Team Feierwerk

“Mal mal wieder!” – Andy berichtet von den Ferienworkshops

Es war Sommer-Ferienzeit! ÔÇô Raum, Zeit, Material und eine professionelle Begleitung, mehr braucht es in der Regel bei den Ferienworkshops in der Feierwerk S├╝dpolstation nicht, um kreative Kr├Ąfte selbst freizusetzen. Und mittlerweile wissen wir alle, dass Kreativit├Ąt enorm viel Stress abbaut.

Aber so einfach ist es letztendlich nun doch wieder nicht! Schlie├člich kennen sich die Kurs-Teilnehmer*innen erst einmal ├╝berhaupt nicht. Sie sind sich erst einmal fremd. Dadurch entwickelt sich gleich zu Beginn eine eigene, spannende Dynamik. Durch leise, kurze S├Ątze, und das verlegene Zupfen und Ziehen am Hemds├Ąrmel, oder das st├Ąndige Streichen durch das volle, sch├Âne, eigene Haar f├Ąllt es jeder/m unbedarften Besucher*in die kleine Verlegenheiten auf. Es folgt das┬ágegenseitige, vorsichtige Be├Ąugen mit dem eigenen Absch├Ątzen, wann man selbst mit dem eigenen Temperament endlich wieder ganz raus kommen kann.

Was werden die anderen von mir denken?

Es ist schlicht weg nicht easy┬ágleich und sofort ┬╗etwas Kreatives, was ganz Besonderes, Einzigartiges oder Geniales┬ź auf die Leinwand, ganz zu schweigen auf die Werkbank, zu bringen. Schlie├člich will sich niemand vor versammelter Mannschaft┬á blamieren, doof da stehen, auffallen oder gar den Gruppen-Clown spielen.

Deshalb ist der Raum erst einmal entscheidend. Im Jugendtreff PC-Pool der Feierwerk S├╝dpolstation bem├╝he ich mich zu allererst f├╝r eine heimelige Atmosph├Ąre. Damit sich meine Kursteilnehmer*innen bei uns geborgen aufgehoben und fast wie zu Hause f├╝hlen. Verschiedene Bilder, Gegenst├Ąnde, witzige Schilder oder verr├╝ckte, schr├Ąge Skulpturen im PC-Pool Raum regen bei hoffentlich manchen unserer Besucher die ersten Phantasien und Gedanken an. Inspirationen! ÔÇô Unser Jugendtreff ist keine Schule! Es werden hier keine Noten vergeben. Niemand steht hier bei uns unter irgendwelchem Erfolgsdruck. Auch ich bin kein Lehrer!

Durch meine eigenen langj├Ąhrigen und vielseitigen Mal- und Bastelerfahrungen gebe ich allerdings immer wieder gerne Tipps, Ideen, Anregungen, Unterst├╝tzungen, und stets die M├Âglichkeiten sich selbst auszuprobieren. Nur malen, was man selbst vielleicht zu Hause im stillen K├Ąmmerlein malt, reicht mir f├╝r meine Teilnehmer*innen nicht aus!

Zusammen in einer Gruppe an einem Projekt oder gar an einem gemeinsamen Bild zu arbeiten, macht nicht nur enorm viel Laune, und letztendlich innere Zufriedenheit, sondern setzt neue, positive Energien frei. Es entwickelt sich eine hohe knisternde Atmosph├Ąre von Konzentration und vielleicht bisher unentdecktes Selbstbewusstsein. Sich selbst frei machen von Versagens├Ąngsten, Profilierungss├╝chten, sich ┬╗Wichtig-machen┬ź oder in ÔÇ×SzeneÔÇť setzen. Sich einfach ├╝ber das selbst Erschaffene┬áfreuen. Und das ist das eigentlich das Spannende daran, ob das am Ende der zwei Tage klappt!

