Familie

Ferienprogramm im Westpark – Indianerschmuck basteln am Wasserspielplatz

Hurra! Sommerferien! So schallt es derzeit aus allen Ecken… Ich bin da tendenziell eher verhalten, vor allem, weil wir in diesem Sommer nicht wegfahren. Das bedeutet fĂĽr mich – gefĂĽhlt, und nur ein klitzekleines bisschen ĂĽbertrieben – dass wir wochenlang ganz allein in MĂĽnchen hocken, während alle anderen am Strand liegen und im Meer baden. Das Wort LANGEWEILE blinkt hektisch und grell rot in meinem Kopf auf. Was machen wir nur die ganze Zeit? In unserem heiĂź geliebten Innenhof ist seit Ferienbeginn rein gar nichts mehr los und meine Kinder fangen schon an zu meckern, weil sie niemanden zum Spielen haben. Als ich meiner Kollegin Julia mein Leid klage, fragt sie mich verdutzt: “Aber warum geht ihr denn nicht einfach zum Wasserspielplatz? Da läuft doch jetzt das Ferienprogramm vom Dschungelpalast!”

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Ich Schussel! Ja klar, das hatte ich doch fast vergessen. Das ist ĂĽberhaupt die Idee, da wir ja nicht weit vom Wasserspielplatz im Westpark weg wohnen. Also schnappe ich mir ein paar HandtĂĽcher, Badehosen und beide Kinder und auf geht’s in den Park! Da ist ja alles geboten: Spiel, SpaĂź und jede Menge AbkĂĽhlung. Was will man mehr?

Totempfahl, Vogelmasken oder kleine Indianer – ein kunterbuntes Bastelangebot

Als wir ankommen, sind wir schon ziemlich durchgeschwitzt, immerhin ist es die bisher heiĂźeste Woche des Jahres. Direkt am Wasserspielplatz sind mehrere Tische und Sonnenschirme vom Dschungelpalast aufgebaut, die Programmbetreuer*innen schwitzen auch schon ordentlich und kämpfen mit FuĂźbädern und Fächern gegen die Hitze an. In dieser Woche lautet das Thema “Auf den Pfaden der Indianer”: zur Auswahl stehen ein Totempfahl, ein kleiner Indianer im Kajak, eine Vogelmaske, Traumfänger, Häkeltierchen und kleine Indianer, die aus Holz ausgesägt werden können. Da brauchen meine Kinder erst mal einen Moment, um aus dem Bastelangebot zu wählen. SchlieĂźlich fällt die Wahl bei beiden auf die kunterbunte Vogelmaske. Schnell alle Materialien samt Federn und bunten Bändern zusammengesammelt und schon geht’s los. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen unter einem Sonnenschirm, die Kinder schnappen sich jeder eine Schere (“Nein, Moment, nicht die Linkshänderschere!”) und schon schneiden sie munter ihre Masken aus. Selbst Oskar macht das mit seinen vier Jahren schon erstaunlich gut. AnschlieĂźend greifen beide beherzt in die Stifteboxen und malen das Ausgeschnittene bedächtig in allen möglichen Farben an. Währenddessen sitze ich schwitzend daneben und freue mich, als Claudia vom Dschungelpalast mit einer SprĂĽhflasche durch die Reihen geht und uns mit kaltem Wasser ein bisschen AbkĂĽhlung verschafft.

“Mama, der Kleber geht nicht!” ruft Edda da plötzlich. “Gib doch mal her, der ist sicher nur verstopft”, sage ich und drĂĽcke beherzt auf die prall gefĂĽllte Flasche. Da macht es plötzlich “pfffftttt” und ich schaue nur noch verdutzt… In meiner typisch tollpatschigen Manier habe ich es tatsächlich geschafft, den Deckel der Flasche zu sprengen und mich ĂĽber und ĂĽber mit FlĂĽssigkleber zu bespritzen. Sophie vom Dschungelpalast, die ich sonst nur von der Tanzgruppe “HĂĽpfkäfer und Sausewind” kenne, sieht mich mit groĂźen Augen an und deutet schnell auf das nahe gelegene Bad. Nach dem ersten Schock und einer grĂĽndlichen Kopf-bis-FuĂź-Reinigung meinerseits mĂĽssen wir aber alle herzlich lachen. “Irgendwie muss man seine Kinder ja unterhalten”, denke ich mir (ein wenig Selbstironie hat noch niemandem geschadet). Die Zwei sind während meiner kleinen Waschaktion im Bad weiterhin fleiĂźig und ihre Masken schon sichtlich fortgeschritten. Der Schnabel ist aufgeklebt und es geht ans Verzieren: Rund um den Vogelkopf werden jetzt Federn in den schillerndsten Farben sowie dutzende bunte Wollfäden geklebt – und fertig ist die Maske! Naja, fast fertig. Jetzt mĂĽssen unbedingt noch eine Hand voll Glitzersteine auf dem Vogelkopf angebracht werden. Nun befinden wir die Masken aber einstimmig fĂĽr perfekt. Oskar hält sie sich stolz vor sein Gesicht, während er schnell meint: “Aber morgen mag ich einen Traumfänger basteln!” “Ja klar, wir kommen morgen wieder, aber jetzt zieht euch mal eure Badesachen an und stĂĽrzt euch ins kĂĽhle Nass!” Edda und Oskar planschen dann tatsächlich noch stundenlang am Wasserspielplatz, während ich mir erst einmal eine kalte Spezi gönne. Und am nächsten Tag wird dann wirklich noch der Traumfänger gebastelt.

 

Berit Schlebes

Berit ist Mama von zwei kleinen Kindern, arbeitet nebenbei im Feierwerk in der Öffentlichkeitsarbeit, liebt es zu schreiben, zu lesen, Musik zu hören und sich mit der Familie treiben zu lassen – egal ob im Westpark, am See oder im Dschungelpalast bei unzähligen Basteleien, beim Kindertanz oder beim Early Sunday Morning.

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