s „Matata“, „Central Park“, „Juanito Heldmann“ waren dabei – sowie Schwerpunktveranstaltungen wie der Wettbewerb „<a href="https://blog.feierwerk.de/workshops-statt-blumenstraeusse-vom-bandwettbewerb-rock-feierwerk-zum-sprungbrett-foerderprogramm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rock Feierwerk</a>“, einen Teil des „<a href="https://blog.feierwerk.de/feierwerk-rockbuero-sued/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Münchner Rocksommers</a>“ mit dem Fokus auf Rock-Theatergruppen oder das „FEST 85“.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_06_Mollhalle_Vorschau_credit_Feierwerk-719x1024.jpg" title="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_06_Mollhalle_Vorschau_credit_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_06_Mollhalle_Vorschau_credit_Feierwerk" /></div>
<p>Drum herum gab es Kinderprogramm mit dem „Zirkus Pumpernudel“, einen Luftgitarren-Wettbewerb für die 12- bis 16-jährigen, Kabarett mit den „Bonzenbrennern“, Puppenspiel vom „<a href="https://klapp-theater.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klapptheater</a>“, Trommelkurse, Gipsmaskenbau, Modenschauen, eine Videoecke, ein Schmink- und Friseurstüberl oder „New Games“. Das waren Spiele, bei denen es keine „Gewinner*innen“ und „Verlierer*innen“ gibt, sondern die Kooperation und der Spaß der Gruppe im Vordergrund stehen. Am Anfang des einwöchigen „Mollhallen-Finales“ schmissen die vier gerade erst terrestrisch empfangbaren privaten Lokalradios (Radio Gong, Radio 44, Radio Xanadu, M1) eine große Party. <strong>Deren 1.500 Besucher bescherten dem Verkehr in der Hansastraße, dem Parkplatz vor der Mollhalle und den Feierwerker*innen eine Grenzerfahrung.</strong> <strong>Und kurz vor Schluss das Tolle: Feierwerk hatte erstmals – zunächst auf ein Jahr befristet &#8211; Angestellte.</strong> Anfang September nahmen fünf ABM-Kräfte ihre Arbeit auf.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Tanzperformance_01_credit_Feierwerk-370x285.jpg" title="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Tanzperformance_01_credit_Feierwerk" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_Tanzperformance_01_credit_Feierwerk" /></div>
<h2>Die Kranhalle wird in Beschlag genommen</h2>
<p>Während der Veranstaltungen diente ein einachsiger Bauwagen als Büro. Ein Telefon, eine elektrische Schreibmaschine &#8211; das genügte für ein bisschen Korrespondenz, Anträge, Bestellungen, Pressearbeit. Mithilfe von Schnippelbüchern und Rubbelbuchstaben entstand – naja – eigenwillige Gebrauchsgrafik. <strong>Hier und in einer Sofa-Lounge im Backstagebereich der Mollhalle wurden Ideen gesponnen, Konzepte entstanden und die Arbeit an weiteren Projekten begann.</strong> Häufig richtete sich der begehrliche Blick auch auf die Gebäude gegenüber in der Hansastraße 39 – 41. <strong>Nach der besenreinen Übergabe der Mollhalle „besetzte“ Feierwerk dort als erstes einen Gebäudeteil namens Kranhalle als Lager für Unmengen an Requisiten.</strong> Die bildeten einen wichtigen Grundstock für die kommenden Jahre. Das Büro zog aus dem Bauwagen bis zum „FEST 86“ in den ersten Stock der heutigen &#8222;<a href="https://www.pasinger-fabrik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pasinger Fabrik</a>&#8222;. Zusätzlich gab es sogar einen Besprechungsraum und ein kleines Techniklager. Und die erste Veranstaltung in der Hansa 39, die Ende November über die Bühne ging, wurde dort vorbereitet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-6033" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk-1024x743.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk" width="770" height="559" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk-1024x743.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk-300x218.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk-768x557.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Geschichte_Historie_Mollhalle_1985_Mollhalle_mit_Feierwerk_Bus_credit_Feierwerk.jpg 1200w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<p>(Zweiter Schritt: Fortsetzung folgt)</p>
