Team Feierwerk

Mit Risiko zum Glückstreffer – mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Funkstation

Lars hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Feierwerk Funkstation absolviert und berichtet uns von seinen vielseitigen Erfahrungen, der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und was er aus dieser Zeit für sich mitnimmt.

Freiwilliges Soziales Jahr direkt nach dem Abi in München

Neu anfangen ist immer schwer. Vor allem, wenn man erst 20 ist und gerade sein Abi gemacht hat. Aber ich wollte es so. Ich wollte nach München, ich wollte ein freiwilliges soziales Jahr machen. Wenn es scheiße wird, wird es eben scheiße. Augen zu und durch, dachte ich mir.

Augen auf und Spaß in der Funkstation

Jetzt, fast ein Jahr später, schaue ich zurück und scheiße war‘s nicht ein einziges Mal. Denn was mich in der Feierwerk Funkstation erwartet hat, war kein langweiliges Rumsitz-FSJ. Es war ein Jahr, in dem ich mich entfalten, München kennen lernen und soziale Netzwerke spannen konnte. Und ich konnte lernen, worauf es in einem Job wirklich ankommt.

Der erste Pluspunkt meines Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Funkstation ist die Arbeitszeit. Denn die läuft so: Ich komme zwischen 9 und 12, und gehe so zwischen 18 und 21, je nachdem, wie es mir geht und was der Tag bringt. Das nenne ich Freiheit. Der Zweite ist das Arbeitsfeld: Jede Stunde mache ich etwas Anderes. Erst fahre ich eine Runde durch München und hole etwas ab. Dann trage ich eine Stunde etwas herum. Dann kümmere ich mich eine Stunde um Kinder. Und so weiter. Langeweile, Arbeitstrott, all das was einem die Arbeit madig macht, gibt es in meinem Job nicht. Und das Sahnehäubchen ist der Leistungsdruck: Den gibt es nämlich auch nicht. Wenn man mit Kindern arbeitet, muss es kein Ergebnis geben. Man hat nichts abzuliefern oder in irgendetwas der Beste zu sein. Ich muss einfach nur für alle die möglichst beste Zeit Wirklichkeit werden lassen. Und für mich gibt es kein besseres Ziel.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Dabei habe ich auch viele Soft Skills aus der Arbeit während meines Freiwilligen Sozialen Jahres ziehen können. Denn wer in einem Haus mit einem so vielfältigen Programm arbeitet und zwischen all diesen Dingen hin und her wechselt, muss lernen, seine Zeit zu koordinieren. Sonst läuft einfach mal gar nix. Und so konnte ich nicht weiter in mein Leben hinein schludern, sondern musste alles organisieren. Mit Kalender und dem ganzen Mist. Und Kindern. Denn davor dachte ich, ich kann gut mit Kindern und das ist ja recht easy. Hell! No! Kinder kommen mir fürs Erste nicht ins Haus. Denn wer auf Arbeit mit ihnen zu tun hat, lernt schnell: So süß sie auch sind, wenn man einen geregelten Ablauf haben muss und zusammen mit ihnen auf Dinge hinarbeiten möchte, dann wird das ein verdammt hartes Stück Arbeit. Von Jugendlichen ganz zu schweigen. Die ersten Monate war ich wirklich ratlos. Dabei ist es so einfach. Man muss einfach cool bleiben, sich entspannen und Kinder einfach Kinder sein lassen. Dann kann man mit ihnen Spaß haben. Eine harte Lektion, die ich zu lernen hatte, aber eine wichtige.

Fazit meines FSJ in der Funkstation

Niemand weiß, wie ein FSJ zu sein hat. Beide Parteien – Einsatzstelle und FSJler*in – finden das erst im Laufe des Jahres raus. Oder eben nicht. Da bin ich anders. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es genauso zu sein hat, wie dieses. Ich wäre nirgendwo lieber gelandet als im Feierwerk.

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Lars Schönebaum

Lars hat in der Feierwerk Funkstation ein freiwilliges soziales Jahr absolviert. Er ist großer Spielefreak und ist von Fußball bis Monopoly immer für alles zu haben.

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