Team Feierwerk

Mensch Nachbar*in – aktuelle EindrĂĽcke aus dem Feierwerk Nachbarschaftstreff

Seit 2015 leitet Sylvie Zenkner, ebenfalls Leitung des Feierwerk Dschungelpalasts, nun schon den Feierwerk Nachbarschaftstreff in der Badgasteiner StraĂźe 5 in Sendling-Westpark. Geratsche, Beisammensein, Austausch und jede Menge SpaĂź – das war bis vor kurzem Alltag im Treff. Bedingt durch die aktuelle Corona-Krise musste leider auch der Nachbarschaftstreff vorerst seine TĂĽren schlieĂźen. Sylvie berichtet ĂĽber alte EindrĂĽcke, die neuartige Situation und ĂĽber all die tollen Menschen, die den Treff zu dem machen, was er ist: einen Ort der Begegnung.NBT-Plakate

Der gewohnte Alltag im Nachbarschaftstreff

Heute bin ich spät dran, es ist 14:45 Uhr, als ich im Nachbarschafstreff ankomme. Um 15 Uhr öffnet ja bereits das Nachbarschafts-Café und auch meine Sprechzeit für die Nachbar*innen beginnt. Als ich den Gruppenraum aufsperre, sehe ich durch die große Fensterfront schon die ersten Stammbesucher*innen vor der Terrassentüre stehen.

“Können wir schon reinkommen?” – na klar!
“Kaffee ist noch nicht soweit – oder?” Nein, ich bin gerade erst rein.
“Alles klar – lass dir ruhig Zeit.”

Einer nach dem anderen läuft im Treff ein. Manchmal wird Gebäck zum Kaffee mitgebracht, manchmal bringe ich etwas mit. Es wird geratscht, die allerneuesten Nachrichten werden ausgetauscht, es wird leidenschaftlich diskutiert. Manchmal auch gestritten, es wird viel gelacht und viel Spaß gemacht.

Es werden Pläne geschmiedet, was gekocht oder gebastelt werden soll, es werden Sachen für das Geschenkeregal vorbei gebracht, Zeitschriften und Kleidungsstücke getauscht.

Einer kann gut Dinge reparieren und hilft so mancher Nachbar*in dabei, Elektrogeräte wieder fit zu machen. Es werden Leckereien vorbei gebracht (Marmeladen, Plätzchen) und Rezepte ausgetauscht.

Welche Veranstaltungen könnten stattfinden? Welche Filme sollen an den nächsten Filmabenden gezeigt werden (da gehen die Wünsche meilenweit auseinander)? und vieles andere mehr wird bei uns im Nachbarschaftstreff besprochen.

Es wird aufeinander geachtet. Wer war länger nicht da – was ist da los? Einer kauft für den anderen ein und bringt die Sachen im Nachbarschaftstreff vorbei. Es wird viel geholfen und sich um den anderen gekümmert. Im Nachbarschaftstreff menschelt es – und das ist gut so.

Trotz SchlieĂźung besteht weiterhin toller Kontakt

Als ich die obigen Zeilen geschrieben habe, war noch alles „normal“ und ich habe den liebgewonnenen Alltag im Nachbarschaftstreff beschrieben.

Und dann ist über Nacht auf einmal alles anders und wir mussten wegen dem Corona-Virus unseren Treff bis auf Weiteres schließen. Zunächst hatte ich mich gesorgt, dass das nachbarschaftliche Netzwerk in dieser Zeit vielleicht nicht aufrechterhalten werden kann. Aber da habe ich mir unnötige Gedanken gemacht. Telefonisch stehe ich mit vielen Nachbar*innen in Kontakt, weiß dadurch wie es ihnen geht, weiß auch, dass sie sich gegenseitig unterstützen und auch in der Krise füreinander da sind.

Eine interessante Erfahrung ist für mich, dass viele der älteren Nachbar*innen mit der aktuellen Situation recht gut klar kommen, sie nehmen es gelassener wie die jungen Menschen auf. Wenn es gar nicht anders geht, wird Hilfe in dieser Zeit gerne angenommen. Ein großes Thema bei den älteren Nachbar*innen ist aber auch, selber raus zu gehen, sich ein Stück Autonomie und Selbständigkeit zu bewahren.

An dieser Stelle hätte ich euch gerne Fotos von den Menschen gezeigt, die den Nachbarschafstreff täglich mit Leben füllen. Da das jetzt aber leider nicht geht, möchte ich die Nachbar*innen und Ehrenamtlichen, die den Treff zu etwas ganz Besonderem machen, hier wenigstens mit Namen nennen:
NBT-NamenswolkeAuf bald im Nachbarschaftstreff, liebe Nachbar*innen.

Sylvie leitet seit 2015 den Feierwerk Nachbarschaftsreff und seit vielen Jahren den Feierwerk Dschungelpalast. Das Miteinander und FĂĽreinander der verschiedenen Generationen ist ihr dabei ein groĂźes Anliegen.

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