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		<title>Rockhouse, Rockbücher, Rocksommer &#8211; Feierwerk und das &#8222;Rockbüro Süd&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2020 11:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Fachstelle Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Popförderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="105" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar.jpg 2047w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-300x209.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-1024x714.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-768x536.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-1536x1072.jpg 1536w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Der „Verband für Popkultur in Bayern“ (VPBy) gehört mit mehr als 150 Mitgliedern zu den führenden Popkulturförderern in Deutschland. Im Herbst feierte der Verband im Feierwerk, einem seiner Gründungsmitglieder, das 30-jährige Bestehen. Bis Mai 2011 hieß der Verein &#8222;Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e.V.&#8220; (ABMI) und war besser bekannt unter der Corporate Identity des &#8222;Rockbüro Süd&#8220;, dessen [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="105" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar.jpg 2047w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-300x209.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-1024x714.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-768x536.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_01_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_foto_Bernd_Schweinar-1536x1072.jpg 1536w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Der <a href="https://www.popkultur.bayern/vpby/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Verband für Popkultur in Bayern“ (VPBy)</a> gehört mit mehr als 150 Mitgliedern zu den führenden Popkulturförderern in Deutschland. Im Herbst feierte der Verband im <a href="https://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a>, einem seiner Gründungsmitglieder, das 30-jährige Bestehen. <strong>Bis Mai 2011 hieß der Verein &#8222;Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e.V.&#8220; (ABMI) und war besser bekannt unter der Corporate Identity des &#8222;Rockbüro Süd&#8220;</strong>, dessen Entstehungsgeschichte wir hier gerne erzählen möchten.<span id="more-5203"></span></p>
<h2>&#8222;RockHouse e.V.&#8220; und Feierwerk gründen das &#8222;Rockbüro Süd&#8220;</h2>
<p><strong>Gemeinsam mit dem Münchner „RockHouse e.V.“, einem Verein zur Förderung junger Rockmusik in München bzw. Bayern rund um Georg Kostya und Hans Ernst, gründete Feierwerk 1988 das „Rockbüro Süd“ </strong>und investierte in beträchtlicher, sechsstelliger Höhe Ressourcen, finanzielle Mittel und Manpower in das überregionale Netzwerk. Lange Zeit liefen dessen Fäden im „Rockbüro Süd“ zusammen. Lokale Aktionen weiteten sich aus. Die inhaltlichen Impulse einer ganzen Reihe von Projekten wurden hier entwickelt und in die Welt gesetzt: <strong>drei „Rockbuch“-Ausgaben, das Konzept der „Rockintendanz“, der Neustart des „Rock Sommer“ auf der Seebühne im Olympiapark, Aktionen zur Verbesserung der Auftrittssituation, der <a href="https://www.popkultur.bayern/popkulturpreis/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bayerische Popkulturpreis</a>, ein Seminar zur Veranstalter*innen-Qualifizierung, die Pilotveranstaltung für regelmäßige Popkonferenzen </strong>und vieles mehr.</p>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_02_Hans_Ernst_Rockbüro_mobi_1990_1-768x1186.jpg" title="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_02_Hans_Ernst_Rockbüro_mobi_1990_1" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_02_Hans_Ernst_Rockbüro_mobi_1990_1" /></div>
