Kunst

Wie der K√ľnstler Tobias Meier seine Ausstellung ‚ÄěPlastic Vanity‚Äú im Farbenladen erlebte

Auch in den letzten Monaten war unser Feierwerk Farbenladen wieder voller kunterbunter Freigeister, die ihre Seelen, Leidenschaften und Gedanken mithilfe von Grafiken, Fotografien und Malereien den Besucher*innen ihrer Ausstellungen zum Besten gaben. Fotograf Tobias Meier erz√§hlt von seiner Erfahrung bei seiner Ausstellung “Plastic Vanity”:

An den Januar 2018 werde ich mich wohl noch lange zur√ľck erinnern, insbesondere an seine letzten beiden Wochenenden. Es war eine intensive und exzessive Zeit‚Ķ

Als ich den Termin f√ľr die Ausstellung fast zwei Jahre zuvor erfuhr, wusste ich noch nicht so recht was auf mich zukommen wird. Das Thema stand, aber vom Raumkonzept war keine Rede, geschweige denn von den organisatorischen Dingen, die ich noch bew√§ltigen musste. Pl√∂tzlich waren anderthalb Jahre vergangen und der Termin r√ľckte n√§her. Die fertigen Prints nahm ich erst zwei Wochen vor der H√§ngung entgegen. Das neue Jahr begann und alles ging Schlag auf Schlag, bis ich mich am Nachmittag der Vernissage wieder im Feierwerk Farbenladen einfand. Nachdem die letzten Vorbereitungen getroffen waren, konnte ich mehr oder weniger entspannt den Soundcheck von ‚ÄěDie Libellen‚Äú lauschen, welche zu dem Zeitpunkt auch schon eingetroffen waren. Ein gewisser Grad an Aufregung war an diesem Punkt nicht mehr bestreitbar. Als die G√§ste dann angekommen und die letzten Worte der Begr√ľ√üungsrede gesprochen waren, fiel auch die Anspannung der vergangenen Stunden und Tage wieder ab. Es folgte ein gro√üartiges Konzert von ‚ÄěDie Libellen‚Äú, viele tolle Gespr√§che und ein Versumpfen an der Farbenladen-Bar. Am n√§chsten Morgen bin ich dann um 6 Uhr im Bett voller Paranoia aufgeschreckt und konnte mich nicht mehr erinnern, ob ich das kleine Fenster im Keller geschlossen hatte, oder nicht. Ich versuchte den qu√§lenden Gedanken daran zu verdr√§ngen und drehte mich wieder um ‚Äď wenig erfolgreich. Die Nacht war also kurz, aber das machte nichts. Ich freute mich schon wieder auf den kommenden Abend, den die San Francisco Boys mit ihrer experimentellen Lesung einleiteten und die ‚ÄěB√ľhne‚Äú f√ľr Harry P. aufw√§rmten, der die G√§ste mit einem herausragenden Solokonzert begeisterte. Die Veranstaltung m√ľndete wieder an der Farbenladen-Bar. Das Kellerfenster hab ich vorm Zusperren drei Mal kontrolliert, es war zu ‚Äď wie die Nacht zuvor. Der Heimweg durch das Gemisch aus halb gefrorenen, halb matschigen Schnee war beschwerlich und fand seinen H√∂hepunkt in einer unfreiwilligen Landung auf meinen Hintern. Vermutlich gab es keine Zeugen, ich w√§hnte mich zu dem Zeitpunkt alleine auf der Stra√üe. Am Sonntag wurde das erste Ausstellungswochenende in einer besonderen Atmosph√§re, mit experimentellen Kl√§ngen von Matze, beendet.

Am zweiten Wochenende wurde die Ausstellung “Plastic Vanity” dann noch durch die bezaubernde Siona bereichert, die den Farbenladen am Samstagabend mit ihren herzergreifenden Songs bespielte. Dabei wurde uns vom Feierwerk-Techniker kurzerhand mit einem Mikrofonkabel ausgeholfen.

Alles in allem war es eine sehr sch√∂ne und spannende Zeit mit tollen Begegnungen und Unterhaltungen. Der Kontakt mit allen Beteiligten vom Farbenladen und vom Feierwerk war super nett und unkompliziert, sowie die ganze Abwicklung ‚Äď alles top! Ich bin sehr zufrieden und kann f√ľr mich behaupten auf eine erfolgreiche Ausstellung “Plastic Vanity” zur√ľckblicken zu k√∂nnen. Herzlichen Dank daf√ľr!

Tobias ist autodidaktischer Fotok√ľnstler und geht neben seinem normalen Beruf dieser Leidenschaft nach. Im Januar hat er im Farbenladen ausgestellt. Auf tobiasem-photography.com sind seine Bilder das ganze Jahr √ľber zu sehen.

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