Kunst

Melody in Blue – Ausstellung zwischen Musik und Fotografie im Farbenladen

Keine Coronaregeln, noch nicht mal das geltende 2G+, hält die Leute davon ab, in den Feierwerk Farbenladen zu strömen, um Thess Riva Fischers Ausstellung “Melody in Blue” zu bewundern. Aufgrund der aktuellen Lage lautet die Regel zudem, dass nur 42 Personen den Feierwerk Farbenladen betreten dĂĽrfen. Durch den hohen Andrang ist das zwar schade, verspricht jedoch einen sicheren Abend, den alle absolut genieĂźen.

Das Herz der Ausstellung und der KĂĽnstlerin

Die Wände des Feierwerk Farbenladens sind gefüllt mit Thess Riva Fischers beeindruckenden Fotografien, doch das ist nicht das Einzige was ins Auge sticht, sobald man den Raum betritt. An einer Wand ist eine Art Bühne mit Musikinstrumenten und Mikrofonen aufgebaut. Da das Herz der Künstlerin nicht nur für Fotografie, sondern auch für Musik schlägt, verbindet sie diese beiden Bereiche leidenschaftlich gerne und zeichnet sich dadurch aus. Ihr Ziel ist es, die Emotionen hinter den Tönen in ihre Bilder mit einzubauen. Die Betrachter*innen sollen die Gefühle, die sich hinter den Fotos verstecken, zunächst spüren, ohne die Musik zuvor gehört zu haben. Um den Besucher*innen ihrer Ausstellung im Feierwerk Farbenladen ihr Konzept noch näher bringen zu können, hat sich Thess etwas ganz Besonderes ausgedacht: Live Musik von zwei der Künstler auf den Fotos.

Saguru und die Geschichte hinter den Fotografien

Um Punkt 19:30 Uhr tritt die Künstlerin, deren Markenzeichen der Hut ist, hinter das Mikrofon und erweckt sofort aller Aufmerksamkeit. Es ist mucksmäuschenstill als Thess zum Publikum spricht. Nach einer herzlichen Begrüßung erzählt sie von den Anfängen ihrer Idee hinter „Melody in Blue“ und wir erfahren, dass es sich ursprünglich um ihre Bachelorarbeit von vor eineinhalb Jahren handelt. Damit ihre Fotografien so einzigartig werden, wie sie es heute sind, hat Thess mit verschiedenen Sänger*innen Kontakt aufgenommen, um die Emotionen hinter der Musik in ihre Werke einzubringen.

Liebevoll bittet Thess einen der Sänger, Saguru, auf die Bühne, der ebenfalls ein paar Worte zu Thess und ihrer gemeinsamen Arbeit sagt. Dann startet er mit einem ruhigen Song, der alle Besucher*innen der Ausstellung sofort in seinen Bann reißt. Saguru singt einige Lieder und alle lauschen ihm und seiner entspannenden Stimme. Der junge Musiker fesselt aber nicht nur alle mit seiner Stimme, sondern überzeugt auch mit seinem magischen Gitarrenspiel.
Bei einem seiner Songs deutet er auf ein Bild der Ausstellerin, das an der Wand des Feierwerk Farbenladens hängt. Augenblicklich richten sich alle 42 Augenpaare auf das Foto, das Saguru zeigt wie er sich nachdenklich durch die Haare fährt und starr nach unten blickt. Der Sänger erklärt, dass sich dieses Bild den Platz auf seinem neuesten EP Cover erkämpft hat und nun vor aller Welt auf seinem Spotify zu sehen ist. Als die Single vorbei ist, lässt sich nur eines sagen: wow. Thess ist es nicht nur gelungen, Saguru im richtigen Moment abzulichten, sondern hat es auch geschafft, die Emotionen hinter seinem Song in ihrem Bild perfekt einzufangen.

Cellz und Thess beeindrucken mit ihrer gemeinsamen Arbeit

Als Sagurus Auftritt vorbei ist, gibt es eine kleine Musikpause und alle richten ihre Aufmerksamkeit wieder auf Thess Bilder, die im Raum verteilt aufgehängt sind oder holen sich ein Getränk an der Bar. Um 20:15 ist es dann wieder so weit: Der nächste Liveact steht auf dem Programm: Cellz. Zwei junge Männer treten auf die Bühne und überzeugen bereits mit ihrem ersten Lied, das den Namen „We hate war“ trägt und durch die besondere Stimme des Sängers eine gigantische Message liefert. Die Begleitung durch ein Saxophon gibt den Songs die nötige Portion an Pep und bringt alle Besucher*innen der Ausstellung dazu, der Musik gebannt zu lauschen.

Ebenso wie bei Saguru, trägt auch das Album von Cellz ein Foto von Thess, das im Feierwerk Farbenladen ausgestellt ist. Das Bild unterscheidet sich ziemlich von Sagurus Cover und beweist hier einmal wieder, wie talentiert die Ausstellerin ist, die Emotionen hinter den verschiedenen Songs auf ihre ganz eigene Art und Weise abzulichten.

Ein paar Schlussworte zu “Melody in Blue”

Abschließend lässt sich sagen, dass die Vernissage von „Melody in Blue“ ein voller Erfolg war und dazu haben natürlich nicht alleine die Live Musik, sondern in erster Linie Thess Riva Fischers einzigartige Fotografien geführt. Denn wie wir mittlerweile alle wissen, steckt nämlich viel mehr hinter ihren Werken, als nur die richtige Kameraeinstellung in Bezug auf Zoom, Iso und Co. Thess Bilder erzählen eine Geschichte, basierend auf klangvoller Musik und tragen die Emotionen ab dem Klick des Auslösers ihrer Kamera bis hin in die Ausstellung an die Besucher*innen heran.

Ein riesen Dankeschön an alle Beteiligten, denn hinter solch einer beeindruckenden Ausstellung stecken viel mehr Menschen, als man sich vorstellen kann, um einen Abend in solch einer beeindruckenden Ausführung gestalten zu können.

Hey ihr! Das ist Anita, die hier im Feierwerk eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation macht :) Abgesehen davon trifft sie sich sehr gerne mit Freunden, tanzt, fechtet, stöbert auf Pinterest und, und, und....

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