<div class="envira-gallery-feed-output"><img decoding="async" class="envira-gallery-feed-image" tabindex="0" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_Rockbuch_91_92-768x1097.jpg" title="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_Rockbuch_91_92" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_Rockbuch_91_92" /></div>
<p>1985 hatte Feierwerk die Recherche für das „Musikbuch München ‘86“ durchgeführt, das erstmals einen kompakten Überblick zur örtlichen Musikszene bot. Seither spukte die Idee für ein „Rockbuch“ in den Köpfen herum. <strong>Ziel war es – natürlich weit über die Grenzen der Stadt hinaus &#8211; für die Szenen, die Bands, Labels, Clubs, Festivals, Medien, Initiativen etc. Öffentlichkeit herzustellen, ihre Zusammenarbeit zu erleichtern, über die Arbeitsweise der Musikbranche zu informieren und die Institutionen der Kulturförderung zu beleuchten.</strong> Zwei regional geprägte Ausgaben und ein bundesweit orientiertes Buch bildeten die Basis für die ab 1997 aufgebauten Online-Services von www.allmusic.de. Da wurde auch schon einmal im Urlaub gearbeitet. Große Teile der zweiten Ausgabe wurden auf einer Berghütte in Kärnten geschrieben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5853 size-medium" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause-203x300.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause" width="203" height="300" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause-203x300.jpg 203w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause-692x1024.jpg 692w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause-768x1137.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbuch_93_94_Redaktion_Berghütte-Kärnten_Bernd_kreative_Pause.jpg 1025w" sizes="(max-width: 203px) 100vw, 203px" /></p>
<p>Aufgrund der Erfahrungen mit den bayerischen Gegebenheiten und angeregt durch die Ende der 80er Jahre in verschiedenen Städten gegründeten Rockbüros, <strong>lag es sowohl für den Münchner „RockHouse e.V.“ als auch für Feierwerk auf der Hand, verschiedene Aktionen zur Förderung der Szenen im Freistaat zu bündeln.</strong> Die Zusammenarbeit beider Vereine begann 1988. <strong>Das im Feierwerk angesiedelte „Rockbüro Süd“ nahm die Arbeit auf.</strong></p>
<p>Erheblich mehr Zug bekam die Arbeit der 1989 gegründeten „Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e.V.“ (ABMI) im November 1991, als Bernd Schweinar als hauptamtlicher „Bayerischer Rockintendant“ seine Arbeit aufnahm. <strong>„Intendanz“ ist sozusagen die Headline einer im „Rockbüro Süd“ entwickelten Tätigkeitsbeschreibung. </strong>Analog zum Berufsbild in Theatern, Medien usw. betont der von der damaligen Feierwerk-Mitarbeiterin Ulla Kart ins Spiel gebrachte Begriff die Eigenverantwortung der Szenen und beschreibt ein Paket grundlegender Aufgaben: <strong>Finanzielles, Künstlerisches, Personelles, Öffentlichkeit und Politik, Formierung von Szenen, Vernetzung, Lobbyarbeit.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5855 size-medium" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig-255x300.jpg" alt="Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig" width="255" height="300" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig-255x300.jpg 255w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig-872x1024.jpg 872w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig-768x902.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig-1307x1536.jpg 1307w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2020/03/Feierwerk_Blog_Rockbüro_Süd_Verband_für_Popkultur_Bayern_03_Rockbüro_Bernd-Schweinar_1992-foto_Bob_Lässig.jpg 1350w" sizes="(max-width: 255px) 100vw, 255px" /></p>
<h2>Der Münchner &#8222;RockSommer&#8220; auf der Seebühne im Olympiapark</h2>