Tanzeinlagen und Motivations-Moves zur Auflockerung

Jetzt nehmen wir uns endlich die Zeit ┬áf├╝reinander. Als erstes beginnen wir mit einer kleinen, gegenseitigen Vorstellungsrunde. Klar! Neugierige und spannende Fragen tauchen meistens zu Beginn von meiner Seite an unsere G├Ąste auf, wie etwa: ┬╗Wie bist Du dazu gekommen an diesem Kurs teilzunehmen?┬ź Vielleicht noch die etwas provokante und schwierigere Frage: ┬╗Malst oder bastelst Du wirklich gerne?┬ź┬á ┬╗Warum?┬ź ┬á┬╗Welche Motive?┬ź Farbig? Oder eher mit Bleistift? ┬╗Direkt auf Leinwand?┬ź ┬╗Welche Materialien und Farben verwendet ihr sonst?┬ź

Wenn ich merke, dass meine Teilnehmer*innen etwas m├╝de, sch├╝chtern, oder einfach ruhig und gehemmt herumh├Ąngen, bem├╝he ich mich gelegentlich die verkrampfte Situation etwas aufzulockern, mit kleinen Hip-Hop-Tanzeinlagen und lachhaften ÔÇ×Motivations-MovesÔÇť.┬áDazu brauchen wir nicht lange um die Situation zu entkrampfen und um allen zu zeigen: Niemand muss hier wirklich den ┬╗Clown spielen┬ź oder seine sch├Âpferische Kraft irgendjemandem unter Beweis stellen. Und wenn, dann machen wir das gemeinsam oder jede*r f├╝r sich. ÔÇŽ

Und dann geht’s auch schon los!

Musik im Hintergrund spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle, um selbst in die richtige Stimmung und Motivation zu kommen. Mit diversen Anschauungsmaterialien, Motiven und verschiedenen Ideen und M├Âglichkeiten meinerseits, wie man ein Bild beginnen und aufbauen kann, gebe ich langsam den Ansporn endlich zu beginnen. Das kann mit ersten Skizzen und/oder┬á Kritzeleien auf dem Papier anfangen oder durch das weitere Suchen nach dem eigenen, heutigen Motiv.

Wichtig ist mir dabei nicht immer in ┬╗alte┬ź Muster zu verfallen. Das gleiche zu malen, was man auch zu Hause sonst malt. Neue Techniken auszuprobieren! Auch den Mut zu haben, dass das Bild dann nichts ist, was einem selbst gef├Ąllt oder anspricht. Dann beginnen wir eben von vorne. Oder wir fragen die unbekannte Nebenfrau oder den fremden Nebenmann freundlich, ob die Lust und Idee da ist weiter zu machen, wo man selbst jetzt gerade aufgeh├Ârt hat.

Das Material kann unseren Weg erleichtern. Muss es aber nicht. Direkt auf Leinwand und mit Acrylfarben zu malen, ist generell gesehen kein einfacher Pfad. Doch die leuchtenden, deckenden, oder auch lasierenden Farben, machen die Ergebnisse unseres Werkes letztendlich vielleicht spannender, interessanter, aber sicherlich einzigartig. Mit Acrylfarben k├Ânnen wir das Bild schnell manipulieren, ver├Ąndern und positiv beeinflussen. Besonders, wenn wir mit Licht und Schatten spielen. Probiert es aus! Und wieder gilt: Es kann gelingen, muss es aber nicht. Und direkt auf Leinwand als Untergrund ist es eine weitere, neue Herausforderung.

Doch am Ende, wenn das eigene Bild oder der Gegenstand, die Skulptur, das Schmuckst├╝ck oder das kleine Kunstwerk nicht gefallen sollte, sollten wir nicht allzu sehr von uns selbst entt├Ąuscht, besch├Ąmt oder frustriert sein. Sehen wir es vielmehr als zus├Ątzliche, neue Herausforderung, als Ansporn und Motivation, das n├Ąchste eigene Werk besser zu machen.

Der n├Ąchste Mal-Kurs┬á┬á┬╗Mal mal wieder!┬ź findet ┬áin den Herbst-Schulferien am 29. und 30. Oktober von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr statt. Bitte mindestens eine Woche vorher anmelden! – Mal-Werkstatt: inkl. Materialkosten 35,- ÔéČ / zwei Leinw├Ąnde pro Tag ÔÇô Der Kurs findet mindestens ab 4 Telnehmer*innen und maximum bis 10 Teilnehmer*innen statt! ÔÇô Ich freue mich auf euch!

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    Andreas (ÔÇťAndyÔÇŁ bei den Kinds und ÔÇťAndr├ęÔÇŁ bei den Kollegen, - weil die S├╝dpolstation alleine schon drei Andrease hat) betreut in der S├╝dpolstation den Jugendtreff ÔÇťPC-PoolÔÇŁ der Feierwerk S├╝dpolstation. Privat ist Andreas Geliebter, Ehemann und Vater einer gemeinsamen entwachsenen Tochter, die bereits Mutter und Ehefrau ist und in Australien lebt. Somit ist Andreas bereits auch Opa! - Sieht man, oder? :)

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