Kulturszene

Das Feierwerk Team in Hamburg ÔÇô Auf dem Reeperbahn Festival Part 2

An unserem dritten Tag auf dem Reeperbahn Festival erwachen wir zu typisch Hamburger Wetter. Grau, sehr windig und mit Aussicht auf einen heftigen Regenschauer. Mit einem hei├čen Kaffee und einem leckerem Franzbr├Âtchen bewaffnet machen wir uns gegen Mittag auf zu unserem ersten Vortrag an diesem Tag.

Spannende Panels beim Reeperbahn Festival

Im Schmidt Theater findet das Panel “Subscriber, Music Lover, Follower, Superfan” statt. Hier geben die Experten Tipps, wie man als K├╝nstler auch ├╝ber die diversen Streaming-Plattformen sein Geld verdienen kann. Der anschlie├čende Vortrag “Zukunft Veranstalten” l├Ąuft leider etwas aus dem Ruder. Eigentlich sollte es um das Thema “Nachhaltigkeit in der Eventbranche” gehen, die Referenten schweifen aber des ├Âfteren vom Thema ab.

Zu meinem Gl├╝ck geht es im Anschluss gleich weiter mit dem Panel “The Artist Manager”, das mein pers├Ânliches Highlight der Reeperbahn Festival Conference werden soll. Rachel Patterson, Amanda Playle , Ronnie Trainer und Sammi Wild sind extra aus Gro├čbritannien angereist, um uns von ihrem Arbeitsalltag als Managerinnen von Musikgr├Â├čen wie Johnny Marr oder James Bay zu berichten. Sie erz├Ąhlen uns, wie schwierig es manchmal ist, Privates von Beruflichem zu trennen, wenn man quasi 24 Stunden am Tag erreichbar sein muss. Sie berichten ├╝ber H├Âhen und Tiefen im Leben einer Musikmanagerin und sind sich aber alle am Ende einig, dass sie ihren Job gegen keinen anderen tauschen w├╝rden.

Konzerte von Dream Pop, orientalischen Kl├Ąngen und Singer/Songwriter-Sound

Am Abend gehen wir zum “Headcrash“, in dem gerade “Lydmor” spielt. Leider sind wir zu sp├Ąt dran und es herrscht bereits Einlassstopp. Wir stehen kurz in der Schlange vor dem Club, aber sie bewegt sich keinen Millimeter. Es ist eisig und wir ziehen weiter ins nahe gelegene “Imperial Theater“. Hier ist es sch├Ân warm und wir nehmen auf den wunderbar bequemen, roten Sitzen Platz. Um acht spielt hier “ViVii“, eine Band die ich bis dato nicht kannte. Sie besteht haupts├Ąchlich aus dem Ehepaar Emil und Caroline Johnsson aus Schweden, die wunderbaren Dream Pop machen. Vor allem der Song “Siv (You & I)” ist wundersch├Ân.

Nach einer kurzen Pause betritt “Tamino” mit seiner Band die B├╝hne des “Imperial Theater”. Der junge Mann mit der wunderbar tiefen und dunklen Stimme kommt aus Belgien, hat aber auch Wurzeln in ├ägypten, wodurch seine Musik manchmal etwas orientalisch klingt. ┬áMit klasse Songs wie “Habibi” oder der neuen Single “Tummy” begeistert er nicht nur mich, sondern das restliche Publikum – jeder Platz des Theaters ist besetzt. Anschlie├čend lauschen wir noch dem Singer-Songwriters Pop der Engl├Ąnderin “Freya Ridings. Auch sie zieht das Publikum vom ersten Song an in ihren Bann. Mir pers├Ânlich gef├Ąllt ihre Coverversion vom “Maps” der Band “Yeah Yeah Yeahs” am besten.

S├╝├čer Festival-Abschluss mit Kino und Popcorn

Samstag ist bereits unser letzter Tag auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg. Ein letztes Panel h├Âren wir uns noch an – und zwar zum Thema “Tik Tok, Snapchat und Instagram”. Hier werden die verschiedenen Funktionen der Apps erkl├Ąrt und dargestellt, welcher Kanal am besten zu welchem Thema passt. Danach haben wir noch ein paar Stunden Zeit, bevor unser Zug zur├╝ck nach M├╝nchen f├Ąhrt. Es ist wieder eisig kalt und wir entscheiden uns, ins Kino zu gehen.

Beim Reeperbahn Festival kann man n├Ąmlich nicht nur Bands anschauen und Vortr├Ągen lauschen, es gibt zus├Ątzlich noch eine Kunstausstellung, eine B├Ârse f├╝r handgedruckte Bandposter (Flatstock) und das “Abaton Kino“, das verschiedene Filme zeigt. Wir holen uns eine Packung leckeres Popcorn und sehen uns den deutschen Film “Das sch├Ânste M├Ądchen der Welt” an. Ein Teenie-Film, der sich ├╝ber Teenie-Filme lustig macht, das Ganze gepaart mit Rap Battle Szenen mit witzigen und klugen Texten. Wenn man sich die Beschreibung des Films durchliest k├Ânnte man denken, dass es sich hier um eine weitere nichtssagende romantische Musikkom├Âdie handelt. Der Film ist aber tats├Ąchlich viel besser, als man zuerst denkt, und wir verlassen das Kino ├╝bergl├╝cklich mit der Entscheidung, uns unseren letzten Tag in Hamburg mit diesem Film vers├╝├čt zu haben.

Danke Reeperbahn Festival, es war sehr sch├Ân und wir kommen gerne wieder! Habt Ihr den ersten Teil zum Festival-Bericht eigentlich schon gelesen?

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