<p>Der Münchner „RockSommer“ war 1988 nach dem Abbruch der „Alabamahalle“ 1988 heimatlos geworden. <strong>Das „Rockbüro Süd“ hatte die erfolgreiche Idee, die Veranstaltungsreihe auf der Seebühne im Olympiapark neu zu starten.</strong> Das passierte vom 28. Juli bis 01. August 1992 mit den Bands THE WORX + ECCO DI LORENZO &amp; HIS SOULFOOD + HIFI MAMA + RUBBERMAIDS + LOVE &amp; LIES + THE FOR PRESIDENTS + LIMITERS + BIG FAMILY + THE RUN + MODO. Bereits 1994 sorgte die „Arbeitsgemeinschaft Rocksommer“ für eine erhebliche Ausweitung des Programms.</p>
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<p><strong>Aktiv wurde das „Rockbüro Süd“ auch bei der Anregung und Koordination überregionaler Aktionstage zum Thema Auftrittssituation.</strong> Der „Großraum München rockt“ war der Titel einer Promoaktion am 21. Juli 1991 mit einem gemeinsamen Konzert von 28 Jugendzentren und Initiativen. Mit Sponsorenhilfe folgten darauf landesweite Schülerbandfestivals und die vom „Rockbüro Süd“ organisierte „Rock &#8217;n&#8216; Future“-Reihe mit 151 Festivals in 140 deutschen Städten. <strong>„Seitenprodukt“ ist das „<a href="https://www.popkultur.bayern/knowhowseminar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Know-how-Seminar</a>“.</strong> Die sich ständig wandelnde und erweiterte Themenpalette der seit 1992 laufenden Veranstalter*innen-Qualifizierung umfasst praxisnah Finanzplanung &amp; Kostenkalkulation, Steuern &amp; Abgaben, Nachhaltigkeitslösung &amp; Umweltkonzept, Trends im Musikbusiness, Promotion &amp; Marketing, GEMA &amp; KSK, Booking &amp; Programmplanung, Sicherheitskonzepte, RiscManagement &amp; Versicherungen.</p>
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<p><strong>Eine weitere Funktion des „Rockbüro Süd“ war das Zusammentragen und Austauschen von Informationen, Daten, Ideen, Konzepten, Know-How, Kontakten und Fachwissen.</strong> Im Auftrag des damaligen Kulturreferenten Siegfried Hummel fand 1993 in der „Pasinger Fabrik“ das „Symposium Rockförderung und Stadtkultur“ statt. Referenten waren u.a. Dieter Gorny, Prof. Manfred Prenzel, Prof. Peter Wicke und Initiativ-Vertreter*innen aus verschiedenen Bundesländern. Mittlerweile veranstaltet der Verband für Popkultur in Bayern regelmäßig die „<a href="https://www.popkultur.bayern/dialogpop/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dialog.Pop</a>“, eine Fachkonferenz für Popmusikfördernde und -fördergebende.</p>
<p>Seit 2003 ist der VPBy und damit auch das &#8222;Rockbüro Süd&#8220; in der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim angesiedelt. <strong>Mit einem Jahresetat von rund 480.000 € (2018) bündelt der Verband die bayerischen Szeneförderer (Veranstalter*innen, Clubs, Open-Airs, Musikinitiativen, Kommunen usw.) unter einem Dach, nimmt deren Interessen wahr und leistet einen maßgeblichen Beitrag zur Popförderung in Deutschland.</strong></p>
<p>Wer Lust hat und noch mehr wissen möchte, kann sich online die <a href="https://www.popkultur.bayern/tpl_allmusic2011/flipbook/30Jahrevpby_2019-11-05_10-03-56.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Doku zu 30 Jahre VPBy</strong></a> anschauen.</p>
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		<title>Feierwerk&#8217;s Flying Circus – die Geschichte, wie vor über 35 Jahren alles begann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bob Laessig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jun 2018 10:54:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kulturszene]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="150" height="104" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil (4)" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4.jpg 1000w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-300x208.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-768x532.