Team Feierwerk

Entspannen, Lächeln, Loslassen – Herz-Meditation im Nachbarschaftstreff

Hier sitze ich, im Feierwerk Nachbarschaftstreff, bei meiner allerersten Meditation. Die Augen geschlossen, eine Hand mittig auf meiner Brust und somit auf meinem metaphysischen Herzen…und lächle. In meinem Kopf rattert es, während ich angestrengt versuche, die Gedanken wegzuschieben. Aber es gelingt mir einfach nicht. Stattdessen schreibe ich gerade schon die Hälfte dieses Textes, während ich mich über mich selbst ärgere.

Meine allererste Meditation

Zu Beginn der Stunde hatte mir Nico, der die Herz-Meditation selbst seit 2005 macht und seit knapp drei Jahren für alle Interessierten auch im Nachbarschaftstreff anbietet, kurz erklärt, wie diese Art der Meditation funktioniert. Die Idee dahinter sei, sein metaphysisches (spirituelles) Herz zu öffnen, das das Zentrum der so genannten “höheren Gefühle” (Ruhe, Gelassenheit, Freude, Frieden…) ist. Durch die Herz-Meditation können wir einen besseren Zugang zu diesen Gefühlen finden, uns entspannen, zufriedener und ausgeglichener werden.

Lass die Gedanken fließen

Aber das mit dem Entspannen funktioniert bei mir wie gesagt erst einmal so gar nicht. Während ich mit drei anderen Teilnehmerinnen hier sitze und versuche, Nicos Worten zu folgen, mein inneres Herz zu spüren und an nichts zu denken, will es in meinem Kopf einfach nicht ruhig werden.

Nach einer Weile machen wir eine kurze Pause, in der wir darüber reden, wie es uns ergangen ist. Als ich Nico von meinem Rattern im Kopf erzähle, beruhigt er mich und sagt, dass es bei der Herz-Meditation gar nicht nötig ist, die Gedanken ganz abzustellen. Das Wichtigste dabei sei vielmehr, sich nicht darüber zu ärgern und sich stattdessen auf seine Gefühle zu konzentrieren. Die Gedanken würden dadurch automatisch weniger.

Dann erzählen mir die Teilnehmerinnen noch ein wenig über sich. Janina nimmt seit der ersten Stunde an Nicos Herz-Meditation teil. Inzwischen meditiert sie auch regelmäßig zu Hause. Heidi wiederum ist seit gut einem halben Jahr mit dabei und engagiert sich außerdem selbst sehr stark im Nachbarschaftstreff.

Ich glaub, jetzt hab ich’s!

Zum Schluss meditieren wir noch einmal ein paar Minuten. Und da habe ich plötzlich das Gefühl, dass es “klick” in meinem Kopf – beziehungsweise in meinem Herzen – macht. Auf einmal ist es nicht mehr ganz so laut in meinem Kopf und ich fühle mich entspannt und glücklich. Nico verrät mir im Anschluss, dass er mir das angesehen habe. Und ich denke mir, dass es vielleicht wirklich ein Weg für mich sein könnte, um ein wenig mehr Entspannung und innere Gelassenheit in meinen Alltag zu bringen.

Über Nico

Nico (35), der die Herz-Öffnungs-Meditation bereits 2005 in seinem Heimatland Indonesien bei einem Meister erlernte, ist durch seinen Vater zu dieser Art der Meditation gekommen. Inzwischen meditiert er täglich eine Stunde auf diese Weise und hat sich so wiederum selbst zum Positiven verändert, dass auch seine Frau nun regelmäßig mitmacht.

Seit Lisa, die ehemalige Leitung des Nachbarschaftstreffs, Nico vor knapp drei Jahren fragte, ob er etwas hätte, was er mit den Menschen aus seiner Umgebung teilen möchte, meditiert er dort jeden Donnerstag von 19:00 bis 20:00 Uhr in familiärer Runde und freut sich immer über neue Teilnehmer*innen, die sich auf die Herz-Meditation einlassen möchten.

Berit Schlebes

Berit ist Mama von zwei kleinen Kindern, arbeitet nebenbei im Feierwerk in der Öffentlichkeitsarbeit, liebt es zu schreiben, zu lesen, Musik zu hören und sich mit der Familie treiben zu lassen – egal ob im Westpark, am See oder im Dschungelpalast bei unzähligen Basteleien, beim Kindertanz oder beim Early Sunday Morning.

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