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Die Geschichte vom Feierwerk fängt an in einem Zirkuszelt. Kick-off war das Pädagogik-Student*innen-Projekt &#8222;Rockzelt &#8217;82&#8220;. Mit fliegenden Bauten, markanten Fahrzeugen, Ideen, Visionen und ungeheurer Freude an Improvisation waren die &#8222;Feierwerker&#8220; dann in den ersten Jahren ständig auf Tour &#8211; der Feierwerk Flying Circus. Man kann es Jugendkultur auf Rädern nennen. Mittels Bauwägen, Wohnwägen, einem legendären [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="104" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4.jpg" class="attachment-thumb size-thumb wp-post-image" alt="Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil (4)" style="margin-bottom:10px;" decoding="async" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4.jpg 1000w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-300x208.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-768x532.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-4-870x600.jpg 870w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p>Die Geschichte vom <a href="http://www.feierwerk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feierwerk</a> fängt an in einem Zirkuszelt. Kick-off war das Pädagogik-Student*innen-Projekt &#8222;Rockzelt &#8217;82&#8220;. Mit fliegenden Bauten, markanten Fahrzeugen, Ideen, Visionen und ungeheurer Freude an Improvisation waren die &#8222;Feierwerker&#8220; dann in den ersten Jahren ständig auf Tour &#8211; <strong>der Feierwerk Flying Circus</strong>.<span id="more-767"></span></p>
<p>Man kann es <strong>Jugendkultur auf Rädern</strong> nennen. Mittels Bauwägen, Wohnwägen, einem legendären Magirus-Deutz &#8222;Rundhauber&#8220; und einem zu einer Art Mini-Feierwerk umfunktionierten Büssing BS 110 V suchte Feierwerk alle möglichen Plätze, Parks und öffentlichen Anlagen in der Stadt auf. Als &#8222;Kreativ-Studio&#8220; spielte der für eine Deutschmark gekaufte alte Stadtbus der Verkehrsbetriebe Pforzheim eine zentrale Rolle. Alles war drin: Sitzecke für Besprechungen, Werkbank, Schränke, Starkstromanschluss, Notstrom-Aggregat, Video-Anlage, Fernseher, Buttonmaschine, Siebdruckgerät, Spiele, Zirkusrequisiten, fünf Biergarten-Garnituren, Gesangsanlage, Mikrofone, Boxen, Schreibmaschine, Umdrucker etc.</p>
<p>Kreative Provisorien setzten auch später immer wieder Eckpunkte, sei es die &#8222;Südpolstation&#8220;, der Kombinatwagen vor der l-o-k oder der orangene &#8222;Mopos&#8220;-Wohnwagen in Obersendling.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-772" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos-1024x682.jpg" alt="Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos" width="770" height="513" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos-1024x682.jpg 1024w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos-300x200.jpg 300w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos-768x512.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos-270x180.jpg 270w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mopos.jpg 1280w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></p>
<h2>Wie alles begann &#8230;</h2>
<p>Das „Rockzelt &#8217;82“ und das „(Jugend)Fest‘83“ waren die Ergebnisse zweier Projektseminare am Institut für Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität. Dessen Teilnehmer*innen hatte die Aufgabe, Jugendkulturveranstaltungen zu planen, zu organisieren, durchzuführen und hinterher auszuwerten. Die Urbesetzung des am 14. Januar 1983 gegründeten Feierwerk e.V. rekrutierte sich aus einer Handvoll von „Pionieren“, denen diese Projekte einfach auch so viel Spaß machten, dass sie in der Arbeit für junge Kunst, Musik und Kultur eine Berufung mit längerfristiger Perspektive sahen. Pragmatische Gründe wie Umsatzsteuer-Befreiung, Haftung, Status einer juristischen Person &#8230; machten die Gründung eines Vereins sinnvoll. Denn &#8222;eines war &#8230; klar: Wir wollten keine Firma gründen, die Jugendkultur verkauft. Wir verstehen uns als Pädagogen, die im außerschulischen Bereich mit jungen Leuten pädagogische Arbeit leisten und fördern wollen.&#8220; So steht es im Jahresbericht 1983.</p>
<p>Inspirationen und Impulse lieferte der frischen Crew u.a. die in München zu den Olympischen Spielen 1972 als Rahmenprogramm installierte Kinderkulturarbeit. Seither waren mobile Spielbusse unterwegs, etwas komplett Neues. München gehörte damit zu den Vorreitern einer ganzen Bewegung. Daraus entstand zum Beispiel die &#8222;Pädagogische Aktion&#8220;. Anfang der 80er Jahre waren außerdem die Akteure der Jugendkulturen, die &#8222;Alternativkultur&#8220; usw. selbstbewusster geworden und konnten gegenüber den Hütern des Guten, Wahren und Schönen besser ihre Wertigkeit behaupten. Überall entstanden Initiativen und soziokulturelle Zentren und die Jugendkulturarbeit wurde auch Gegenstand der Sozialpädagogik.</p>
<h2>Allrounder gesucht!</h2>
<p>Konzepte zu entwickeln hatten die Ex- bzw. Nochstudent*innen bereits gelernt. Jetzt standen bei den &#8222;Feierwerkern&#8220; viele praktische Skills im Vordergrund: Lkw-Führerschein, der Gebrauch von Bindedraht und Gaffatape, von Flex und Vorschlaghammer, die Bereitschaft zum beherzten Griff ins Klo bei sanitären Notfällen &#8230; Gefragt waren Allrounder. Alles wurde selber gemacht, wenig eingekauft. Vieles fand sich bei den zu der Zeit mit Interieur gut versorgten Wertstoffhöfen oder im schier unermesslichen Keller des „Großen Vorsitzenden“. Gerne wurde die Dekoabteilung eines Münchner Kaufhauses &#8222;geplündert&#8220;. Die Honorarposten für die im Auftrag von Stadtjugendamt/Jugendkulturwerk und Kulturreferat organisierten Veranstaltungen investierten die Feierwerker in neue Projekte. Einige griffen dafür sogar ihre Ersparnisse an.</p>
<p>Dem &#8222;Rockzelt 82&#8220; folgte das im Wintersemester 1982/83 konzipierte „(Jugend)Fest‘83“. Über Rockmusik hinaus war das Programm um Theater, Kabarett, Kleinkunst, Kino, Video, Mitmachangebote und abgefahrene Spaßaktionen erweitert. Damit startete eine Reihe legendärer Sommerfestivals, die während zweier Jahrzehnte den Höhepunkt des Feierwerk-Jahres markierten. Aber auch die Vision einer festen Location für Jugendkultur nahm schon in den Köpfen der Feierwerker Gestalt an. Der gesamte Wagenpark war beim „Fest‘83“ aufgefahren. Im Vorlauf wurden mit dem Bus jede Menge Werbeeinsätze gefahren: an öffentlichen Plätze und U-Bahn-Haltestellen, in Fußgängerzonen, vor Schulen, Jugendzentren, Bolzplätzen und Spielwiesen &#8230;</p>
<p>Auf Tour war Feierwerk im Juni 1983 mit dem &#8222;JUKU-mobil&#8220;, einem mit Spielgeräten und Requisiten ausgestatteten Möbelwagenanhänger. Bei Bürgerfesten, in Pfarreien und Schulen wurden Zirkusspiel für Kinder und/oder &#8222;Open-Air-Disco&#8220; mit Tanz-, Show-, Theater- und Spieleinlagen angeboten. Im August war Feierwerk erstmals auf „Zirkus-Pumpernudl“-Bayern-Tournee 18 Tage lang quer durch Oberbayern, Schwaben und Franken unterwegs.<br />
Ein Buseinsatz mit der Band &#8222;Speed Limit&#8220; erfreute Ende Oktober 1983 die Teilnehmer*innen der Menschenkette bei Jungingen. Kurz vor Weihnachten tourte das gemischte Kabarett- und Kleinkunstprogramm &#8222;Schüler on CoolTour&#8220; durch die Stadt. Unter anderem die Herren Christian Springer, Helmut Schleich, Andreas Rüttenauer (aka &#8222;Kabarett Fernrohr&#8220;) oder Wolfgang Schmidbauer und Ecco Meinecke (aka &#8222;Duo Jedermann&#8220;) traten an verschiedenen Gymnasien und höhepunktmäßig in der &#8222;Liederbühne Robinson&#8220; auf. 1984 ging zum ersten Mal der Bandwettbewerb &#8222;Rock Feierwerk&#8220; über die Bühne, den es bis heute unter dem Titel &#8222;Sprungbrett&#8220; gibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-771" src="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-3-724x1024.jpg" alt="Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil (3)" width="724" height="1024" srcset="https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-3-724x1024.jpg 724w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-3-212x300.jpg 212w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-3-768x1086.jpg 768w, https://blog.feierwerk.de/wp-content/uploads/2018/07/Feierwerk_Historie_Flying_Circus_Mobil-3.jpg 905w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></p>
<p>Ausschlaggebend für die Inhalte der Arbeit war, dass die Feierwerker selbst Spaß am Programm hatten. Es bestand Einigkeit mit den Gästen, wo musikalisch/stilistisch der Hammer hängt. Folglich entwickelte sich das Fördern von Newcomern im Bereich Rock, Blues, Jazz bzw. das Organisieren von Popmusikveranstaltungen zu einem ziemlich dominanten Arbeitsschwerpunkt. Aber die Programme glänzten immer auch durch ein buntes Kaleidoskop aus Kabarett, Theater, Pantomime, Tanz, Puppenbau, Fotografie, Video, Trommeln, Buttons selber machen, Schminken, Zirkus, Unfug und Krawall &#8230;</p>
<p>&#8222;And Now for Something Completely Different&#8220;: 1985 gab es das &#8222;Internationale Jahr der Jugend&#8220;. Das ist so etwas wie das Jahr des Baumes, des nachhaltigen Tourismus oder was auch immer. Feierwerk erhielt den Auftrag, in einem Riesengebäude, der &#8222;Mollhalle&#8220; Jugendkulturveranstaltungen zu machen. Ab September fand die ehrenamtliche Arbeit Ergänzung durch fünf Hauptamtliche (&#8222;ABM-Stellen&#8220;). Ende November gab es die erste Veranstaltung in der &#8222;Hansa 39&#8220;. Damit begann eine ganz andere Geschichte (Fortsetzung folgt).</p>
<h2>Timeline der ersten Jahre:</h2>
<p><strong>1982</strong><br />
Rockzelt‘82: Erste Veranstaltungen mit einer studentischen Projektgruppe im September 1982. Zweimal fünf Tage Konzerte mit insgesamt zehn Band (u.a. den „Marionetz“, „Innerdeutsche Beziehungen“ oder „Lila Sterila“) bei den „Stadtteilwochen“ am Implerplatz und Oberhofer Platz. Eintritt 2 Mark!</p>
<p>Wintersemester 1982/83: Beim Projektseminar &#8222;Motivation und Interesse&#8220; am Institut für Pädagogik entstand in der &#8222;Vorbereitungsgruppe Rockzelt&#8220; allmählich der Plan für ein programmatisch erweitertes (Jugend)Fest’83.<br />
Von einigen Teilnehmer*innen wurde eine Vereinssatzung erarbeitet.</p>
<p><strong>1983</strong><br />
14.1.1983: Gründung des Feierwerk e.V.<br />
11.06.1983: &#8222;Test-Fest&#8220; bei der Stadtteilwoche Maxvorstadt am Roncalliplatz<br />
15.06. – 22.07.1983: &#8222;JUKU-mobil&#8220;, rollendes Praxismodell für verschiedene Formen von Jugendkulturveranstaltungen in einem ehemaligen Möbelwagenanhänger mit Zirkusspiel für Kinder und Open-Air-Disco für Jugendliche.<br />
01. + 02.07. / 15. + 16.07.1983: „(Jugend)Fest‘83“ als krönender Abschluss der Stadtteilwochen am Mariahilfplatz und im Grünwaldpark: Musik, Musik, Musik u.a. mit „Zauberberg“, „Cagey Strings“, „Continentals“, Theater, Kabarett, Pantomime, Tanz, Video, Schönheitsstüberl, Buttonmaschine, T-Shirt bedrucken, Klanggerüst, Quietschteppich, „Sommerschi“, &#8222;Gaukler-Kneipe&#8220; &#8230;<br />
Das war die Mutter aller Feierwerk Feste!<br />
01.- 27. 08.1983: „Zirkus-Pumpernudl“-Bayern-Tournee<br />
Dezember 1983: „Schüler on CoolTour“, gemischtes Kabarett- und Kleinkunstprogramm mit jungen Münchner Schüler*innen in Zusammenarbeit mit der der Kabarettgruppe „Fernrohr“. Die Tour zog durch fünf Münchner Gymnasien und war zweimal in der „Liederbühne Robinson“ in der Einsteinstraße zu Gast.</p>
<p><strong>1984</strong><br />
Erster „Rock Feierwerk“-Bandwettbewerb (mit Kassetten-Produktion der Siegerbands)</p>
<p><strong>1985</strong><br />
Den ganzen Sommer über betrieb Feierwerk die Mollhalle an der Hansastraße als zentrale Spielstätte zum &#8222;Jahr der Jugend&#8220; für München.<br />
Erste Veranstaltung in der Hansa 39: „Rock’n Video“ am 22. und 23.11.1985 mit Konzerten und Videoclips Münchner Bands.</p>
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